Obstblüte: kaum begonnen, schon zerronnen

Der kühle April verzögerte heuer die Obstblüte bis an sein Ende. Die ersten Eindrücke dieses farbenfrohen Naturereignisses aus dem Oberen Triestingtal habe ich bereits gezeigt:
Obstblüte im April.

Kirsche, Apfel, Birne …. alles blühte heuer fast gleichzeitig, lief in den ersten Maitagen zur Hochform auf und wurde rasch von der einsetzenden Blattentfaltung optisch entzaubert. Den Rest besorgte der gestrige stürmische Westwind, der die Blütenblätter wie Schneeschauer durch die Luft wirbelte.
 
Blau, weiß und grün, garniert mit gelben „Tupfern“, waren  die dominierenden Farben im Landschaftsbild des Oberen Triestingtales in den ersten Maitagen.

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Wochenprognose: weiterhin wechselhaft und meist zu kühl

Vor einer Kaltfront, die in die SW-liche Strömung eingebettet ist und abends von Vorarlberg bis Oberkärnten mit Regen erreicht, wird es heute Sa föhnig und mild. Südlich des Alpenhauptkammes und entlang der Karnischen Alpen setzt rasch Südstau ein, während es im N und O zwischen den Wolken auflockert. vor Eintreffen der Kaltfront können in der labilen Luftmasse in der ersten Nachtälfte im O Schauer und einzelne Gewitter entstehen.
Nachtsüber quert die Kaltfront mit Regen. Am So dominieren bei abklingendem Regen die Wolken. Dabei frischt im Donauraum und dem Alpenostrand teils stürmische NW-Wind auf. Hier kühlt es auch merklich ab, während im S die mildere feuchtlabile Luft noch nicht ausgeräumt wird. Dort besteht erhöhte Schauerneigung.

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Spätes Frühlingserwachen im Oberen Triestingstal

Der kalte April 2021 hat es heuer dem Frühling schwer gemacht. In Zeiten des Klimawandesl ist man die „frühere Normalität“ nicht mehr gewohnt. Statistisch dürfte es der kälteste April seit 1997 sein. Erst in den letzten milden und recht sonnigen Tagen hat die Obstblüte im Oberen Triestingtal voll eingesetzt und wird noch weit in den Mai hinein andauern. Ebenso verschiebt sich heuer das Ergrünen der Wälder, das erst zarte Ansätze zeigt,  in den Wonnemonat Mai.

Nachfolgend eine Fotosequenz vom Aprilende mit dem Beginn der  Obstblüte und Landschaftsbildern aus dem Oberen Triestingtal:

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Der marode Frühling tritt nun allmählich in die Pedale; aber „ohne Turbo“ ;)

Die -3,2 °C, die meine Messstation in Thenneberg aktuell um 06:20 anzeigt, sind wahrlich nicht frühlingshaft. Es sollte aber der letzte Morgenfrost für längere Zeit, oder vielleicht auch der letzte des Frühjahrs sein. Der zu Ende gehende April könnte der kälteste seit den 1970-iger Jahren werden. Von nun an gehts aber langsam „bergauf“, auch wenn die Wettermodelle von nachhaltiger Frühlingswärme noch nichts wissen wollen . Auch für die  ersten Maiwoche wird noch die zeitweilige Zufuhr von Kaltuft aus NW simuliert.
Nichts desto trotz zeigt sich die Vegetation mittlerweile auch im Oberen Triestingtal frühlingshaft. Die Obstblüte hat eingesetzt und wird heuer, da es nur langsam wärmer wird,  bis weit in den Mai hinein andauern.  

Nachfolgend ein umfangreiche Fotoserie der letzten Tage:

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Nicht umsonst hat der April das Beiwort „launisch“

Spätwinterlich kalt mit Schnee- und Graupelschauern (siehe Beitrag vom 14.04.2021), labile Luftschichtung mit ersten Gewittern (siehe Beitrag von gestern, 20.04.2021), ein trockenes aber turbulenten Wechselspiel von Sonne und Wolken und – in den letzten Jahren – oft schon sommerliche Phasen  …… all das verbinden wir mit „Wetter im launischen April„.
Im April findet der großräumige Austausch der noch sehr kalten polaren Kaltluftmassen mit den von der Sonne über der Landmasse bereits stark erwärmten Luft über den mittleren Breiten statt. So gesehen ist der April 2021 aus klimatischer Sicht durchaus normal, wobei der Alpenraum heuer auf der kalten Seite liegt. In Zeiten des Klimawandels ist man von dieser Launenhaftigkeit entwöhnt, da in den letzten paar Jahrzehnten oft schon die (früh-)sommerlichen Phasen dominierten, verbunden mit einem deutlichen Temperaturüberschuß im Monatsmittel.

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von Franz Zeiler