Die Alpengletscher haben ein Ablaufdatum, veranschaulicht an der Pasterze

Die Erderwärmung und die daraus entstandene globale Klimakrise ist die größte Herausforderung für die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten. Besonders betroffen vom aktuellen Klimawandel sind die Alpen, wo die Folgen an dem immer rascheren Rückgang der Gletscher für jedermann sichtbar werden. Als leidenschaftlicher Hobbybergsteiger bin ich regelmäßig im hochalpinen Gebiet unterwegs. Viele Touren, die früher über Eis und Firn führten, sind heute wegen der Steinschlaggefahr nicht mehr oder nur über Schutt und Geröll möglich. Es ist für mich erschütternd und traurig mit anzusehen, wie rasch sich das alpine Landschaftsbild verändert.

Wie dramatisch die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen sind, möchte ich am Beispiel des noch größten Alpengletschers Österreichs, der Pasterze, und deren kontinuierlichen Zerfall in den letzten Jahrzehnten anschaulich zeigen.

Einleitend mache ich einen kurzer Blick über den Tellerrand

– mit der erdgeschichtlichen Temperaturentwicklung,
– den recht menschenfreundlichen Temperaturen im Holozän und
– den Ausblick auf  die nächsten Jahrzehnte.

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Wochenprognose: der GWL TrM folgt eine dynamische W/NW-Lage

Die Langeweile ist vorüber. Den weitgehend gradientenschwachen und hochdruckdominierten Wochen folgt in der bevorstehenden Woche frühwinterliches Vollwetter. Einen Vorgeschmack gab es bereist gestern Fr. Ein Schwall polarer Kaltluft in den unteren Schichten der Troposphäre und feuchtmilde Mittelmeerluft eines Adriatiefs in der Höhe produzierten reichlich Aufgleitniederschläge, die anfangs als gefrierender Regen und im weiteren Tagesverlauf bis in die Niederungen als Schnee fielen.

Fotos aus dem Oberen Triestingtal:

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(Früh-)winterlicher, zyklonal geprägter Wetterabschnitt ab Fr

Am morgigen Do endet die seit Wochen dominierende ruhige, hochdrucklastige und trockene Wetterlage. 

Eine Kaltfront aus NW am Fr leitet eine nachhaltige Umstellung  ein. In höheren Lagen und insbesondere im Bergland hält der Winter Einzug.

In weiterer Folge entsteht an der Ostflanke des weit nach N aufgewölbten Azorenhochs von Skandinavien über ME bis Oberitalien ein Trog (GWL TrM).  Dabei erreicht polare Kaltluft das warme Mittelmeer und induziert über dem Golf von Genua bzw. der Oberen Adria  Tiefdruckgebiete. Noch ist ihre weitere Verlagerungsrichtung  nicht belastbar vorhersagbar, eine Vb-ähnliche Zugbahn ist durchaus im Bereich der Möglichkeit und könnte dann den Alpenostrand mit intensiven NS versorgen (unsicher!).

Der skizzierte Wetterablauf findet bei durchwegs negativen Temperaturen in 1500m statt; Fr/Sa bei gradientenschwachen Verhältnissen und damit mit Isothermie Chancen auf Schnee bis ins Flachland. Ab So fällt der NS bei zunehmend gut durchlüfteten Verhältnissen nur oberhalb 300m-800m als Schnee. Im Flachland bleibt damit eher bei nasskaltem Wettercharakter.

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Was lange währt, wird endlich gut ;)

Seit Wochen herrscht trockenes, weitgehend ruhiges und – abgesehen bei beständigem Nebel – viel zu mildes Wetter. Lediglich der Durchgang von schwachen Kaltfronten – so wie am vergangenen Fr und heute Mo – sorgte vorübergehend für Abwechslung. Bereits ab morgen Di setzt sich das  Hochdruckwetter mit Nebelneigung bei allerdings niedrigeren Temperaturen und damit häufigem Morgenfrost wieder fort. 
Ab kommenden Fr dürfte sich endlich unser Wetter umstellen und bis Ende November könnte sich in höheren Lagen eine erste Schneedecke bilden.

Im Beitrag zeige ich eine Bildsequenz vom wechselhaften Wettercharakter im Oberen Triestingtal von Sa bis heute Mo.

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Wochenprognose: Atlantik „Lockdown“

Mit dem Beitragstitel möchte ich die derzeitige epidemiologische Situation nicht verharmlosen, sondern auf den gestörten PW (Polarwirbel) Bezug nehmen. Im letzten Analysebeitrag bin ich auf den  gestörten troposphärischen PW in der kommenden Woche bereits eingegangen. Nach den letzten Modellrechnungen wird dies bestätigt und gipfelt nun in einer Meridionalisierung der Zirkulation zwischen Nordamerika und EU  mit Abriegelung des Atlantiks für EU. Oft bedeutet ein derartiges Zirkulationsmuster polare Kaltluftzufuhr aus N für ME, nicht diesmal. Die für den Alpenraum wetterbestimmenden Druckgebilde sind  ein Atlantikhoch und Tiefdruckgebiete, die  über das europäischen Nordmeer und Skandinavien gelenkt werden. Dabei wird laufend ein Trog, der sich von Skandinavien bis zur Iberische Halbinsel und den Kanaren ausbildet, regeneriert. Der Alpenraum bleibt damit weiterhin in eher „ruhigem Fahrwasser“  vorderseitig des Troges, wobei die Temperaturen langsam zurückgehen. Kaltfronten treffen nur abgeschwächt ein und bringen nur wenig NS, der nur in höheren Lagen als Schnee fällt. Ob Ende des Monats November der Winter eine Chance bekommt, steht noch in den Sternen  😉

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Relativ mild und trocken bis weit in die kommende Woche

Weder nennenswerter NS noch frühwinterliche Temperaturen sind im Mittelfristzeitraum zu erwarten. Über der Grundschicht führt die Temperatur zwar eine Achterbahn durch, bleibt aber über dem neuen klimatologischen Mittel von 1991-2020. In den Niederungen bleibt der Nebel ein Thema. Lediglich ab morgen Do steigen mit der durchschwenkenden schwachen Kaltfront, der damit verbunden Winddrehung auf NW und  Durchmischung der Luftschichtung die Chancen auf auf ein paar weniger nebelanfällige Tage.

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„Glorienalarm“ am Hocheck

Wer derzeit bereit ist, seine „Komfortzone“ zu verlassen, kann sich am Hocheck, im Oberen Triestingtal, prächtige Glorien erwandern. In den letzten Tagen lag die Nebelobergrenze immer ganz knapp unter der Warte des Hochecks. Um diese zu erreichen muss man zwar eine gute Stunde durch die grausig feuchte und nebelige Grundschicht aufsteigen, die Belohnung ist aber unbezahlbar. Auf der Hocheckwarte erwartet einen angenehm warmer Sonnenschein, eine fantastische Wolkenstimmung und eine nicht weichen wollende Glorie. Dabei „zaubert“ die Sonne um den eigenen Schatten einen, in den Spektralfarben leuchtenden, Kreis auf die Nebelobergrenze.
Die nachfolgenden Fotos sind von gestern Sa und heute So: 

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von Franz Zeiler