„Kühlende“ und aussichtsreiche Wanderung am Dachsteinplateau

Nach meiner gestrigen langen und durch teilweise tiefen Sulzschnee sehr anstrengenden Gewalttour zum Klafferkessel und Greifenberg beschließe ich heute, auch in Anbetracht der zu erwartenden Hitze, mit den Kräften hauszuhalten. Mit der ersten Dachstein-Gondelbahn schwebe ich in wenigen Minuten im Anblick der grandiosen Dachstein Südwand auf den Hunerkogel. Bei der Aussichtsplattform am  Hunerkogel, wo man nur in der Früh in Ruhe die atemberaubende Aussicht nach S und in die nahen Dachstein-Südabstürze genießen kann, beginnt meine abwechslungsreiche Wanderung. Nach der Querung eines firnigen Gletscherfeldes erreiche ich bald felsiges Gelände. Über einen langgestreckten Rücken führt nun ein versicherter Klettersteig mit mehreren Gegensteigungen zum Gipfel des Hohen Gjaidstein (2794m). Die grandiosen Tief- und Ausblicke während der gesamten Tour verleiten mich dazu, ständig aufs Neue inne zu halten und den traumhaften Blick über die eindrucksvolle Karst- und Gletscherlandschaft des Dachsteinmassivs auf mich einwirken zu lassen und fotografisch festzuhalten.
Am Gipfel des Hohen Gjaidsten bietet sich mir ein überwältigendes Panorama. Ich überblicke aufgrund seiner zentralen und exponierten  Lage  den Hallstätter Gletscher, die endlose  Karstlandschaft und seine umgebenden  berühmten Gipfel. 
Die Sicht reicht im S bis in die Hohen Tauern, im N zum Traunstein, im O zu den Gesäusebergen.

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Klafferkessel und Greifenberg

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Goethe).

Der Klafferkessel ist ein Naturwunder der Eiszeit und seine Seen sind meist erst ab Mitte Juli eisfrei. Hier befindet man sich im Herzen der Schladminger Tauern, in einer der großartigsten Hochgebirgslandschaften in den Ostalpen.

Die Durchquerung des Klafferkessels mit seinen über 30 Seen unterschiedlicher Größe ist zu jeder Jahreszeit ein beeindruckendes Erlebnis. Der krönende Abschluss der Wanderung ist die Besteigung des Greifenbergs, von dem man die gesamte Seenplatte überblickt und der aufgrund seiner freistehenden Exposition ein grandioses Gipfelpanorama (u.a. Großglockner) bietet.

Meine heutige Tour: Riesachfälle – Riesachsee – Preintaler Hütte – Lämmerkare – Klafferkessel – Greifenberg (2618m)

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Paradiesisch ruhige und erfrischend kühle …………….

……………… Verhältnisse begleiten mich auf meiner heutigen Wanderung von den Ursprungalmen über die eisbedeckten Giglachseen auf den Gipfel der aussichtsreichen Kampspitze in den Schladminger Tauern.

Die Ruhe ist der „Zwischensaison“ geschuldet. Die Schitourensaison ist vorbei, die Wandersaison hat noch nicht begonnen. 
Die oberhalb von 1800m noch vorhandene durchbrochene Schneedecke sorgt trotz des hohen Sonnenstandes für angenehm kühle Bedingungen während der gesamten Tour.

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Wochenprognose: Die Hitze kommt, um (zumindest eine Woche) zu bleiben

Mit der nächtlichen Front erfolgte der angekündigte Luftmassenwechsel. Die eingeflossene etwas kühlere aber stabil geschichtete Luftmasse wird in den kommenden Tagen durch Hochdruckeinfluss rasch auf (hoch-)sommerliche Werte erwärmt Die erste Hitzewelle dieses Sommers prägt die bevorstehende Woche. Anfangs trocken und zumehmend heiß, dann Übergang zu schwülwarmen Sommerwetter.

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Sommerhoch mit Hitze und nachfolgend Potential für Schwergewitterlage

Die Ostalpen liegen zwischen einem Azorenhochkeil und tiefem LD im O in einer flachen Druckverteilung bis in hohe Schichten. Diese schwachgradientige Lage gepaart mit hochlabiler feuchter Luftmasse begünstigt weiterhin die Schauer- und Gewitterneigung. In den kommenden Tagen breitet sich dieser durchwachsene Wettercharakter bei schwacher nördlicher Anströmung auch in den bis jetzt sonnenverwöhnten Donauraum und das östliche Flachland aus.

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Wochenprognose: feuchtlabile Warmluft und geringe Druck- und Potentialgegensätze

Wenn mich heute jemand nach dem Wetter in den nächsten Tagen fragt, fällt mir postwendend der Spruch ein:
Alles ist möglich, nix ist fix  😉
Man kann aber einiges ausschließen: Kälte, Hitze, starker Wind (ausgenommen in lokalen Gewittern) sind in Wochenfrist unwahrscheinlich.

Die bevorstehende Woche ist geprägt von einer „Sumpflage„. Sowohl am Boden als auch in höheren Luftschichten sind die Druckunterschiede im Alpenraum äußerst gering. Die hier lagernde feuchlabile  schwüle Luftmasse wird im Tagesverlauf mit der Sonneneinstrahlung aktiviert, was verbreitet die Quellwolkenbildung anregt. Mit orografischer Unterstützung und durch lokale Konvergenzen sind vor allem im Bergland und der Westhälfte (V, T, S, K, Oberstmk) ortsfeste konvektive Starkregenereignisse und Gewitter nirgends auszuschließen. Wo sie auftreten ist nicht vorhersagbar, vergleichbar mit den aufsteigenden Blasen im kochenden Wasser.
Etwas stabiler bleibt es im Donauraum und dem östlichen Flachland.

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Immer wieder überwältigend: die imposanten Felsabbrüche in den Oberen Ring

Schon etliche Male bin ich bei einer meiner Hochschwabtouren mit Gipfelziel Ringkamp/Hochschwab den faszinierenden Felskrater des  Oberen Ringes durchstiegen oder die Tiefblicke haben mich im  Vorbeiwandern auf der Hochfläche derart gefesselt, dass ich mich nur schwer trennen konnte. Auch auf meiner Homepage, die vor wenigen Tagen ihren siebenten Geburtstag feierte ( 🙂 ), gibt es einige Bildberichte. Mein heutiges Ziel ist wieder einmal der Obere Ring mit ausreichend Zeit für die Erkundung von Ausstiegsmöglichkeiten in Richtung Hochweichsel/Severinkogel.

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Frühsommerlich bei zunehmender Schauer- und Gewitterneigung

Die großskaligen Druckstrukturen stehen fest:
Tiefdruckzone NA (Nordatlantik), Höhentiefkomplex OE, Hoch Skandinavien, Rücken zentrales Mittelmeer mit schwacher Brücke zum Skandinavienhoch.
Von den Modellen immer wieder simulierte und schwer erfassbare Kaltlufttropfen (KLT), die entweder an der Südseite des Skandinaviens über das nördliche ME nach W ziehen oder vom NA über WE in Richtung Mittelmeer wandern, machen eine Detailprognose aber schwierig bis unmöglich. 
Während vom Wettercharakter deshalb keine stabilen Aussichten in Wochenfrist zu erwarten sind, ist der Temperaturanstieg auf (früh-)sommerliche Tmax abgesichert. Denn die eingeflossene recht trockene kontinentale Luftmasse wird langsam von feuchtlabiler milder Mittelmeerluft abgelöst.  Gradientenschwache Bedingungen, sowohl im Bodendruckfeld, als auch im Geopotentialfeld, stellen sich ein. Sie schaffen in der schwülen Lufmasse ideale Bedingungen für die Ausbildung von Schauern und Gewittern im Tagesgang; vor allem im Berg- und Hügelland und am häufigsten im SW. Die schwachen Windverhältnisse begünstigen lokal gößere Regenmengen.

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von Franz Zeiler