Archiv der Kategorie: Wetterrückblick / Fallstudien (Wetterblog)

Der Juni 2019 war der wärmste und trockenste des Messzeitalters der ZAMG

Bereits vor zwei Wochen hat sich aufgrund der Vorgeschichte und Modellsimulationen in die Zukunft abgezeichnet, dass der Juni auf Rekordkurs ist und bleibt. Jetzt ist es amtlich: der Juni 2019 ist der wärmste, trockenste und sonnenreichste seit es Messaufzeichnungen (1761) gibt (Klimanews der ZAMG).

An meiner Messstation verabschiedete sich der Juni mit der bisher  höchsten Temperatur des Jahres  von 36.4 °C. Außergewöhnlich war auch der gestrige Tagesgang von 27 K!
Innsbruck verzeichnete gestern den Allzeit-Junirekord von 38,5 °C!
Glimpflich davongekommen ist Österreich noch im Vergleich zu Frankreich, wo der Hauptstoß der Saharaluft erfolgte und eine Höchsttemperatur von über 46 °C gemessen wurden!

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Winterrückblick und Verifikation meiner Winterprognose 2018/2019

Im österreichweiten Flächenmittel der Temperatur war der Winter 2018/2019 laut vorläufiger Winterbilanz der ZAMG um 1,2 K wärmer als das Mittel 1981-2010. Im Bergland oberhalb von etwa 1000 m bis 1500m Seehöhe waren die durchschnittliche Wintertemperatur nahe am klimatologischen Mittel. Unterhalb dieser Gebiete war der Winter um 1,5 K wärmer als das vieljährige Mittel.
Der Winter verlief in weiten Teilen des Landes niederschlagsreich, wobei die von Atlantikwetter geprägten Monate Dezember und Jänner den Hauptanteil beisteuerten. In der südlichen Steiermark und im Südburgenland war es hingegen sehr trocken. 
In den Nordstaulagen fielen verbreitet beachtliche Schneemengen. Der Hauptteil der Schneemenge kam vorwiegend in der ersten Jännerhälfte zustande. Im hochdruckdominierten Februar waren die Neuschneesummen – abgesehen von einer kurzen Südstaulage zum Monatsanfang – weitgehend unterdurchschnittlich.
Keine gravierenden Abweichungen von einem durchschnittlichen Winter zeigen die Sonnenanteile.

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Rückblick auf das (außergewöhnliche) Wetterjahr 2018

2018 geht als außergewöhnliches Jahr in die Klimageschichte ein. Nach der vorläufigen Bilanz der ZAMG liegt es um 1,8°C über dem vieljährigen Temperaturmittel und ist das bisher wärmste Jahr der 251-jährigen Messgeschichte. 2018 bestätigt den Trend zu einem immer wärmeren Klima. Von den 20 wärmsten Jahren der gesamten 251-jährigen Messgeschichte in Österreich liegen 14 in den 2000er-Jahre. Maßgeblich verantwortlich für den letztjährigen Wärmerekord waren der drittwärmsten Jänner der Messgeschichte, der zweitwärmste April, der viertwärmste Mai, der sechstwärmste Juni, der fünftwärmste August und der neuntwärmste Oktober.

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Ein heißer Sommer geht zu Ende (mit Wetterbildern der letzten Sommerwoche)

Mit einer Höchsttemperatur von 34,1° C wurde am 8.8.2018 an meiner Messstelle in Thenneberg der heißeste Tag dieses Sommers (Juni-August) verzeichnet.
Es war aber nicht die gemessene Höchsttemperatur, die den abgelaufenen Sommer als einen der heißesten in die Erinnerung  einfließen lässt, sondern die Anzahl der Hitzetage (Tmax > 30° C) bzw die Dauer der Hitzewelle, die fast die gesamten Hundstage (23.7.-23.8.) andauerte.
In Thenneberg gab es 21 Hitzetage!
Ein überdurchschnittlich hohe Sonnenscheindauer und leicht unterdurchschnittliche NS-Mengen (257mm von 1.Juni-30. August)  waren weitere Merkmale des Sommers 2018 im Oberen Triestingtal. Der Regen, den ich für heute noch erwarte, wird an der Statistik nichts mehr ändern.
Die konvektiv durchsetzten Niederschläge eines abgetropften Italientiefs am Wochenende gehen bereits in die Herbststatistik ein. Bleibt nur zu hoffen, dass sich daraus keine Hochwasserlage für Teile des Alpenostrandes entwickelt  🙁

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Winterrückblick und Verifikation meiner Winterprognose 2017/2018

Nach der vorläufige Bilanz der ZAMG lag die Temperatur im meteorologischer Winter 2017/18 österreichweit um 0,8 °C über dem vieljährigen Mittel.
Mit einem Niederschlagsüberschuss von 25 Prozent über dem Durchschnitt verlief der Winter deutlich zu feucht, wodurch im Gebirge die großen Schneemengen begründet sind.
Die Sonne kam mit 15 Prozent weniger Sonnenstunden als im Mittel deutlich zu kurz.

Mild, feucht und trüb…………ein von Westwindwetter und atlantischen Fronten geprägter Winter. Erst in der letzten Februardekade bewirkte ein Major Warming in der Stratosphäre einen Zusammenbruch der Zirkulation und eine hochwinterliche Dauerfrostphase mit einer anhaltenden Schneedecke in den Niederungen und bis ins Flachland.

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Rückblick auf das Wetterjahr 2017

Das Jahr 2017 war – bezogen auf Österreich – überdurchschnittlich warm (0,9 °C über dem vieljährigen Mittel 1980-2010) und überdurchschnittlich sonnig. Symptomatisch für diese Abweichungen bei der Gesamtbetrachtung war der gestrige letzte Tag des Jahres 2017. Ungewöhnlich hohe +13,6° C und ungetrübter Sonnenschein luden zu einem Sonnenbad (Beitragsbild).

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