Alle Beiträge von Franz

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Cutoff als Hitzeturbo für die Alpen?

Die Wahrscheinlichkeit für eine weiteren Hitzewelle (mehr als 3 Tage mit Tmax > 30° C) in der Endphase des meteorologischen Sommers 2017 lebt!

Für alle Hitzgeplagten einleitend zum Trost:

die Tage werden kürzer, die Luft kann in den längeren Nächten stärker auskühlen (heute Früh hat es an meiner Messstation z.B. nur 6,6° C), die Sonne steht weniger hoch……………..d.h. auch wenn die heißest mögliche Luftmasse aus der Sahara über das Mittelmeer zu den Alpen advehiert wird, werden sowohl die Anzahl der Hitzestunden/Tag als auch die Tmax nicht mehr die Ausmaße der Hundstage annehmen und damit etwas leichter zu ertragen sein.

An der groben Entwicklung der Druckstrukturen, die ich in meiner letzten Analyse vom So aufgezeigt habe, hat sich nichts geändert. Die derzeitige antizyklonale NW-Lage mit gemäßigten Sommertemperaturen wird in der zweiten Wochenhälfte von einer zunehmend hochsommerlichen SW-Lage abgelöst. Diese bleibt modellübergreifend bis zum Wochenende bestehen und wird in den Niederungen für Hitzetage (Tmax >30° C) sorgen wird.

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Wochenprognose: Fortsetzung des Siebenschläferrhythmus und Rückkehr des Sommers

Der vorhergesagte Wettersturz mit Kaltfront und intensivem Regen bestimmte gestern Sa unser Wetter. Die Tageshöchsttemperatur von 16° C an meiner Messstation lag um über 15 K unter dem Höchstwert vom Fr, dem Tag zuvor.

Die Druckwelle der vorlaufenden Gewitterlinie, die in der Nacht zum Sa über Bayern nach Tschechien zog, hatte in OÖ tragische Auswirkungen (2 Todesopfer) und schwere Sturmschäden zur Folge. Sie erfasste mit heftigen Windböen nach Mitternacht auch das Obere Triestingtal. 

Heute So quert ein Höhentrog und verursacht unbeständigen Wettercharakter. Die letzten Regenschauer an der Alpennordseite klingen ab. Im äußersten W und vor allem südlich  der Alpen (Nordföhn) zeigt sich im Tagesverlauf häufiger die Sonne.  Auch im Donauraum und im O wird es mit lebhaftem NW-Wind zögerlich auflockern, am längsten halten sich die Restwolken und Schauer in den typischen Nordstaulagen.

Von morgen Mo bis Mi liegen die Ostalpen an der Vorderseite eines Rückens über GB in einer zunehmend antizyklonalen NW-Strömung. Dabei steigen die Temperaturen langsam wieder auf sommerliche Werte. Der sonnige Wettercharakter überwiegt.

Bis Do verlagert sich der Rücken zu den Alpen, die Strömung dreht an der Vorderseite eines Troges vor der Atlantikküste auf SW und leitet einen neuerlichen hochsommerlichen Wetterabschnitt ein. Unter Verkürzung der Wellenlänge und gleichzeitiger Amplifizierung des Troges (Erklärung in der nachfolgenden synoptischen Analyse) steilt die Strömung auf könnte die nächste/letzte Hitzewelle im zu Ende gehenden  meteorologischen Sommer verursachen.
Auf alle Fälle gelangt Österreich ab Do bis inklusive kommendes Wochenende wieder in den Einfluss von Subtropikluft mit hochsommerlichen Temperaturniveau. Da solche Luftmassen meist eine labile Schichtung aufweisen, werden auch tagesgangtypische Schauer und Wärmegewitter – vor allem über dem Bergland – nicht ausbleiben.
Ab kommenden So nehmen die Unsicherheiten vor allem modellübergreifend deutlich zu, weshalb ich von einer weiteren Trendeinschätzung noch absehe.

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Peilstein „seilfrei“

Der Peilstein ist der größte und schönste Klettergarten des Wienerwaldes.
Zweimal führte mich in den letzten Tagen eine Mountainbikrunde über bzw. zu den Wänden des Peilstein, einen meiner Hausberge. Diesmal weckte ich Erinnerungen an meine frühe Kletterzeit  und erlebte die  Wände hautnah und intensiv beim Durchstieg an „einfachen“ Stellen. Meine Eindrücke habe ich in zahlreichen Bildern festgehalten. Eine Auswahl findest du im nachfolgenden Bericht.

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Ex-Hurrikan „Gert“ bringt Schwung in die nördliche Frontalzone

Starke tropische Wirbelstürme im Nordatlantik, die Orkanstärke erreichen, bezeichnet man als Hurrikan.
Sie entstehen als tropisches Tief in der Nähe der Kapverdischen (Markierung 1) Inseln vor der afrikanischen Westküste und verstärken sich über den Nordatlantik auf ihrem Weg in Richtung Karibik und erreichen häufig bereits vor Erreichen der Karibischen Inseln Hurrikanenstärke. Über dem warmen Meer der Karibik (>27° C) können sie sich weiter intensivieren und – wenn sie auf Land oder Inseln treffen – verheerende Schäden anrichten.
Ihre weiter Zugbahn von der Karibik (Markierung 2) ist weit aufgefächert und reicht von Mexiko, USA, amerikanische Ostküste, Bermudas bis ins offene Meer des Nordatlantiks (Beitragsbild, Quelle NOAA mit von mir eingezeichneten Zugbahnenspektrum). Werden sie in die nördliche Frontalzone eingebunden, können sie als  Sturmtief den europäischen Kontinent erreichen.
Ihre Hauptsaison ist August und September, Hurrikane können aber von Mai bis Anfang Dezember entstehen.
Bevor ich auf den aktuellen Hurrikan „Gert“ in meiner synoptischen Analyse eingehe, ein kurzes Prognoseupdate mit dem Wettersturz am Wochenende und dem rasch wiederkehrenden Sommer:

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Update zum angekündigten Wettersturz am Wochenende

Was vor einigen Tagen noch nach nachhaltiger Abkühlung mit großen Niederschlagsmenegen aussah, entpuppt sich in den aktuellen Modellrechnungen als ganz normaler Kaltfront-/Trogdurchgang mit rascher Rückkehr des Sommers.

Das Eintreffen der Front verschiebt sich um einen Tag auf Sa, die Nachhaltigtigkeit der damit verbundenen Wetterverschlechterung verkürzt sich deutlich und wird sich auf das Wochenende beschränken.

Die Temperatur rasselt zwar, wie wir es in diesem Sommer nach einer Hitzewelle schon mehrmals hatten, kurzzeitig in den Keller, bereits zu Wochenbeginn setzt aber unter Hochdruckeinfluss wieder Erwärmung und damit die Rückkehr des sommerlichen Wettercharakters ein.

Wie sooft haben/hatten die Modelle ihre Schwierigkeiten mit der Erfassung eines Cutoff-Tiefs.
Statt sich  einige Zeit  über Adria/Balkan quasistationär einzunisten und Feuchtigkeit zu tanken (siehe meine letzte Analyse vom So; diese Variante brächte durch konvektive Starkniederschläge großes Hochwasserpotential für Teile der Ostalpen), fällt es nach den letzten Berechnungen zum einem schwächer aus und zum anderen entfernt es sich  rasch in Richtung Mittelmeer und und verliert damit ebenso rasch den Einfluss auf die Ostalpen.

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Weiterhin persistentes GWL-Muster: sommerlicher Wochenstart, Wettersturz Ende der Woche gefolgt von HW-Gefahr

Die hohe Wahrscheinlichkeit für das Eintreffeen der Siebenschläferregel bestätigt sich heuer eindrucksvoll.

Die GWL-Abfolge, die sich im  Siebenschläferzeitraum etabliert hat, bleibt für den heurigen Sommer weiterhin wetterbestimmend.

Die Erhaltungsneigung, oder besser Wiederholungsneigung, bleibt zumindest bis zum kommenden Wochenende bestehen. Damit geht die nachfolgend beschriebene  Wetterlagenabfolge in die nächste Runde:

Zwischenhoch durch Azorenhochkeil – TrW (Trog Westeuropa) mit warmer/heißer Vorderseite – Gewitterlage – Kaltfront – TrM (Trog ME) – Cutoffprozess – kühle NW-Lage – Zwischenhoch etc………………… 

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Auch heute Fr Unwettergefahr, ab morgen Sa Stabilisierung

Heiße mit Saharasand angereicherte Luftmassen haben  Mitte der Woche  von S die Ostalpen erreicht und farbenprächtige Sonnenauf- und Sonnenuntergänge bewirkt.
Das Beitragsbild zeigt den Sonnenuntergang in Ptuj/Slowenien mit Drau und Schloss am Mi abends.

Entlang der scharfen Luftmassengrenze, die von S nach N quer über Österreich lag, haben sich gestern wie befürchtet heftige Unwetter entladen.

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Die erste Kaltfront ist durch, die zweite folgt am Donnerstag mit Unwetterpotential

Die angekündigte Kaltfront verursachte gestern einen trüben So (Beitragsbild mit wolkenverhangenem Hocheck) mit Regen und einen Luftmassenwechsel.  Damit verbunden war eine Abkühlung von 15 K.

Von heute Mo bis Mi behält der Ausblick meiner letzten Wochenprognose seine Gültigkeit:

Im Laufe des Mo stellt sich in der nun eingeflossenen kühleren Luft zwar Zwischenhocheinfluss ein, aber bereits ab Di dreht die Strömung an der Vorderseite eines neuen Troges vor der Atlantikküste auf SW und in weiterer Folge auf S. Damit wird neuerlich subtropische Luft an die Ostalpen gesteuert. Unterstützt von Föhneffekten sind wieder hohe 30-iger Grade zu erwarten.
Erst in der zweiten Wochenhälfte, ab Do, ist mit der Verlagerung des Troges zu den Alpen gepaart mit einem Adriatief eine markante Wetterverschlechterung mit einer mehrtägigen Abkühlung zu erwarten.

Deshalb konzentriert sich mein Interesse vor allem auf die Wetterentwicklung am kommenden Do mit einem Ausblick auf das verlängerte Wochenende.

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Wochenprognose: Abkühlung in zwei Schüben

Die erbarmungslose Hitze schwächt sich heute Sa dank häufiger Abschirmung durch Wolken spürbar ab, dafür verursacht die aus SW herangeführte feuchte Subtropikluft ein hohes Schwüleempfinden.
Ähnlich wie gestern Fr wird es auch heute Sa je nach Sonneneinstrahlung ausgehend vom Bergland rasch zu Quellungen und Wärmegewittern kommen. Diese können am späteren Nachmittag und abends auch das östliche Flachland erreichen.
Eine in die SW-liche Strömung eingebettete Kaltfront erreicht morgen So in der Früh den W und quert bis zur Folgenacht ganz Österreich. Entlang der Alpennordseite verläuft der morgige So unbeständig, regnerisch und deutlich kühler. Auch im O muss mit Regenschauern gerechnet werden. An der Alpensüdseite  wird es in der hier noch liegenden schwülwarmen Luft gewittrig.
Sah es in den Modellläufen vor wenigen Tagen noch nach einer nachhaltigen Abkühlung hinter dieser Kaltfront aus, so setzen sich nun die „Leiden des Wetterfrosches“ fort  (Beitragsbild) 😉
Im Laufe des Mo stellt sich in der nun eingeflossenen kühleren Luft zwar Zwischenhocheinfluss ein, aber bereits ab Di dreht die Strömung an der Vorderseite eines neuen Troges vor der Atlantikküste auf SW und in weiterer Folge auf S. Damit wird neuerlich subtropische Luft an die Ostalpen gesteuert. Unterstützt von Föhneffekten sind wieder hohe 30-iger Grade zu erwarten.
Erst in der zweiten Wochenhälfte, ab Do, ist mit der Verlagerung des Troges zu den Alpen gepaart mit einem Adriatief eine markante Wetterverschlechterung mit einer mehrtägigen Abkühlung zu erwarten. Details dazu demnächst!

Ab Mitte August zeigt der Trend wieder Sommerwetter, aber keine extreme Hitze!

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