Archiv der Kategorie: Langfristprognosen / Klima (Wetterblog)

Wochenprognose: Tadelloses Sommerwetter mit kleinem Schönheitsfehler

Das Futter für das Vieh ist überall eingebracht (Beitragsbild), jetzt wäre Regen notwendig, um das Ausdörren der  Wiesen zu verhindern.
Flächendeckende Niederschläge sind derzeit allerdings nicht in Sicht.
An der Rückseite des  abgezogenen Höhentroges wird heute So mit nördlichem Wind noch recht frische Luft zu den Ostalpen gesteuert. Aus W dehnt sich ein Hochdruckgebiet aus und sorgt im W und S von Tagesbeginn an für sonniges Wetter.  Da die Luftmasse stabil geschichtet ist und zunehmend trockener wird, werden auch in den Nordstaulagen und im O die Restwolken bald der Sonne Platz machen. Auch der lebhafte nördliche Wind am Alpenostrand wird im Tagesverlauf schwächer.

Mo/Di dominiert Hochdruckeinfluss mit z.T. hochsommerlichen Tageshöchstwerten (>30° C). Mit einzelnen Wärmegewittern im Bergland ist am Di ab den späten Nachmittag zu rechnen.

Am Mi wird die Luftmasse durch eine „Delle“ (schwacher Höhentrog) im Hochdruckgebiet labilisiert. Es wird recht schwül, neben sonnigen Abschnitten muss daher überall mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Ab Do kehrt das Sommerhoch mit reichlich Hitze und einzelnen Gewittern zurück und verteidigt bis zum Wochenende seine  Position über ME.

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Dritte Maidekade wird relativ mild mit sommerlichem Abgang

Bevor ich mit meiner ausführlichen Wochenprognose mit synoptischer Analyse der GWL und Trendeinschätzung bis Pfingsten beginne, werfe ich noch einen Blick zurück auf die Gewitterfront vom Fr mit ihrer von Sturm begleiteten Druckwelle entlang der Alpennordseite in der Nacht zum Sa.

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Trendeinschätzung: Eisheilige bringen heuer wärmeres Wetter

Die Erhaltungsneigung der Duruckstuktur  mit Pattsituation über großen Teilen Europas wird weiterhin für ein durchwachsenes relativ kühles  erstes Maidrittel sorgen.
Zu den Eisheiligen, also am Beginn des zweiten Maidrittels, deutet sich ein milderer, aber weiterhin wechselhafter Wetterabschnitt an.
Dies ist zwar nur eine Trendeinschätzung, wird aber von den Modellen übergreifend  ähnlich simuliert.

Nachfolgend ein grober synoptischer Überblick über die bevorstehende Entwicklung anhand des aktuellen amerikanischen GFS-Laufes:

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Hohe Persistenz der herrschenden GWL

Abgesehen von einer kurzen Milderung Anfang kommender Woche, geht der April viel zu kalt und unbeständig zu Ende.
Der Grund für die zu kalte Großwetterlage ist  ein sich immer wieder regenerierendes Hochdrucksystem über dem östlichen Nordatlantik und GB und als Gegenspieler ein Tiefdruckkomplex von Skandinavien bis zur Barentssee. Ein Abbau dieses Druckmusters und damit die Chance auf nachhaltige Milderung mit frühlingshaften Temperaturen kündigt sich erst für Anfang Mai an. 

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Der Frühling bleibt auch nach dem Spätwinterintermezzo „kaltgestellt“

Der Temperaturüberschuss der ersten Aprilhälfte wird in der zweiten Hälfte kompensiert (Beitragsbild Klimaspiegel ZAMG für Hohe Warte mit von mir eingezeichnetem prognostiziertem Temperaturrückgang) .

Zum einen wird der bevorstehende arktische Kaltlufteinbruch   Mitte der kommenden Woche für einen Temperatursturz auf späzwinterliches Niveau mit Schnee bis in die Niederungen sorgen (Update zu meiner gestrigen Analyse im nachfolgenden Beitrag),
zum anderen verheißen auch die Modellrechnungen für die dritte Aprildekade mit einem „einbetonierten“ Atlantikhoch keine nachhaltige Veränderung des Zirkulationsmusters und der bei uns aus nördlichen Richtungen eintreffenden Strömung. 

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Extreme Warmluftadvektion ins europäische Polarmeer stützt „Betonhoch“ über Skandinavien

Das Mitterlmeertief brachte gestern die vorhergesagten Niederschläge. Auch die SFG hielt sich weitgehend an die Prognosen: im oberen Triestingtal fiel der Niederschlag als Regen bzw. Nassschnee ohne nennenswerte Belagsbildung, einige cm Pappschnee gibt es oberhalb 600m, ca. 10cm auf 1000m am Hocheck(Beitragsbild).

Der bevorstehende Wetterabschnitt wird unspektakulär,  aus meteorologischer Sicht langweilig  😉
Ein Skandinavienhoch, dass durch extreme WLA (Warmluftadvektion) in die Arktis an der Vorderseite atlantischer Tröge laufend regeneriert wird, übernimmt das Kommando. ME gelangt im Randbereich dieses Hochs bodenah in eine kühle Ostströmung, auf den Bergen wird es  spätestens ab dem Wochenende durch die Ausweitung des Skandinavienhochs nach S und W relativ mild und sonnig. Eine trockene Inversionslage mit W-O Temperaturgefälle bis über die Mitte des Monats Februar hinaus kündigt sich an.

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GWL-Umstellung und Rückzug des Winters

Das winterlich kalte Hochdruckwetter dauert noch bis zum Wochenende. Danach gewinnt der Atlantik zunehmend Einfluss auf das Wettergeschehen im Alpenraum.

Vor allem in der Höhe wird es mit Drehung der Grundströmung auf SW deutlich milder. In der bodennahen Grundschicht hält sich eine SO-Strömung, sodass die Kaltluft zwar abgeschwächt aber nicht ausgeräumt wir. In den Niederungen dürfte sich daher ab kommender Woche Wechselfrost einstellen, d.h.  Nacht-/Morgenfrost und leicht positive Tageshöchsttemperaturen. 

Niederschläge bleiben weiterhin Mangelware.

Der weitere Trend im Februar ist meines Erachtens noch völlig offen. Warum ich das glaube, versuche ich nachfolgend zu erklären.

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Verkehrte Welt: Weihnachtsprognose und Folgetrend

Zusammenfassend bestätigt sich meine in den letzten Prognosen/Analysen geäußerte „Befürchtung“, dass die derzeit herrschende schneelose und hochdruckdominierte GWL mit kleinen Abstrichen weiterhin Bestand hat.

D.h.:
-die Wettersingularität Weihnachtstauwetter fällt heuer aus (was soll schon wegtauen 😉 ),
-nennenswerte Niederschläge und damit größere Schneemengen sind aber nicht in Sicht,
-die kontinentale Hochdruckfestung blockiert weiterhin alle schneebringenden Fronten,
-damit bleibt die Inversionswetterlage im wesentlichen bestehen,
-in den Niederungen bleibt es mäßig kalt mit Morgenfrost und Tageshöchsttemperaturen um den Gefrierpunkt, milder und häufig sonnig auf den Bergen oberhalb der Inversion,
-W-O Temperaturgefälle (oberhalb der Grundschicht milder im W, kühler im O),
-eine GWL-Umstellung (siehe letzter Beitrag) mit einem Vordringen und Südverlagerung der atlantischen Frontalzone steht in den Sternen und erwarte ich frühestens erst nach den Feiertagen,
-vielleicht klappt es dann mit Schnee zum Jahreswechsel (die Hoffnung stirbt zuletzt  😉  )

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Ein „Spurwechsel“ beim Wetter rückt in den Bereich der Möglichkeitkeit

Detailprognosen für den Kurzfristzeitraum sind derzeit recht langweilig. Das in meinen letzten Analysen hinreichend behandelte wetterbestimmende und unverrückbare  „Betonhoch“ über ME wird zumindest bis zum Wochenende für die typischen Wettererscheinungen sorgen: kein Niederschlag, Nachtfrost, Nebel unten, Sonne oben…..wie auf dem nachfolgenden Hocheckbild von dieser Woche mit Blick auf Altenmarkt und dem östlichen Wienerwald:

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Die Suche nach der Stecknadel (=Schnee) im Heuhaufen (=Nördliche Hemisphäre)

Bis Weihnachten (24.12.2016) schaut die Lage, abgesehen von den schwachen Fronten, die heute und Mitte der Woche den Nordstaulagen wenige cm Neuschnee bringen, recht aussichtslos aus.
Worin liegt die Ursache für diese persistente Wetterlage?
Was ist erforderlich für eine GWL-Umstellung mit Chance nennenswerte Schneemengen?

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