Archiv der Kategorie: Aktuelles / Erlebnisberichte (Berichteblog)

Schareck Ostflanke

Das Schareck ist mein heutiges Schitourenziel. Nach dem Hocharn ist es mit 3123m der zweithöchste Gipfel der Goldberggruppe und um wenige Meter höher als der Sonnblick.
Durch die Lifterschließung des Schigebietes auf der Südseite ist die Schibesteigung des Scharecks nur mehr von O oder durch eine der Nordrinnen von bergsteigerischer Bedeutung.

Mein Anstieg führt von Sportgastein ins Schlapperebenkar und über die SO-Flanke auf die Baumbachspitze und einen kurzen Grat auf den Schareckgipfel.
Als Abfahrt wähle ich aufgrund der guten Schneebedingungen die extrem steile Ostflanke des Scharecks.

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Schitour auf den Hocharn über Krumltal/-kees

Der Hocharn (3254m) ist mit seiner 1700Hm langen und mäßig steilen Ostflanke  eines der begehrtesten und im Frühjahr an sonnigen Tagen  entsprechend frequentiertes Schitourenziel der Ostalpen.  Um den heutigen Massenansturm in Kolm Saigurn zu entgehen, besteige ich den Gipfel durch das lange Krumltal.
Ein landschaftlich grandioser, einsamer Anstieg, bei dem ich nur einen einzigen Tourengeher begegne. Mit insgesamt 2200Hm kein Vormittagsspaziergang  😉  
Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor dem Gasthaus Lechnerhäusl, wo das Krumltal beginnt.  In einem weiten Bogen um den Ritterkopf führt der Anstieg über die Wasserfallalm auf das Krumlkees und in zunehmender Steilheit zum  Grieswies-Schwarzkogel. Über einen verwechteten Grat erreiche ich den Gipfel des Hocharn.
Die Abfahrt im Bereich der Anstiegsroute  wartet im oberen Teil mit leicht windbehandeltem aber bestens zu fahrenden Pulverschnee auf; unterhalb von 2000m Firn, Harsch und Sulzschnee.

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Schitour auf den Hohen (Rauriser) Sonnblick

Fast am Tag genau vor 2 Jahren bestieg ich den Hohen Sonnblick von Heiligenblut aus (siehe: link).
Heute erfolgen Anstieg und Abfahrt aus dem Rauriser Tal. Zufahrt mit dem Auto ist bis zum Parkplatz Lenzanger möglich, eine knappe 1/2 Stund vor dem Talschluss Kolm Saigurn, wo der eigentliche Anstieg beginnt.
Ich starte um 06:00, um rechtzeitig zu einem für 11:00 vereinbarten Termin im Observatorium  bei den Witterwarten und der Leiterin des ZAMG-Observatoriums am Gipfel zu sein.
Der Leiterin des Sonnblick-Observatoriums, Dr. Elke Ludewig, möchte ich recht herzlich danken für die informative Führung durch die „Messlandschaft“ und die interessanten Erklärungen zu den Forschungsschwerpunkten.

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Wochenprognose: vorübergehend spürbar kälter

Die insgesamt wechelhafte aber von der Druckverteilung antizyklonal geprägte Witterung der vergangenen Woche (Bilder am Beitragsende) setzt sich auch in der bevorstehenden Woche fort.

Einem frühlingshaften und noch weitgehend sonnigen So erreicht in der Nacht auf Mo eine Kaltfront aus NW die Ostalpen. Ihr folgen  unbeständigere und mit einem Schwall subpolare Luftmassen vor allem deutlich kühleren Tage.

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Wetteränderung im Mittelfristzeitraum in Sicht

Unbeständig, windig, kühl und NS-anfällig bleibt es bis Fr, deutlich milder und zunehmend sonnig wird es zum kommenden Wochenende ehe zu Wochenbeginn das nächste atlantische Störungssystem den derzeitigen Wettercharakter vorübergehend wieder herstellt. 

Das Azorenhoch, das sich seit Tagen an seiner angestammten Position am Nordatlantik beharrlich behauptet und damit auch im Gradientenfeld zur nördlichen Frontalzone, die von Neufundland über Island zur Nordsee verläuft, maßgeblich zur anhaltenden Westwetterlage (GWL Wz) beiträgt, tendiert dazu, sich ab Mitte nächster Woche mit einem Keil bis ME auszudehnen. Die hier noch lagernden kälteren Luftmassen werden dadurch langsam nach O abgedrängt.
Details zu dieser Entwicklung und deren möglichen Nachhaltigkeit  folgen.

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Wochenprognose: Abkühlung mit Schneezuwachs in höheren Lagen

Der Winter gibt sich noch nicht geschlagen. In tiefen Lagen und im Flachland bleibt es bei nasskaltem Wetter, in höheren Lagen (vor allem Nord- und Zentralalpen) erwarte ich bis zum kommenden Wochenende bis zu 1m Neuschnee.

Nach den frühlingshaften Temperaturen der letzten letzten Tage bzw. 2 Wochen nimmt der (Spät-)winter nochmals Anlauf und erreicht mit mehreren Staffeln subpolarer und feuchter Meereskaltluft aus NW in der kommenden Woche den Alpenraum. Die Ursache für diese Entwicklung liegt im Zusammenspiel zwischen Azorenhoch und nördlicher Frontalzone. Laufend entwickeln sich durch Kaltluftzufuhr auf den NW-lichen Atlantik südlich von Grönland kräftige Tiefdruckgebiete, die Richtung Island ziehen und an der NO-Flanke eines pulsierenden – d.h. sich wiederholt nach N gegen Island aufwölbenden – kräftigen Azorenhochs zur Nordsee gelenkt werden. In weiterer Folge erreichen Kaltfronten/Tröge im Wechsel mit kurzen Wetterberuhigungen den Alpenraum mit NS. Dabei wird auch über Oberitalien die Tiefdrucktätigkeit angeregt. Ein spätwinterlicher Wettercharakter mit nasskalten Verhältnissen in den Niederungen und erheblichem Neuschneezuwachs im Bergland (zumindest oberhalb 1000m) ist bei dieser Wetterlage zu erwarten. 

Am Beitragsende ein paar frühlingshafte Wetterbilder der letzten wechselhaften Tage aus dem Oberen Triestingtal.

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