Wochenprognose: Die Hitze kommt, um (zumindest eine Woche) zu bleiben

Mit der nächtlichen Front erfolgte der angekündigte Luftmassenwechsel. Die eingeflossene etwas kühlere aber stabil geschichtete Luftmasse wird in den kommenden Tagen durch Hochdruckeinfluss rasch auf (hoch-)sommerliche Werte erwärmt Die erste Hitzewelle dieses Sommers prägt die bevorstehende Woche. Anfangs trocken und zumehmend heiß, dann Übergang zu schwülwarmen Sommerwetter.

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Sommerhoch mit Hitze und nachfolgend Potential für Schwergewitterlage

Die Ostalpen liegen zwischen einem Azorenhochkeil und tiefem LD im O in einer flachen Druckverteilung bis in hohe Schichten. Diese schwachgradientige Lage gepaart mit hochlabiler feuchter Luftmasse begünstigt weiterhin die Schauer- und Gewitterneigung. In den kommenden Tagen breitet sich dieser durchwachsene Wettercharakter bei schwacher nördlicher Anströmung auch in den bis jetzt sonnenverwöhnten Donauraum und das östliche Flachland aus.

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Wochenprognose: feuchtlabile Warmluft und geringe Druck- und Potentialgegensätze

Wenn mich heute jemand nach dem Wetter in den nächsten Tagen fragt, fällt mir postwendend der Spruch ein:
Alles ist möglich, nix ist fix  😉
Man kann aber einiges ausschließen: Kälte, Hitze, starker Wind (ausgenommen in lokalen Gewittern) sind in Wochenfrist unwahrscheinlich.

Die bevorstehende Woche ist geprägt von einer „Sumpflage„. Sowohl am Boden als auch in höheren Luftschichten sind die Druckunterschiede im Alpenraum äußerst gering. Die hier lagernde feuchlabile  schwüle Luftmasse wird im Tagesverlauf mit der Sonneneinstrahlung aktiviert, was verbreitet die Quellwolkenbildung anregt. Mit orografischer Unterstützung und durch lokale Konvergenzen sind vor allem im Bergland und der Westhälfte (V, T, S, K, Oberstmk) ortsfeste konvektive Starkregenereignisse und Gewitter nirgends auszuschließen. Wo sie auftreten ist nicht vorhersagbar, vergleichbar mit den aufsteigenden Blasen im kochenden Wasser.
Etwas stabiler bleibt es im Donauraum und dem östlichen Flachland.

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Immer wieder überwältigend: die imposanten Felsabbrüche in den Oberen Ring

Schon etliche Male bin ich bei einer meiner Hochschwabtouren mit Gipfelziel Ringkamp/Hochschwab den faszinierenden Felskrater des  Oberen Ringes durchstiegen oder die Tiefblicke haben mich im  Vorbeiwandern auf der Hochfläche derart gefesselt, dass ich mich nur schwer trennen konnte. Auch auf meiner Homepage, die vor wenigen Tagen ihren siebenten Geburtstag feierte ( 🙂 ), gibt es einige Bildberichte. Mein heutiges Ziel ist wieder einmal der Obere Ring mit ausreichend Zeit für die Erkundung von Ausstiegsmöglichkeiten in Richtung Hochweichsel/Severinkogel.

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Frühsommerlich bei zunehmender Schauer- und Gewitterneigung

Die großskaligen Druckstrukturen stehen fest:
Tiefdruckzone NA (Nordatlantik), Höhentiefkomplex OE, Hoch Skandinavien, Rücken zentrales Mittelmeer mit schwacher Brücke zum Skandinavienhoch.
Von den Modellen immer wieder simulierte und schwer erfassbare Kaltlufttropfen (KLT), die entweder an der Südseite des Skandinaviens über das nördliche ME nach W ziehen oder vom NA über WE in Richtung Mittelmeer wandern, machen eine Detailprognose aber schwierig bis unmöglich. 
Während vom Wettercharakter deshalb keine stabilen Aussichten in Wochenfrist zu erwarten sind, ist der Temperaturanstieg auf (früh-)sommerliche Tmax abgesichert. Denn die eingeflossene recht trockene kontinentale Luftmasse wird langsam von feuchtlabiler milder Mittelmeerluft abgelöst.  Gradientenschwache Bedingungen, sowohl im Bodendruckfeld, als auch im Geopotentialfeld, stellen sich ein. Sie schaffen in der schwülen Lufmasse ideale Bedingungen für die Ausbildung von Schauern und Gewittern im Tagesgang; vor allem im Berg- und Hügelland und am häufigsten im SW. Die schwachen Windverhältnisse begünstigen lokal gößere Regenmengen.

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Wetterbilder der wechselhaften letzten Maitage

Der Wettercharakter des Maiausklangs im Oberen Triestingtal reiht sich nahtlos an seine Vorgeschichte: unbeständig mit häufigem und raschem Wechsel von Sonne, Wolken und Regen und deutlich zu kühl. Permanentes Aprilwetter im „Wonnemonat“ Mai!

Der Mai 2021 brachte keine beständige warme Hochdrucklage hervor, wie wir es von den letzten Jahren gewohnt sind. An meiner Wetterstation in Thenneberg regnete es zwar nur 60mm, es gab trotzdem fast keinen NS-freien Tag. Dies lag am Totalausfall von Gewittern und damit konvektivem Starkregen. Dafür regnete es fast jeden Tag leicht bis mäßig. Eine Herausforderung für die Landwirte, die üppig gewachsenen Wiesen als ersten Futterschnitt trocken heimzubringen.

Für die Entwicklung der Borkenkäfer, sagte mir unser Förster, ist das feuchtkühle Wetter nicht förderlich. Die Fichten wird es freuen  🙂
Anders sieht es bei den Bienen aus. Es gab viel zu wenige warme Tage für Ausflüge. Honig wird in nächster Zeit Mangelware  🙁

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Wochenprognose: der Sommer nimmt einen ersten Anlauf

Über das Wochenende hinaus bis Wochenbeginn bleibt das kühle und wechselhafte Wetter bestehen. Mehr Sonne im W und S, dichtere Bewölkung im O. Pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn erfolgt die Weichenstellung für den Übergang zu einem frühsommerlich warmen, aber nicht beständigen Wetterabschnitt.

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Mögliche Ursache für das unterkühlte und recht trübe Frühjahr

Das Frühjahr 2021 wird als eines der kältesten in den letzten Jahrzehnten in die Klimastatistik eingehen. Auf eine mögliche und für mich plausible mitverantwortliche Ursache werde ich weiter unten im Beitrag eingehen. Mir ist es aber ein  großes Anliegen zu erwähnen, dass nun, wie man es in den Massenmedien immer wieder liest, der Klimawandel an keinem Wendepunkt angelangt und abgesagt ist.  Das ist kurzweg reiner Populismus und falsch! Kalte Ausreißer mit unterkühlten Wetterperioden über mehrere Wochen oder auch eine gesamte Jahreszeit gibt und gab es immer wieder und sind kein Widerspruch zum Klimawandel. Das Wetter (der kurzfristige Zustand der Atmosphäre über einem topografischen Gebiet) wurde in ME in den Monaten April und Mai 2021 durch eine ungewöhnlich persistente Erhaltungsneigung der Druckstrukturen in der Atmosphäre bestimmt, wie es in klimatischen Zeiträumen von mehreren Jahrzehnten nur selten vorkommt. Für Rückschlüsse auf das Klima ist ein derartiges Einzelereignis nicht geeignet. Der Klimawandel findet außerdem global statt und schreitet ungebremst voran. 

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von Franz Zeiler