Baumbruch durch extreme Eis- und Raueisbildung am Hocheck

Nach wie vor lastet dichter Nebel auf den  Wäldern des Hocheck bei einer Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt. Dazu kam heute vormittag noch kräftiges Nieseln, das für die Bildung glasklarer Eisskulpturen an der Vegetation sorgte.
Im Gipfelbereich ähnlich wie gestern extrem dicker Raueisbelag  und darauf das frische Eis mit schwerwiegenden Folgen im Wald: eine Unzahl gebrochener Äste und umgestürzte Bäume.

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Raueischasing am Hocheck

Faszinierend und gefährlich zugleich…………so präsentierte sich heute das Hocheck zwischen 700m und 1000m.

Bereits in den letzten Tagen konnte sich in der feuchten Nebelschicht bei leicht negativer Temperatur ein ansehnlicher Raueisbelag in den Wäldern bilden.

Dass das Gewicht der wachsenden Schnee-/Eisgebilde den Bäumen irgendwann zuviel wird, ist naheliegend.

Heute dürfte dieser Punkt erreicht worden sein, begünstigt durch einen Anstieg der Temperatur.

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Der Teppich für General Winter wird langsam ausgerollt

Derzeit ist haben wir in Österreich einen dreigeteilten Wettercharakter:
Wolkenstau an der Alpensüdseite,
Nebel bis über 1000m begleitet von  kühlem SO-Wind im Osten. Dies sogt bei negativen Temperaturen oberhalb von 800m  durch starke Raureifbildung für in winterliches Erscheinungsbild (siehe Beitragsbild von heute am Hocheck, 1000m),
– außerordentlich mild und oft sonnig auf den Bergen des Hauptkammes, in den Nordalpen und den Föhntälern der Alpennordseite.
An dieser Verteilung wird sich bis zum Wochenende nichts Wesentliches ändern.

Die Prognosemodelle zeigen jedoch, dass pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn eine Weichenstellung zu einer GWL mit Abkehr von der Erhaltungsneigung,  die uns die immer wiederkehrenden milden SW-Lagen über ME brachte,  erfolgt.
Noch sehe ich  zwar im seriösen Vorhersagezeitraum keinen winterlichen Wetterabschnitt mit verbreiteter Schneedecke bis in die Niederungen aber ein nachhaltiger Temperaturrückgang in der Höhe von mehr als 10K  ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Anfang der Woche  bringt ein Mittelmeertief von SO stärkere Niederschläge,  nennenswerte Schneedeckenbildung (10cm-20cm) ist aber wahrscheinlich nur in höheren Lagen der steirischen Randgebirge und im Wechsel-/Schneeberggebiet sowie den Gutensteiner Alpen zu erwarten (amerikanisches Modell). Falls die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen reicht,  werden die noch warmen Böden und zarte Plusgrade eine stärkere Belagsbildung kaum zulassen.

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EDIT 28.11.2014, 06:00:

Die Modelle simulieren immer wieder die Schneeoptionen bis in den Wiener Raum, wie gestern EZ und aktuell GFS0z.
Meteogramm für Wien, mit Übergehen des Regens in Schnee im Verlauf des Montags:

28.11.2014.erster Schnee.MS_Wien_avn

 

10cm-20cm in höheren Lagen des Ostens sind bei solchen Prognosen durchaus möglich (Quelle Bergfex.at):

28.11.2014.schnee bergfex

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Im Laufe des Di quert  eine maskierte Kaltfront aus NW mit dem erwähnten Temperatursturz in der Höhe und gleichzeitigem Ausräumen der kalten Nebelluft in den Niederungen des Ostens verbunden mit  leichter Milderung.

Danach voraussichtlich antizyklonale WNW-Lage.

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Raueis am Hocheck

Die Zufuhr kälterer Kontinentalluft aus Osten  hat die Inversionsgrenze gehoben. Die Sonne zeigte sich am Alpenostrand deshalb heute nur auf den höheren Gipfeln, wie etwa dem Schneeberg.

Der Nebel in Kombination mit den negativen Temperaturen brachte den niedrigeren Bergregionen, wie etwa dem Hocheck, die erste nennenswerte Raueislage dieses Herbstes.

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Hocheck: an/oberhalb/unterhalb der Inversionsgrenze

Eine markante Inversionslage prägte den Wettercharakter der letzten Tage. Der Gipfelbereich des Hocheck mit seinen 1037m  lag dabei auf der Sonnenseite. Die Inversionsgrenze befand sich nämlich immer deutlich unter 1000m, darüber sehr trockene ungewöhnlich warme Luftmasse mit Temperaturen über 10° und Sonne pur,  darunter feuchtkühle Nebelluft.  Unmittelbar unterhalb der Inversionsgrenze lagen die Temperaturen  knapp unter dem Gefrierpunkt und sorgten  für zarte  Raureif-/Eisbildungen.

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Unspektakuläres Inversionswetter mit kleinen Schönheitsfehlern

Am derzeitigen Wettercharakter wird sich in den nächsten Tagen nichts Wesentliches ändern:

Nebel und kühl in den Niederungen, Sonne und mit zeitweise durchziehenden Wolken auf den Bergen.

Im Detail:  von heute Mo auf morgen Di überquert uns eine schwache Störung. Dahinter sickern aus NO auch in der Höhe kühlere Luftmassen ein und es kommt zur Ausbildung einer Luftmassengrenze quer über dem Ostalpenraum.  Dabei steigen auch in den tiefen Lagen des Ostens aufgrund der tieferen Taupunkte (trockenere Luft) die Chancen auf Nebelauflösung, Sonne, aber auch Morgenfrost.

In der zweiten  Wochenhälfte mit der Annäherung eines atlantischen Troges Abschwächung des Hochdruckeinflusses und Störungseinfluss aus SW.

Die zuletzt simulierten südstaubedingten starken Niederschläge an der Alpensüdseite sind in den aktuellen Modellsimulationen nicht mehr vorhanden, da der Abtropfvorgang weit im Westen über die Iberische Halbinsel erfolgt    🙂

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Ein optischer Vorgeschmack auf die kommenden Tage ;-)

Die nebelige feuchte Grundschicht ist  mittlerweile auf Temperaturen, die der Jahreszeit entsprechen, abgekühlt. Heute war sie  von der Warmluft in höheren Schichten gut „gedeckelt“. Bei windschwachen Verhältnissen kommt es zu keiner Durchmischung . Daran wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern:

Nebel und kühl in den Niederungen, recht sonnig und mild auf den Bergen.

An der Inversionsgrenze kann es zu  Raureifbildung kommen.

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Sonnig warm oder nebelig trüb und nasskalt.

Die bodennahe Abkühlung auf normales herbstliches Temperaturniveau ist eingetreten, die eingeflossenen Luftamasse ist allerdings feuchter und milder, als von den Modellen zur Wochenmitte noch simuliert. Die Folge sind häufig beständige Nebelfelder oder dichte Stratusbewölkung in den Niederungen des Ostens und im Alpenvorland und kein Frost.

Darüber und auf den Bergen ist es zeitweise recht sonnig und vor allem nach Westen zu sehr mild.

21.11.2014.zamg.BK_BodAna_Sat_1411210000Im Randbereich des Kontinentalhochs bleibt uns diese
gradientenschwache,
höhenmilde und
weitgehend niederschlagsfreie  Wetterlage
voraussichtlich auch in der kommenden Woche erhalten
.

Atlantische Störungen werden nach dem bekannten Muster blockiert,
amplifizieren vor der Westküste Europas.
Die Trogspitze tropft nach Süden zur iberischen Halbinsel oder ins westl. Mittelmeer ab,
während der Rest  mit der Frontalzone in Richtung Nodskandinavien gelenkt wird.

 

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Die letzte Novemberdekade wird trockener und kälter

Nach dem heutigen Frontdurchgang mit verbreitetem Regen bleibt es morgen Mi bei NW-lichem Wind vor allem an der Alpennordseite noch länger trüb mit leichtem Niederschlag (Schnee oberhalb ca. 1000m).
Nach Mitte der Woche stellt sich eine gradientenschwache Witterung mit zurückgehenden Temperaturen in der bodennahen Grundschicht ein.  Im Randbereich des kräftigen Hochdruckgebietes, das von Rußland bis Skandinavien reicht, sickern aus Osten in den unteren Schichten kontinentale, zunehmend kältere und trockenere Luftmassen ein. Damit verbunden ist ab der zweiten Wochenhälfte in Aufklarungsgebieten  Morgenfrost zu erwarten.
In mittleren und höheren Lagen bleibt es aber vor allem nach Westen zu weiterhin überdurchschnittlich mild.
In den Niederungen des Ostens  dagegen können die Tageshöchsttemperaturen zum Teil auf niedrige einstellige Werte zurückgehen.
Schnee ist bis über das Wochenende hinaus nicht in Sicht. In der kälteren Luftmasse im Osten könnte in höheren Lagen bei Nebelbildung  Raureif kurzzeitig für ein winterliches Bild sorgen.

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von Franz Zeiler