Archiv der Kategorie: Langfristprognosen / Klima (Wetterblog)

Extreme Warmluftadvektion ins europäische Polarmeer stützt „Betonhoch“ über Skandinavien

Das Mitterlmeertief brachte gestern die vorhergesagten Niederschläge. Auch die SFG hielt sich weitgehend an die Prognosen: im oberen Triestingtal fiel der Niederschlag als Regen bzw. Nassschnee ohne nennenswerte Belagsbildung, einige cm Pappschnee gibt es oberhalb 600m, ca. 10cm auf 1000m am Hocheck(Beitragsbild).

Der bevorstehende Wetterabschnitt wird unspektakulär,  aus meteorologischer Sicht langweilig  😉
Ein Skandinavienhoch, dass durch extreme WLA (Warmluftadvektion) in die Arktis an der Vorderseite atlantischer Tröge laufend regeneriert wird, übernimmt das Kommando. ME gelangt im Randbereich dieses Hochs bodenah in eine kühle Ostströmung, auf den Bergen wird es  spätestens ab dem Wochenende durch die Ausweitung des Skandinavienhochs nach S und W relativ mild und sonnig. Eine trockene Inversionslage mit W-O Temperaturgefälle bis über die Mitte des Monats Februar hinaus kündigt sich an.

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GWL-Umstellung und Rückzug des Winters

Das winterlich kalte Hochdruckwetter dauert noch bis zum Wochenende. Danach gewinnt der Atlantik zunehmend Einfluss auf das Wettergeschehen im Alpenraum.

Vor allem in der Höhe wird es mit Drehung der Grundströmung auf SW deutlich milder. In der bodennahen Grundschicht hält sich eine SO-Strömung, sodass die Kaltluft zwar abgeschwächt aber nicht ausgeräumt wir. In den Niederungen dürfte sich daher ab kommender Woche Wechselfrost einstellen, d.h.  Nacht-/Morgenfrost und leicht positive Tageshöchsttemperaturen. 

Niederschläge bleiben weiterhin Mangelware.

Der weitere Trend im Februar ist meines Erachtens noch völlig offen. Warum ich das glaube, versuche ich nachfolgend zu erklären.

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Verkehrte Welt: Weihnachtsprognose und Folgetrend

Zusammenfassend bestätigt sich meine in den letzten Prognosen/Analysen geäußerte „Befürchtung“, dass die derzeit herrschende schneelose und hochdruckdominierte GWL mit kleinen Abstrichen weiterhin Bestand hat.

D.h.:
-die Wettersingularität Weihnachtstauwetter fällt heuer aus (was soll schon wegtauen 😉 ),
-nennenswerte Niederschläge und damit größere Schneemengen sind aber nicht in Sicht,
-die kontinentale Hochdruckfestung blockiert weiterhin alle schneebringenden Fronten,
-damit bleibt die Inversionswetterlage im wesentlichen bestehen,
-in den Niederungen bleibt es mäßig kalt mit Morgenfrost und Tageshöchsttemperaturen um den Gefrierpunkt, milder und häufig sonnig auf den Bergen oberhalb der Inversion,
-W-O Temperaturgefälle (oberhalb der Grundschicht milder im W, kühler im O),
-eine GWL-Umstellung (siehe letzter Beitrag) mit einem Vordringen und Südverlagerung der atlantischen Frontalzone steht in den Sternen und erwarte ich frühestens erst nach den Feiertagen,
-vielleicht klappt es dann mit Schnee zum Jahreswechsel (die Hoffnung stirbt zuletzt  😉  )

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Ein „Spurwechsel“ beim Wetter rückt in den Bereich der Möglichkeitkeit

Detailprognosen für den Kurzfristzeitraum sind derzeit recht langweilig. Das in meinen letzten Analysen hinreichend behandelte wetterbestimmende und unverrückbare  „Betonhoch“ über ME wird zumindest bis zum Wochenende für die typischen Wettererscheinungen sorgen: kein Niederschlag, Nachtfrost, Nebel unten, Sonne oben…..wie auf dem nachfolgenden Hocheckbild von dieser Woche mit Blick auf Altenmarkt und dem östlichen Wienerwald:

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Die Suche nach der Stecknadel (=Schnee) im Heuhaufen (=Nördliche Hemisphäre)

Bis Weihnachten (24.12.2016) schaut die Lage, abgesehen von den schwachen Fronten, die heute und Mitte der Woche den Nordstaulagen wenige cm Neuschnee bringen, recht aussichtslos aus.
Worin liegt die Ursache für diese persistente Wetterlage?
Was ist erforderlich für eine GWL-Umstellung mit Chance nennenswerte Schneemengen?

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Endgültige Winterprognose 2016/2017: Kampf konkurrierender Luftmassen

Der bisherige Verlauf des Winterhalbjahres gestaltete sich sehr unterschiedlich zu den letzten Jahren, denen ein mehr (2013/2014, 2015/2016) oder weniger (2014/2015) milder Winter folgte.
Ich möchte daraus ohne Analyse keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ich beginne meine endgültige Winterprognose 2016/2017 aufgrund der außergewöhnlichen Entwicklung über der NH mit einem kurzen Rückblick auf die letzten Wochen.
Nach den aktualisierten Prognoserechnungen der verfügbaren Profimodelle werde ich auf die letzen Erkenntnisse, die sich aus den Einflussfaktoren meiner ersten Winterprognose 2016/2017 ergeben, eingehen..
Bevor ich zu meinem endgültigen Resümee komme, erfolgt die Analyse des PW in Troposphäre, der darüberliegenden Stratosphäre und des Zirkulationsmusters der NH gefolgt von der Analyse der MF-Entwicklung.

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Winterprognose 2016/2017 – Die Kaltluft ist angerichtet!

Sibirien klirrt bereits vor Kälte und die Kaltluftmassen haben sich bereits bis Russland und Skandinavien ausgebreitet. Jetzt muss sich nur noch eine Wetterlage mit einem Zirkulationsmuster, die diese Kaltluft anzapft und zu den Alpen steuert, einstellen. 

Es ist wie beim Bergsteigen, wenn das Ziel bereits zum Greifen nahe ist. Aus der Ferne sieht alles sehr einfach aus. Mit der Annäherung erkenne ich erst die Tücken des Geländes mit allen Hindernissen. Dann kommt es oft auf das Wegeglück an, ob ich auf den Gipfel gelange, zur Umkehr gezwungen werde und einen neuen Anlauf von ganz vorne nehmen muss. Beim Wetter ist es die passende Wetterlage, die darüber entscheidet, ob die Kaltluft – die notwendige Zutat für Winterwetter – das betrachtete Ziel (die Alpen) erreicht.

Aus heutiger Sicht kann niemand verlässlich vorhersagen, ob wir in den Einfluss der Kaltluft gelangen.
Aus dem aktuellen Zustand von Einflussfaktoren in Atmosphäre, Ozeane, Landmassen und unseres Lieferanten aller Lebensenergie, der Sonne, und bekannten Gestzmäßigkeiten dieser Parameter werde ich in der nachfolgenden Analyse meine vorläufige Winterprognose erstellen.

Mit meiner ersten gedanklichen Annäherung an den bevorstehenden Winter in 09/2016  habe ich begonnen, die meines Erachtens wichtigsten Einflussfaktoren zu analysieren und soweit zu diesem Zeitpunkt bereits möglich zu bewerten. Nun sind weitere 6 Wochen vergangen und das Winterpuzzle nimmt langsam Kontur an.

Der Beitrag mit meiner erste Wintertrendanalyse gliedert sich wie folgt:

1. Profiklimamodelle
2. Wetterregeln
3. Analyse (klimatologischer) Einflussfaktoren
4. Aktueller atmosphärischer Zusatnd der NH
5. Resümee

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Ausgleichsverhalten mit Hang zu Erhaltungsneigung

Meteorologen sprechen von Ausgleichsverhalten, wenn auf einen zu warmen Wetterabschnitt ein zu kühler folgt. Genau das passiert im Augenblick nach dem vergangenen September, der als einer der wärmsten in die Statistik der Messgeschichte eingeht.
Die  nachfolgenden Karte mit der Temperaturabweichung in 2m zeigen dies eindrucksvoll:

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Der Blick über den Tellerrand (Karibik, Polarwirbel, Sibirien)

Das Höhentief gepaart mit polarer Kaltluft, ausführlich behandelt  in meiner letzten Analyse, wird unser Wettergeschehen  nachaltig und über das kommende Wochenende hinaus prägen. Der Wettercharakter würde besser zum November passen. Die Temperaturen liegen 6 – 8 K unter dem langjährigen Durchschnitt.
Nachfolgendes Meteogramm des aktuellen GFS-Modelllaufes zeigt exemplarisch die Temperaturkurve in ca. 1500m  m,it den Niederschlagssignalen auf der Abszisse für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal  (Quelle: wetterzentrale.de), die rote Kurve markiert das 30-jährige Mittel:

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Erste Annäherung an den Winter 2016/2017

Droht ein neuerlicher „Mildwinter“ ?

Würde ich die Einschätzung des nächsten Winters als Kaffeesudlesen oder als Tippspiel betrachten, müsste ich nach dem bisherigen Verlauf des Jahres auf „zu mild“ setzen.
So einfach will ich es mir aber nicht machen, denn beim genauen hinsehen auf so manche Einflussfaktoren, die zum Teil auch Basis meiner bisherigen Wintertrendanalysen waren, lässt sich durchaus das Potential für einen zumindest durchschnittlichen oder vielleicht auch kalten Winter erkennen.
Bei meinen bisherigen Analysen ist ein noch recht indifferentes Weltbild zum kommenden Winter entstanden, das ich nun etwas strukturiert habe.
Was für einen milden Winter spricht und welche Parameter meines Erachtens die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Winter erhöhen, habe ich im nachfolgenden Beitrag zusammengefasst.

Für eine endgültige Trendaussage – diese folgt Anfang November –  ist es aktuell natürlich noch zu früh, denn dazu ist auch die Kenntniss der im Herbst sich bildenden Kältereservoire und Druckkstrukturen auf der NH notwendig.

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