Archiv der Kategorie: Aktuelles / Erlebnisberichte (Berichteblog)

Schitour auf den Schneeberg

Auch wenn ich mir nach dem Sturm der letzten Tage keine einladenden Schneeverhältnisse erwartete, nutze ich heute Vormittag das scheidende Zwischenhoch für eine Schitour auf den Schneeberg.
Der Anstieg erfolgt ausgehend von Losenheim über den Kuhschneeberg und den Wurzengraben auf Kaiserstein und Klosterwappen.
Da auf den oberen 200m jeglicher Neuschnee vom Sturm verblasen ist und nur ein pickelharte unregelmäßige Harschschicht vorhanden ist, wähle ich als Abfahrt den linken Begrenzungsrücken des Schneegrabens. Erfahrunggemäß weist dieser bei solchen Verhältnissen meist fahrbaren Schnee auf.

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Schiwanderung durch ein unberührtes Winterparadies auf die Reisalpe

Überraschend gute Schneeverhältnisse herrschen derzeit oberhalb 800m in den Gutensteiner Alpen.  Bei ausreichend Schnee für Anstieg und Abfahrt präsentiert sich heute die Reisalpe wunderschön frisch verschneit. Eine herrliche Pulverschneeabfahrt ist die Krönung der Schitour.

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Schneewalze und Wintersturm am Hocheck

Schneewalzen sind Naturphänomene, die durch Windeinwirkung  bei einer leicht angefeuchteten Schneedecke an mäßig steilen Hängen entstehen können. Dabei werden durch den Wind kleine Stücke von der Schneedecke abgehoben und an der Schneeoberfläche rollend weiterbewegt. Auf diese Weise bilden sich walzenförmige Schneerollen mit einem Loch in der Mitte. Meist erreichen solche Schneewalzen einen Durchmesser von bis zu 30cm. Manchmal können sie bei günstiger hindernisloser Hanglage aber auch erheblich größer werden.
Heute konnte ich während einer Hocheckwanderung bei starkem Wind und pappiger, für den Bau eines Schneemannes idealer  Schneekonsistenz die Entstehung einer großen Schneewalze mit einem Durchmesser von einem 3/4 m und einer Breite von 1 m beobachten:

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Wochenprognose mit Bildbericht zum Winterbeginn: Spannung pur ;)

Gestern zum meteorologischer Winterbeginn präsentierte sich das Obere Triestingtal in der eingeflossenen trockenen Polarluft unter Zwischenhocheinfluss klirrend kalt, sonnig und tiefwinterlich verschneit. Ein paar Bilder dazu im nachfolgenden Beitrag.
Für heute hatte ich mir einen Beitrag mit meiner  Einschätzung zum Winters 2017/2018 vorgenommen. Auf Basis der von mir analysierten Einflussfaktoren, der Prognosen wichtiger Meteodienstleister (NOAA, NASA, EZ, ZAMG, DWD) und des herrschenden atmosphärischen Zustandes der NH (nördliche Hemisphäre) bzw. des PW (Polarwirbels) bin ich dabei mein „persönliches Weltbild“ zum bevorstehenden Winter zu entwickeln.
Die aktuelle Wetterentwicklung auf der NH mit dem instabilen PW macht mir aber noch intensives Kopfzerbrechen, sodass ich die Entwicklung der kommenden Tage noch abwarten werde.

Nicht weniger spannend und komplex gestaltet sich die Erfassung des Wetterablaufes für die kommende Woche aufgrund der meridionalen Zirkulationsszenarien, die für ME von gemäßigter und feuchter NW-Lage, Inversionslage, milder Vorderseite und kalter Troglage mit Mittelmeertiefentwicklung  alles bieten. Das Beitragsbidl zeigt exemplarisch die Struktur des PW am Beginn des kommenden Wochenendes. 

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Wintereinstand im Oberen Triestingtal

Die bereits in meiner Analyse am 22.11. als „Salz in der Suppe“ erwähnte und in der Wochenprognose am 25.11. vorsichtig  angekündigte Schneeüberraschung hat sich pünktlich eingestellt.
In der zweiten Nachthälfte hat im Oberen Triestingtal leichter Schneefall eingesetzt. Dieser intensivierte sich in den Morgenstunden und dauert auch jetzt am frühen Nachmittag noch an. Die Neuschneemenge schwankt zwischen 12 cm im Garten (418m; EDIT: knapp 20cm am Abend nach Schneefallende) und  über 20cm in höheren Lagen (oberhalb 600m). Im Kammbereich des Hocheck führt starker Nordwind zu Verfrachtungen. 

Nachfolgend ein Bildbericht von einer winterlichen Hocheckrunde heute Do vormittags:

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Gestern Föhn, heute polare Kaltluft als Vorgeschmack auf den bevorstehenden frühwinterlichen Abschnitt

Heftig hat sich der Wetterwechsel von gestern Sa auf heute So angefühlt, vor allem in den Fingern beim Fotografieren mit dem reaktionsträgen Touchscreen meines Smartphones  😉

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Föhniges Zwischenhoch mit Inversionswetterlage

Eine föhniger antizyklonale SW-Lage, wie wir sie derzeit haben, und niedriger Sonnenstand geht im Herbst häufig mit einer Inversionswetterlage einher.  Das Wr.Becken liegt dann oft unter einer  ausgedehneten und beständigen Nebeldecke. Mit dem bodennahen SO-Wind gelangt der Nebel dann häufig bis ins Obere Triestingtal, wo er sich nur um die Mittagszeit und nachmittags vorübergehend auflöst.
Durch die starke Abstrahlung in den langen Nächten entsteht in der Grundschicht nicht nur dichter Nebel, sondern es wird auch frostig (-4,3° C gestern, -2,7° C heute an meiner Wetterstation) mit dicker Reifbildung. Über der Inversionsgrenze in ca. 600m ist es in der entkoppelten trockenen und klaren Luftmasse dagegen sehr mild mit über  +10° C.

Nachfolgend für diese  Wetterlage typische Wetterbilder aus dem Oberen Triestingtal von gestern Do und heute Fr:

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„Arktischer“ Schneeberg

Hochwinterlich präsentiert sich derzeit der Schneeberg. Im unteren Teil fehlt zwar der Schnee, dafür gibt es bei meinem heutigen Durchstieg der Weichtallklamm heikle Eisverhältnisse. Während die sonst nassen Felsen in der Klamm mit einer glatten Eisglasur aufwarten und kaum Halt bieten, ist die freie Hochfläche des Schneebergs mit einem dicken aber gut begehbaren Eispanzer bedeckt.

Bilder sagen mehr als tausend Worte :)

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„Glorienerscheinung“ am winterlichen Schneeberg

Um Sonnenenergie zu tanken, musste man heute über die dichte Stratusdecke gelangen. In NÖ ist heute am Vormittag der Schneeberg mit seinen 2076m die einzige Erhebung, die aus der hochnebelartigen Bewölkung ragte. 

Da ich spätestens ab Mittag  den Wolkenaufzug eines Frontensystems erwartete, starte ich meine heutige Schneebergtour sehr zeitig, in der Hoffnung über den Nebel zu gelangen und noch ungetrübten Sonnenschein genießen zu können. 

Um 08:30 stehe ich bei tiefwinterlichen Verhältnissen am Gipfel des Kaisersteins knapp über dem Nebel. Durch den günstigen Einfallwinkel der Sonne entsteht um meinen Schatten an der nahen Wolkenobergrenze eine besonders markante Glorie (Beitragsbild).

Nach einer längeren Rast beim Klosterwappen, dem höchsten Punkt, in der wärmenden Sonne  erfolgt der zügige Abstieg durch teils dichten Nebel zurück zum Ausgangspunkt. 

Nachfolgend eine Bilderstrecke der Tour in chronologischer Reihenfolge:

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