Archiv der Kategorie: Wetterrückblick / Fallstudien (Wetterblog)

Winterrückblick und Verifikation meiner Winterprognose 2017/2018

Nach der vorläufige Bilanz der ZAMG lag die Temperatur im meteorologischer Winter 2017/18 österreichweit um 0,8 °C über dem vieljährigen Mittel.
Mit einem Niederschlagsüberschuss von 25 Prozent über dem Durchschnitt verlief der Winter deutlich zu feucht, wodurch im Gebirge die großen Schneemengen begründet sind.
Die Sonne kam mit 15 Prozent weniger Sonnenstunden als im Mittel deutlich zu kurz.

Mild, feucht und trüb…………ein von Westwindwetter und atlantischen Fronten geprägter Winter. Erst in der letzten Februardekade bewirkte ein Major Warming in der Stratosphäre einen Zusammenbruch der Zirkulation und eine hochwinterliche Dauerfrostphase mit einer anhaltenden Schneedecke in den Niederungen und bis ins Flachland.

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Rückblick auf das Wetterjahr 2017

Das Jahr 2017 war – bezogen auf Österreich – überdurchschnittlich warm (0,9 °C über dem vieljährigen Mittel 1980-2010) und überdurchschnittlich sonnig. Symptomatisch für diese Abweichungen bei der Gesamtbetrachtung war der gestrige letzte Tag des Jahres 2017. Ungewöhnlich hohe +13,6° C und ungetrübter Sonnenschein luden zu einem Sonnenbad (Beitragsbild).

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Erwärmung der Arktis in Zeiten des Klimawandels und polare Verstärkung

Die Folgen der globalen Erwärmung, die in der Arktis durch positive Rückkopplungsprozesse (d.h. durch die Erwärmung ausgelöste Veränderungen wirken sich wiederum auf das Maß der Erwärmung aus) verstärkt wird, sind weitreichend:

-deutlich stärker ansteigende Lufttemperaturen als im weltweiten Durchschnitt,
-dramatischer Rückgang des polaren Meereises,
-zurückweichende Gletscher (Grönland),
-auftauender Permafrostboden,
-Abschwächung der atlantischen thermohalinen Zirkulation,
-Anstieg des weltweiten Meeresspiegels,
-ökologische Folgen für Mensch, Tier und Pflanzenwelt,
-politisches Konfliktpotential durch die Umweltveränderungen und neu erschließbarer Ressourcen
-Wetter in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre

Der nachfolgende Beitrag behandelt Ursachen dieses Phänomens und die Auswirkungen auf „unser“ Wetter und ist Inhalt einer Präsentation eines TSN-Workshops der ZAMG.

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Sommerrückblick 2017: Ein Hoch auf die Siebenschläferregel

               Der Sommer 2017 war groß.

Er begann mit dem zweitwärmsten Juni der Messgeschichte, die folgenden Hochsommermonate Juli/August waren geprägt vom Zirkulationsmuster, das sich im Siebenschläferzeitraum (erste Julidekade nach der gregorianischen Kalenderreform)  etablierte. Etwa im 10-Tagestakt wiederholte sich während der Hochsommermonate Juli/August mehrmals dieselbe Abfolge von Wetterlagen: 

längere SW-Lagen mit subtropischen Luftmassen und Hitzewellen wechselten mit kürzeren kühlen Einschüben.

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Verifikation meiner Winterprognose 2016/2017

In meiner endgültiger Winterprognose 2016/2017 habe ich nach Analyse der aus meiner Sicht wichtigsten Einflussfaktoren zusammenfassend folgende Einschätzung getroffen:

Der Winter wird  weder durchgehend kalt noch durchgehend mild.
Ich rechne mit einem anhaltenden Kampf der unterschiedlichen Luftmassen: milde maritime Luft kontra kalter Kontinentalluft. 

Das bisherige meridionale Muster  der NH-Zikulation und der instabile PW werden – abgesehen von kurzen Unterbrechungen – erhalten bleiben und die GWL´s des  Winterwetters in ME bestimmen.

Temperatureinschätzung Dezember-Feber:  Abweichung von +0,5 K (Westen) bis -0,5 K (Osten) bezogen auf das langjährigen Mittel 1981-2010
Niederschläge Dezember-Feber: 20%-30% unter dem langjährigem Mittel

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Rückblick auf das Wetterjahr 2016

Höchst-, Tiefsttemperatur und Niederschlagsmenge an meiner Messstation in Thenneberg:

Höchsttemperatur: +33,3° C am 11.07.2016
Tiefsttemperatur: -20,6° C am 22.01.2016
Jahresniederschlag: 1058mm

Laut Jahresbilanz der ZAMG ist das Jahr 2016 österreichweit das viertwärmste in der 250-jährigen Messgeschichte. Es liegt um 1 K über dem vieljährigen Mittel (Bezugszeitraum 1981-2010):

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Föhn und seine Wettererscheinungen im oberen Triestingtal

Als (Süd-)Föhn bezeichnet man einen warmen trockenen Fallwind an Leeseiten von Gebirgen, während es an den windzugewandten Seiten der Gebirge zu Wolkenstau und Niederschlägen kommt. In typischen Föhntälern der Alpennordseite kann er durch topographisch bedingte Düsenwirkung sehr hohe Windstärken erreichen und mit ungewöhnlich hohen Temperaturen bis in die Täler vordringen.
An weniger hohen Geländestufen ist der leeseitige Föhneffekt schwächer ausgeprägt, sodass der Fallwind Kaltluftseen mit Nebel und Hochnebel nicht immer ausräumen kann.

Sichtbare Zeichen einer Föhnwetterlage am Himmel sind auch Föhnmauer, Föhnfenster und charakteristische Föhnwolken.

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