LESLIE schafft die Kurve nicht

Die Blockinglage durch ein Kontinentalhoch mit ruhiger, trockener, ungewöhnlich warmer  und nebelarmer Wittererung dauert noch zumindest bis Mitte kommender Woche an. Der Tropensturm LESLIE wird von der Frontalzone entgegen meiner Annahme in meiner letzten Analyse nicht nach NO gesteuert, sondern triftet nach O oder SO weg. Damit beschränkt sich sein Einfluss auf die Iberische Halbinsel und den westlichen Mittelmeerraum.
  
Ab der kommenden zweiten Wochenhälfte könnten zunehmend atlantische Störungsausläufer die Hochdruckbrücke zwischen Azorenhoch und Kontinentalhoch durchbrechen, ins Mittelmeer abtropfen und sich  im Alpenraum mit zeitweisem NS und Temperaturrückgang bemerkbar machen. Aufgrund der noch bestehenden Unsicherheiten ist die Formulierung absichtlich im Konjunktiv gehalten.

 

Exemplarisch die Ensemblerechnungen des amerikanischen GFS für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

 

Synoptischer Überblick:

Der in die großräumige SW-Strömung eingebettete Randtrog hat die Westhälfte Österreichs erwatungsgemäß mit Wolken gequert. Niederschlag gab es nur in marginalen Mengen. Das ruhige Hochdruckwetter setzt sich fort.
Der EX-Tropensturm LESLIE ist südlich der Azoren angekommen und dockt zaghaft an die Frontalzone an:

 

Die Ostalpen bleiben über das Wochenende hinaus im Randbereich des Kontinentalhochs in einer sehr warmen und trockenen Südströmung. LESLIE löst sich nach den letzten Berechnungen über der Iberischen Halbinsel am So wieder von der Frontalzone und füllt sich dort bei langsamer O/SO-Verlagerung in den Folgetagen auf: 

 

Die Ostalpen verbleiben auch in der kommenden ersten Wochenhälfte im Einfluss der Hochdruckbrücke zwischen Azoren- und Kontinentalhoch:

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