Wochenprognose: unbeständiger Kaltstart in den August mit Zonalisierung der Zirkulation zu Wochenbeginn

Der Juli verabschiedet sich in den Ostalpen mit Tiefdruckeinfluss und Abkühlung. An der Vorderseite eines Troges, der von Skandinavien bis zur Biskaya und Nordspanien reicht, hat sich eine Kaltfront an die Alpennordseite gelegt. Die kühleren Luftmassen führen hier im Laufe des heutigen Sa zu Stabilisierung, während die Gewitterneigung im S im Tagesgang auflebt.
Die großräumige Druckverteilung und die trogvorderseiteige SW-Strömung in den Ostalpen bleiben auch morgen So bestehen. Mit einer Randtiefentwicklung über Oberitalien erreicht feuchtlabile Luft mit teils intensiven Regen und Gewittern die Ostalpen. Vor allem im W und im Südstau sind größere Regenmengen zu erwarten, die sich abgeschwächt im Tagesverlauf in den zunächst föhnig aufgelockerten O ausbreiten.

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Annäherung einer Superzelle (Oberes Triestingtal)

Im Vorfeld einer schwachen Kaltfront, die in der vergangenen Nacht die Alpennordseite querte, bildete sich gestern am Nachmittag über Bayern eine präfrontale Gewitterlinie. Sie zog spätnachmittags zügig über den Flachgau und OÖ bis NÖ. Zwischen 17:30 und 18:00 querte eine zugehörige Superzelle das Obere Triestingtal mit Sturmböen und Starkregen. 
Vom Reisberg in Thenneberg beobachtet und dokumentierte  ich wieder die eindruckvolle Annäherung der Gewitterlinie mit ihrer Squaline und der Superzelle.

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Weiterhin unbeständiges Sommerwetter mit Temperaturrückgang zum Wochenende

Die schwülwarme, undbeständige und gewitterträchtige Vorderseitenlage dauert bis Fr an (siehe Beitrgsbild). Die Gewittergefahr ist heute Mi und am Fr höher; der morgige Do wird oft trocken und sonnig mit Quellwolken über dem Berg- und Hügelland.
Eine in die WSW-Strömung eingebettete Kaltfront legt sich am Sa schleifend an die Alpen. Die hier lagernde labile Subtropikluft wird im Laufe des So nach S abgedrängt. Dabei ist verbreitet mit z.T. erheblichen Regen zu rechnen.
Zu Beginn der neuen Woche liegt ME zwischen tiefem LD über dem Skandinavien und dem Azorenhoch in einer westl. Grundströmung. Mit ihr gelangen stabiler geschichtete atlantische Luftmassen in den Alpenraum. Der Wettercharakter bleibt wechselhaft mit gedämpften sommerlichen Temperaturen:

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Wachau – Hagelunwetter vom Reisberg

Hochlabile und energiereiche Luftmassen sorgen derzeit für tägliche Gewitter mit lokal unwetterartigen Ausprägungen. Das Triestingtal wurde Gott sei Dank von Schäden durch Starkregen, Sturm oder Hagel verschont. Das gestrige Unwetter zog aber nur knapp westlich (left mover) vorbei und richtete in der Wachau erhebliche Schäden durch Hagel an. Ein „storm split“ sorgte dafür, dass eine kleinere Zelle (right mover) Kurs aufs  Obere Triestintal nahm, sich dabei aber stark abschwächte und hier nur stärkeren Wind und etwas regen verursachte.

Vom Reisberg in Theneberg konnte ich das Geschehen zwischen 18:00 und 19:00 beobachten und festhalten:

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Wochenprognose: schwülwarm, gewitteranfällig, O-W Temperaturgefälle

An der Vorderseite des Cutoffs über dem Ärmelkanal wird hochgradig labile Subtropikluft zu den Alpen gesteuert. Dabei ist es heute Sa nach O zu noch trocken, sehr sonnig und hochsommerlich heiß. Im W (V und T) nimmt im Tagesverlauf die Gewitterneigung rasch zu. Diese breiten sich abends nach O aus und erreichen entlang der Alpnordseite in der zweiten Nachthälfte auch den O Österreichs.

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Hohes Gewitterpotential am kommenden Wochenende

Erwartungsgemäß begann die Woche mit durchschnittlichen Sommertemperaturen und wechselhaft.
Heute Mi bis Fr dominiert bei schwacher NW-licher Grundströmung der Einfluss des Hochs über GB. Es wird weitgehend sonnig mit einigen Quellwolken und bei sommerlichen Temperaturniveau von Tag zu Tag etwas wärmer.
Am Wochenende dreht die Strömung an der Vorderseite eines Cutoffs mit Drehzentrum über dem Ärmelkanal am Sa (siehe Beitragsbild) auf SW. Damit werden wieder labil geschichtete, feuchtwarme, subtropische Luftmassen in den Alpenraum geführt. Im Flachland und Föhntälern wird es hochsommerlich heiß.
Erste Wärmegewitter entwickeln sich am Sa im W und SW, am So breiten sie sich nach den letzten Modellsimulationen auf den gesamten Ostalpenraum aus.

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Das Höhentief macht einem Hoch Platz

Das Cutoff/Höhentief, das im W  Deutschlands katastastrophale Überschwemmungen verursachte, hat sich über die Alpen nach Norditalien verlagert. Über die Adria verlagert es sich am Wochenende weiter zum Balkan und füllt sich in weiterer Folge auf. Es steuert dabei heute Sa und morgen So eine, in großem Bogen herumgeführte, Okklusion mit  hochgradig feuchtlabiler Mittelmeerluft aus NO an den Alpenostrand und den östlichen Alpennordrand. Dabei fallen konvektiv durchsetzt, z.T. begleitet von Gewittern und lokal begrenzt, große Regenmengen. Im Oberen Triestingtal rechne ich bis So abends mit insgesamt ca. 40mm.  Mit konvektiven Wolkenbrüchen könnte es örtlich auch mehr werden. Deutlich weniger NS fällt im äußersten W und vor allem südlich der Alpen. 

In der neuen Woche setzt sich mit anfänglichen „Schönheitsfehlern“ ein Hochdruckgebiet aus W durch. Dabei wird es schrittweise wieder hochsommerlich warm.

Erst zum kommenden Wochenende könnte an der Vorderseite eines  Atlantiktroges die Gewittergefahr ansteigen. 

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Bis Wochenbeginn Schauer- und Gewitterneigung durch Höhentiefeinfluss

Die extreme Hitze – gestern am Nachmittag hatte es an meiner Messstation in Thenneberg in der advehierten Saharaluft 35,7 °C – wurde in der Nacht durch eine Gewitterfront beendet. Es bleibt aber weiterhin sommerlich warm und schwül mit Schauern und Gewittern und einem O-W Temperaturgefälle. 

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Wochenprognose: die Wiederholungsneigung der Wetterabläufe setzt sich fort

Auf den „Hitzepeak“ am vergangenen Do mit einer Tageshöchsttemperatur von 35,1 °C an meiner Messstation in Thenneberg folgten in der Nacht auf Fr frontvorderseitige Gewitter und am Fr selbst die Passage einer Kaltfront. Sie brachte gefühlt einen Temperatursturz um 15 K aber keinen nennenswerten weiteren Regen.
Heute Sa folgt ein trockenes Zwischenhoch mit vorübergehend  stabiler Luftschichtung und angenehmen sommerlichen Temperaturen.

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von Franz Zeiler