Archiv der Kategorie: Aktuelles / Erlebnisberichte (Berichteblog)

Fortdauer des mäßig kalten „Tümpelwetters“

Die in meiner letzten Wochenprognose beschriebene Verlagerung eines Tiefdruckkernes über den Alpenraum nach N hat sich an die Prognose gehalten und in weiten Teilen Österreichs zu leichten Schneefällen geführt. Auch das Oberen Triestingtal erhielt mit einigen cm Neuschnee bis ins Tal ein winterliches Landschaftsbild. Am Hocheck haben sich zum Raueis ca. 10cm Pulverschnee gesellt (Fotos von gestern Mi am Beitragsende).
Die nächsten Tage bis Anfang kommender Woche werden nach den letzten Modellrechnungen bei flacher Druckverteilung weitgehend niederschlagsfrei, mäßig kalt und zeitweise sonnig verlaufen.  Bei nächtlichem Aufklaren ist vor allem über schneebedeckten Tälern  strenger Morgenfrost zu erwarten. 
Mitte kommender Woche zeigen die modellübergreifenden Simulationen eine nachhaltige GWL-Umstellung. Die Grundströmung über den Ostalpen dreht zwischen einem Atlantikrücken und einem Trog über OE auf NW bis N. Welches der beiden Druckgebilden die Herrschaft in Österreich übernimmt, lässt sich noch nicht sagen. Jedenfalls hat die Wetterlage Potential für Nordstauschneefälle, während es im schneereichen S weitgehend NS-frei wird.

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Raueismassen statt Schnee am Hocheck

In den ersten Tagen des neuen Jahres 2021 findet die seit Wochen andauernde niederschlagsarme, gradientenschwache , in den Niederungen nasskalte und auf den Bergen oft sonnige Inversionslage seine Fortsetzung.

Die nachfolgenden Fotos vom Gipfel des Hocheck (über dem Nebel) und seinen im Nebel liegenden und mit Raueis drapierten Wäldern  geben Zeugnis dieser „langweiligen“ Wetterlage zwischen 1. und 5. Jänner.

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Die Tage mit Inversionslage gehen zu Ende

Mit der bevorstehenden Zonalisierung der Wetterlage kommt Schwung ins Wettergeschehen. Milder Westwind wird die Durchmischung der Luftschichten bewirken und die zähen feuchtkühlen Nebellagen beenden.
von Fr bis heute So hat die Nebelobergrenze kontinuierlich an Höhe gewonnen. Lag sie am Fr noch bei 800m, so reichte sie gestern Sa bereits bis in die Gipfelregion des Hocheck und heute So bis knapp 1100m.

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Winterliche Schneebergwanderung aus dem Höllental

Ausgesprochen wenig Schnee für Mitte Dezember liegt derzeit am Schneeberg. Im Oktober war es schon deutlich mehr (Link). So wie es aussieht, müssen die Schi noch länger im Keller bleiben  🙁
Meine heutige Wanderung führt mich aus dem Höllental aufs Klosterwappen. Abgesehen von 3 Gämsen und Vögeln, die aufgeregt zwitscherten wie im Frühjar, habe ich den Berg heute für mich allein. 

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Bannerwolke mit Glorie

Fotos von Glorien habe ich schon des öfteren in diversen Beiträgen gezeigt. Dabei handelt es sich um eine optische Erscheinung in der Atmosphäre, die als bunter Kreis um den Sonnenschatten des Beobachters auf  Nebel oder eine Wolke projeziert wird. Die physikalische Erkärung lautet:  Streuung des Sonnenlichts an Nebel-bzw. Wolkentröpfchen. In der Regel sind Glorien bei günstigen Einfallswinkel der Sonne an der Nebelobergrenze zu beobachten, z.B.am Ende dieses Beitrages: LINK

Als Bannerwolke bezeichnet man ortsfeste Wolken im Lee von Berggipfeln oder Graten. Sie erwecken dadurch den Eindruck, als seien sie wie eine Fahne oder ein Banner an den Berg angeheftet. Die Luvseite des Berges bzw. Grates ist dabei wolkenfrei. Der ausschlaggebende Mechanismus zur Entstehung einer Bannerwolke ist noch nicht vollständig erforscht. Derzeit wird angenommen, dass sich beim Überströmen des Gebirges Wirbel ausbilden; ähnlich wie Wasserwellen, die sich hinter einem im Fluss befindlichen Hindernis bilden. Diese Wirbel heben die Luftmassen hoch, wobei die Bannerwolke entsteht.

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