Carpe diem ………………

………………. heißt das Gebot der Stunde für den Schitourengeher 🙂
Im Gegensatz zu gestern gab es heute zum Schneefall kaum Wind. Noch konserviert polare Kaltluft das hochwinterliche Erscheinungsbild der tiefverschneiten Wälder. Ein Traum für den Schneeliebhaber.
Wer derzeit allerdings Ruhe und unverspurten Schnee sucht, ist gut beraten, wenig bekannte Routen zu begehen/befahren.

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Kurzer Wochenausblick: Tauwetter mit Zufuhr milder Luft aus SW

Im W (V und T) ist bereits eine Warmfront mit Schneefällen eingetroffen. Im O dominiert heute So noch polare Kaltluft und bewirkt einen meist bewölkten Wintertag mit Dauerfrost.
Morgen Mo verlagert sich die Warmfront in der ersten  Tageshälfte mit Schneefällen nachlassender Intensität entlang der Alpennordseite langsam in Richtung O und erreicht mittags auch das östliche Flachland. Mit Störungsdurchgang erfolgt Winddrehung auf W und Frostabschwächung.
Wechselhaft und deutlich milder verlaufen die Folgetage. Der Wind dreht von W  am Di zur Mitte der Woche auf SW. An der Nordseite der Alpen wird es föhnig. Kühler bleibt es mit Staubewölkung an der Alpensüdseite.

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Kampf kalter polarer gegen milde atlantische Luftmassen über ME

Die Entwicklung im stratosphärischen PW (Polarwirbel) führt offensichtlich derzeit zu extrem variantenreichen Modellrechnungen.
Das MW (Major Warming) mit Zonalwindumkehr in 10hPa bis zum 60-igsten Breitengrad dauert an und erreicht nun seinen Höhepunkt. Auch wenn sich der stratophärische PW danach rasch erholt, ………………..

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Wochenprognose: Kaltfront gefolgt von hochwinterlicher Kälte

Die flache Druckverteilung der letzten Tage hat die eingeflossene mäßig kalte polare Luftmasse und das Raueis am Hocheck (Beitragsbild)  konserviert. Dabei ist in den langen Winternächten über Schnee die Luftmasse in den bodennahen Schichten abhängig vom nächtlichen Aufklaren weiter ausgekühlt. 
In der Nacht auf Di legt sich eine Kaltfront aus NW an die Alpen und bringt in den Alpen und am Nordrand ergiebige Neuschneefälle, wobei der Schneezuwachs von W nach O kontinuierlich abnimmt. Durchmischung der Luftschichten räumt die Kaltluftseen aus. Der Nordstau dauert mit nachlassender Intensität bis Fr.
Hinter der Front strömt am Wochenende aus N bis NO Kaltluft arktischen Ursprungs zu den Ostalpen. Diese gelangt aus W unter schwachen Hochdruckeinfluss. Dauerfrost mit knapp zweistelligen Morgentemperaturen auch im östlichen Flachland wären die Folge dieser Entwicklung. Für den Hochwinter nicht außergewöhnlich, aber in den letzten Jahren selten geworden.

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Fortdauer des mäßig kalten „Tümpelwetters“

Die in meiner letzten Wochenprognose beschriebene Verlagerung eines Tiefdruckkernes über den Alpenraum nach N hat sich an die Prognose gehalten und in weiten Teilen Österreichs zu leichten Schneefällen geführt. Auch das Oberen Triestingtal erhielt mit einigen cm Neuschnee bis ins Tal ein winterliches Landschaftsbild. Am Hocheck haben sich zum Raueis ca. 10cm Pulverschnee gesellt (Fotos von gestern Mi am Beitragsende).
Die nächsten Tage bis Anfang kommender Woche werden nach den letzten Modellrechnungen bei flacher Druckverteilung weitgehend niederschlagsfrei, mäßig kalt und zeitweise sonnig verlaufen.  Bei nächtlichem Aufklaren ist vor allem über schneebedeckten Tälern  strenger Morgenfrost zu erwarten. 
Mitte kommender Woche zeigen die modellübergreifenden Simulationen eine nachhaltige GWL-Umstellung. Die Grundströmung über den Ostalpen dreht zwischen einem Atlantikrücken und einem Trog über OE auf NW bis N. Welches der beiden Druckgebilden die Herrschaft in Österreich übernimmt, lässt sich noch nicht sagen. Jedenfalls hat die Wetterlage Potential für Nordstauschneefälle, während es im schneereichen S weitgehend NS-frei wird.

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Raueismassen statt Schnee am Hocheck

In den ersten Tagen des neuen Jahres 2021 findet die seit Wochen andauernde niederschlagsarme, gradientenschwache , in den Niederungen nasskalte und auf den Bergen oft sonnige Inversionslage seine Fortsetzung.

Die nachfolgenden Fotos vom Gipfel des Hocheck (über dem Nebel) und seinen im Nebel liegenden und mit Raueis drapierten Wäldern  geben Zeugnis dieser „langweiligen“ Wetterlage zwischen 1. und 5. Jänner.

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Wochenprognose: leichte Abkühlung, zyklonale Prägung ohne nennenswerte Schneefälle

Spannung liefert derzeit nur die Entwicklung in der Stratosphäre. Wie in meiner letzten Analyse zu Silvester bereits ausgeführt führt ein MMW (Midwinter Major Warming) zu einer massiven Schwächung des stratosphärischen PW (Polarwirbel) mit Verschiebung (displacement) oder möglicherweise zu einem totalen Zusammenbruch mit PW-Split in zwei oder mehrere Kerne.
Die Auswirkungen auf unser Wetter wird davon abhängen, wie stark die Kopplung mit der Troposphäre ausfällt. Eine starke Interaktion nach unten führt in der Regel in Teilen der mittleren Breiten der NH zu knackigen Winterwetter. Statistisch bewirkt eine „ungebremste downward propagation“ des MMW von der Stratosphäre in die Troposphäre häufig eine Druckkonstellation mit Atlantikkeil bis Grönland. Nachhaltiges Winterwetter für WE/ME wäre dann sehr wahrscheinlich. Noch ist alles im Konjunktiv formuliert, denn Art und Intensität der Stratosphären-/Troposphäreninteraktion finden frühestens am Beginn der zweiten Jännerdekade in den Modellen ihren Niederschlag.

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Jahresrückblick auf das Wetterjahr 2020 (global, regional, lokal)

Dass sich der anthropogen verursachte Klimawandel in einem Teufelskreis befindet, hat das Jahr 2020 wieder deutlich gezeigt.  Unbeeindruckt von der durch die Covid19-Krise reduzierten CO2-Ausstoß stieg er Gehalt des langlebigen Treibhausgases in der Atmosphäre weiter an, obwohl  der weitweite Ausstoß von Kohlendioxid aus Verbrennung von Kohle, Öl und Gas 2020  um sieben Prozent im Vergleich zu 2019 zurückgegangen ist.  Im Jahresmittel wird der Gehalt langlebiger Treibhausgase in der Atmosphäre voraussichtlich den neuen Rekordwert von 412 ppm (parts per million) erreichen. 
Die globale Erwärmung setzt sich somit trotz „angezogener Handbremse “ fort. Die WMO (World Meteorologic Organization) geht davon aus, dass 2020 eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen wird.

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Die gestörte Zirkulation über der nördlichen Hemisphäre dauert an

Sowohl das amerikanische GFS-Modell, als auch das IFS des europäischen EZ berechnen für die erste Jännerdekade einen extrem gestörten PW (Polarwirbel) in allen Stockwerken. 
In der Troposphäre, unserer Wetterküche, setzt sich die Atlantikblockade fort. D.h. das Warten auf nennenswerte Schneefälle in den Nordalpen  geht in die nächste Runde, während an der Südseite der Alpen Tiefdrucktätigkeit im westl. Mittelmeerraum  die ohnehin bereits übermäßige Schneedecke weiterhin anwachsen lässt. Mit etwas Glück könnte auch der Alpenostrand in abgeschwächter Form von Schneefällen erfasst werden.
In der Stratosphäre wird von beiden Modellen im Mittelfristzeitraum eine gemittelte Zonalwindumkehr in 10hPa und 30hPa bis zum 60-igsten nördlichen Breitengrad berechnet. Die Ausbreitung nach unten in die Troposphäre könnte sogar noch als „Verstärker“ für das gestörte Zirkulationsmusters wirken. 

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von Franz Zeiler