Archiv der Kategorie: Langfristprognosen / Klima (Wetterblog)

Update Weihnachtstrend: Erhaltungsneigung mit Atlantikblock und Trog ME gerät ins Wanken

Wie an den ersten beiden Adventwochenenden, wird auch am dritten ein Kaltlufttrog über ME (TrM) wetterbestimmend. Dass sich dieser Rhythmus auch am vierten Adventwochenende mit dem Heiligen Abend fortsetzt, halte ich für recht unwahrscheinlich. Vielmehr deuten die Entwicklungen über dem großen Teich und am Nordatlantik selbst auf eine nachhaltige GWL-Umstellung hin, die auch für den weiteren Verlauf des Winters im Alpenraum von erheblicher Bedeutung sein wird.

Update Weihnachtstrend: Erhaltungsneigung mit Atlantikblock und Trog ME gerät ins Wanken weiterlesen

Wochenprognose mit Weihnachtstrend

Nach wie vor ist die NH (nördliche Hemisphäre) geprägt von einem geschwächten PW (Polarwirbel) und negativem AOI (arktische Oszillation) und neutralem NAOI (nordatlantische Oszillation).
Das daraus resultierende Zirkulationsmuster der NH weist bei diesen Rahmenbedingungen einen meridionalen Charakter auf; und dies bereits seit der letzten Novemberdekade. Dabei kam/kommt es zu einer regelmäßigen Aufwölbung des Azorenhochs am Nordatlantik und im Gegenzug dazu zu einer  Austrogung von Skandinavien über ME bis ins Mittelmeer. Dieses Rücken-Trog Muster mit frühwinterlichen Temperaturen hatte das erste Adventwochenende im Alpenraum fest im Griff, setzt sich auch zum heute beginnenden zweiten Adventwochenende durch und wenn die Modellrechnungen recht behalten wird auch zum dritten Adventwochenende TrM (Trog Mitteleuropa) die bestimmende GWL mit frühwinterlicher Witterung sein. 

Wir haben es somit mit einer seit mehreren Wochen andauernden Erhaltungsneigung zu tun. Ob sich diese bis zum vierten Advent (=Heiliger Abend) fortsetzt, lässt sich natürlich heute noch nicht vorhersagen. Ich versuche aber in der nachfolgenden synoptischen Analyse einen Trend für die weitere Entwicklung bis Weihnachten herauszuarbeiten.

Wochenprognose mit Weihnachtstrend weiterlesen

Ex-Hurrikan „Gert“ bringt Schwung in die nördliche Frontalzone

Starke tropische Wirbelstürme im Nordatlantik, die Orkanstärke erreichen, bezeichnet man als Hurrikan.
Sie entstehen als tropisches Tief in der Nähe der Kapverdischen (Markierung 1) Inseln vor der afrikanischen Westküste und verstärken sich über den Nordatlantik auf ihrem Weg in Richtung Karibik und erreichen häufig bereits vor Erreichen der Karibischen Inseln Hurrikanenstärke. Über dem warmen Meer der Karibik (>27° C) können sie sich weiter intensivieren und – wenn sie auf Land oder Inseln treffen – verheerende Schäden anrichten.
Ihre weiter Zugbahn von der Karibik (Markierung 2) ist weit aufgefächert und reicht von Mexiko, USA, amerikanische Ostküste, Bermudas bis ins offene Meer des Nordatlantiks (Beitragsbild, Quelle NOAA mit von mir eingezeichneten Zugbahnenspektrum). Werden sie in die nördliche Frontalzone eingebunden, können sie als  Sturmtief den europäischen Kontinent erreichen.
Ihre Hauptsaison ist August und September, Hurrikane können aber von Mai bis Anfang Dezember entstehen.
Bevor ich auf den aktuellen Hurrikan „Gert“ in meiner synoptischen Analyse eingehe, ein kurzes Prognoseupdate mit dem Wettersturz am Wochenende und dem rasch wiederkehrenden Sommer:

Ex-Hurrikan „Gert“ bringt Schwung in die nördliche Frontalzone weiterlesen

Verschiebung der subtropischen Hochdruckzone bringt die Hitze zurück

Was ich in meiner gestrigen Analyse bereits angedeutet habe, nimmt in den Modellsimulationen immer größerer Eintrittswahrscheinlichkeit an: nach der Hitze ist vor der Hitze  :(

Beide großen Wettermodell, das europäische EZ und das amerikanische GFS, zeigen im Verlauf der kommenden Woche einen außergewöhnlichen Vorstoß der subtropischen Hochdruckzone, zu der auch das für unser Wetter sehr wichtige Azorenhoch gehört, vom Nordatlantik bis Skandinavien. Sollte es so kommen, was nach derzeitigen Modellrechnungen recht wahrscheinlich erscheint, wird es nicht nur im Mittelmeerraum brütend heiß, auch der Alpenraum wird von der afrikanischen Hitze heimgesucht.

Verschiebung der subtropischen Hochdruckzone bringt die Hitze zurück weiterlesen

Wochenprognose: Tadelloses Sommerwetter mit kleinem Schönheitsfehler

Das Futter für das Vieh ist überall eingebracht (Beitragsbild), jetzt wäre Regen notwendig, um das Ausdörren der  Wiesen zu verhindern.
Flächendeckende Niederschläge sind derzeit allerdings nicht in Sicht.
An der Rückseite des  abgezogenen Höhentroges wird heute So mit nördlichem Wind noch recht frische Luft zu den Ostalpen gesteuert. Aus W dehnt sich ein Hochdruckgebiet aus und sorgt im W und S von Tagesbeginn an für sonniges Wetter.  Da die Luftmasse stabil geschichtet ist und zunehmend trockener wird, werden auch in den Nordstaulagen und im O die Restwolken bald der Sonne Platz machen. Auch der lebhafte nördliche Wind am Alpenostrand wird im Tagesverlauf schwächer.

Mo/Di dominiert Hochdruckeinfluss mit z.T. hochsommerlichen Tageshöchstwerten (>30° C). Mit einzelnen Wärmegewittern im Bergland ist am Di ab den späten Nachmittag zu rechnen.

Am Mi wird die Luftmasse durch eine „Delle“ (schwacher Höhentrog) im Hochdruckgebiet labilisiert. Es wird recht schwül, neben sonnigen Abschnitten muss daher überall mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Ab Do kehrt das Sommerhoch mit reichlich Hitze und einzelnen Gewittern zurück und verteidigt bis zum Wochenende seine  Position über ME.

Wochenprognose: Tadelloses Sommerwetter mit kleinem Schönheitsfehler weiterlesen

Dritte Maidekade wird relativ mild mit sommerlichem Abgang

Bevor ich mit meiner ausführlichen Wochenprognose mit synoptischer Analyse der GWL und Trendeinschätzung bis Pfingsten beginne, werfe ich noch einen Blick zurück auf die Gewitterfront vom Fr mit ihrer von Sturm begleiteten Druckwelle entlang der Alpennordseite in der Nacht zum Sa.

Dritte Maidekade wird relativ mild mit sommerlichem Abgang weiterlesen

Trendeinschätzung: Eisheilige bringen heuer wärmeres Wetter

Die Erhaltungsneigung der Duruckstuktur  mit Pattsituation über großen Teilen Europas wird weiterhin für ein durchwachsenes relativ kühles  erstes Maidrittel sorgen.
Zu den Eisheiligen, also am Beginn des zweiten Maidrittels, deutet sich ein milderer, aber weiterhin wechselhafter Wetterabschnitt an.
Dies ist zwar nur eine Trendeinschätzung, wird aber von den Modellen übergreifend  ähnlich simuliert.

Nachfolgend ein grober synoptischer Überblick über die bevorstehende Entwicklung anhand des aktuellen amerikanischen GFS-Laufes:

Trendeinschätzung: Eisheilige bringen heuer wärmeres Wetter weiterlesen

Hohe Persistenz der herrschenden GWL

Abgesehen von einer kurzen Milderung Anfang kommender Woche, geht der April viel zu kalt und unbeständig zu Ende.
Der Grund für die zu kalte Großwetterlage ist  ein sich immer wieder regenerierendes Hochdrucksystem über dem östlichen Nordatlantik und GB und als Gegenspieler ein Tiefdruckkomplex von Skandinavien bis zur Barentssee. Ein Abbau dieses Druckmusters und damit die Chance auf nachhaltige Milderung mit frühlingshaften Temperaturen kündigt sich erst für Anfang Mai an. 

Hohe Persistenz der herrschenden GWL weiterlesen