Wechten…….Kunstwerke aus Schnee vom Baumeister Wind

Die letzten ergiebigen Schneefälle waren begleitet von stürmischem Wind. Die Folge sind enorme Schneeverfrachtungen auf die windabgeneigte Seite von Geländekanten.

An Kämmen türmen sich die Schneeablagerungen zu meterhohen Wechten  auf, an Graten mit Steilabfall auf der Leeseite bilden die entstandenen Wechten oft einen ausladenden Überhang. Bei Schitouren sind solche überwechteten Grate mit entsprechender Vorsicht zu begehen.

Während große Wechten normalerweise im Mittel- und Hochgebirge vorkommen, trifft man sie derzeit auch verbreitet auf den eher niedrigen Bergen Niederösterreichs an.

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Nebel in den Niederungen, Sonne auf den Bergen

Eine feuchte kühle Grundschicht gedeckelt von einer milden trockenen Luftmasse sind die Zutaten für eine beständige Inversionslage.
An der Inversiongrenze, dem Übergangsbereichs vom Nebel in die trockene, wärmere und  klare Luft, kann man mit etwas Glück faszinierende Lichtphänomene beobachten.

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Sonne, Nebel und ein Hauch von Frühling

Nach Sturm und Schnee mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und ordentlichen Neuschneemegen im Wienerwald und  den Nordstaulagen tritt rasche Wetterberuhigung ein.

Bei gradientenschwache Verhältnissen mit Hochdruckdominanz herrscht im Alpenbereich und auf den Bergen mildes und sonniges Wetter. Mit dem Anstieg der  Nullgradgrenze auf 2000m gibt es sonnseitig verbreitet Tauwetter. In den Niederungen dominiert eine feuchte nebelige Grundschicht, die der Sonne bei tagsüber ebenfalls leichten Plusgraden nur zaghaft Platz macht.

Ab dem Wochenende streifen schwache atlantische Störungen, ehe sich im Laufe der kommenden Woche das Azorenhoch mit einem Keil bis zu den Alpen schiebt und und den Winter weiterhin auf Distanz hält. Gestützt wird diese Entwicklung durch die prognostizierte Entwicklung der nordatlantischen Oszillation (Beitragsbild), die ab Mitte des Monats deutlich ins Plus tendiert, was auf eine Zunahme der Dynamik auf dem Atlantik mit vorübergehender Westdrift für Europa schließen läßt.

Die Tage des heurigen Winters sind aber damit keineswegs gezählt   😉

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Schneefront gefolgt von Schönwetterperiode

Hinter der  Kaltfront, die heute So die Ostalpen ereicht hat, quert ein Trog mit Höhenkaltluft, begleitet von Graupelschauern und im Osten einzelnen Wintergewittern.  Im Nordstau anhaltender Schneefall.

Morgen Mo  kommt es mit einer Warmfront zu kräftigen Aufgleitniederschläge von Tiroler Alpennordrand bis zum Wienerwald..  Zunächst verbreitet als Schnee. Im Laufe des Tages wird die Kaltluft langsam erodiert; der Schnee wird in tiefen Lagen in Regen übergehen. Wetterbegünstigt und trocken bleibt die  Alpensüdseite.

Am Di  Niederschlgsende an der Alpennordseite. Im Süden und äußersten Westen durch eine kräftige Antizyklone über GB bereits Hochdruckeinfluss , der  ab Mi  für einige Tage den gesamten Ostalpen sonniges und mildes Bergwetter bringt. Bei gradientenschwachen Verhältnissen kommt es zu keiner Durchmischung der Luftmasse. Damit wird der Schnee nach frostigen Nächten in der kälteren  bodennahe Luftschicht konserviert.  Inversionsbedingt kommt es über den Niederungen teilweise zu Hochnebelbildung.

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„Gratinierte“ Schneeverhältnisse am Göller

Ein  Zwischenhoch mit trockener Kaltluft bescherte mir heute bei einer südseitigen Schitour einen prächtigen Wintertag.
Beste Pulverschneeverhältnisse fand ich im Waldbereich vor, oberhalb der Waldgrenze sind sie allerdings derzeit etwas heikel. Nordseitig herrscht aufgrund frischer Einwehungen auf glatter Altschneedecke ohne Bindung hohe Schneebrettgefahr. Südseitig waren die Verhältnisse sicher. Deshalb entschied ich mich für zwei südseitige Abfahrten, auch wenn  oberflächlich teilweise ein schwer zu fahrender Harschdeckel anzutreffen war. 

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Kleine Ursache…………große Wirkung

Aufgrund der mittlerweile verfügbaren Computerleistungen erlangten  Wettermodelle nicht nur für den zu prognostizierenden Kurzfristzeitraum von bis zu 3 Tagen, sondern auch im Mttelfristzeitraum von 6-9 Tagen eine enorm hohe Treffsicherheit.

Trotzdem kommt es immer wieder zu Fehlprognosen.  Zwei eklatant falsche Einschätzungen von extremen Niederschlagsereignissen liegen nur wenige Tage zurück.

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Der Neuschnee bleibt im Süden

Das befürchtete Schneechaos bis ins Flachland des Ostens und dem Wiener Raum ist abgesagt!

Nach den letzten Modellrechnungen wid das Mittelmeertief von einem Keil des Hochs über GB, der sich weiter südlich als noch vor Kurzem simuliert  über das nördlichen ME nach Osten ausdehnt, im Zaum gehalten. Die Fronten des Mittelmeertiefs bringen nur dem äußersten Süden (Karawanken) und SO (Koralpe) größere Neuschneemengen.

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von Franz Zeiler