Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Wochenprognose und weiterer Trend: mäßig kaltes Winterwetter

Bis jetzt erleben wir im Alpenraum einen ausgesprochenen Berglandwinter, da die Temperaturen während der intensiven Niederschlagsphasen für die tiefen Lagen einfach zu hoch und damit nicht schneetauglich waren.  Die kommenden Woche steht nun bis ins Flachland im Zeichen des Winters. Die Temperatur steigt auch tagsüber kaum über den Gefrierpunkt. In schneebedeckten Alpentälern ist bei Aufklaren strahlungsbedingt strenger Morgenfrost bis unter -20° C möglich. Ob auch Neuschnee dabei ist, ist allerdings noch höchst unsicher  😉

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Auch in tiefen Lagen zunehmend winterliches Temperaturniveau

Das Major Warming (MW) in der Stratosphäre ist nach langer Zonalwindumkehr auf östliche Richtung in 10hPa mit der Rückkehr auf W abgeschlossen. Während sich der geteilee stratosphärische PW nun wieder langsam normalisiert schreitet die „downward propagation“ nach unten zur Troposphäre langsam weiter voran, und wird in der letzten Jännerdekade das Zirkulationsmuster des troposphärischen PW massiv beeinflussen/stören und im Alpenraum eine GWL-Umstellung zu einer winterlichen NO-Lage bewirken. Größere Schneefälle sind trotz zyklonaler Prägung zumindest im Mittelfristzeitraum nicht zu erwarten. Gradientenschwache Verhältnisse werden bei der jahreszeitlich bedingten Strahlungsbilanz auch in den Niederungen zu leichtem Dauerfrost führen. Vorhandener Schnee wird konserviert.

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Wochenprognose: Weiterhin atlantikgeprägtes Strömungsmuster

Alles in allem bleibt in der kommenden Woche bei zyklonal geprägtem Atlantikwetter mit einer schwankenden Schneefallgrenze bestehen. Dabei pendelt die Strömung zwischen NW (kälter) und W (milder). Niederschlagsmengen und Wind gehen ab Wochenmitte  deutlich zurück. Bis Di ist im Nordstau allerdings nochmals erheblicher Neuschneezuwachs (1m) zu erwarten. 

Im Verlauf der zweiten Wochenhälfte dürften an der bis jetzt  leebegünstigten und schneearmen Alpensüdseite durch eine Tiefdruckeintwicklung im Mittelmeerraum  Niederschläge einsetzen.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Der Berglandwinter geht  in die nächste Runde. Fehlende Strahlungsnächte und die Durchmischung der Grundschicht sorgen dafür, dass sich im Flachland kein winterliches Temperaturniveau einstellen kann.  Dort bleibt es auch in der kommenden Woche bei nasskaltem Wettercharakter.

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Über das kommende Wochenende hinaus anhaltende Nordstaulage

Es bleibt beim außerordentlich heftigen Berglandwinter mit weiteren Schneefällen nördlich der Alpen und rekordverdächtigen Schneemassen.

Ich entnehme den Modellen zumindest bis Mitte des Monats eine Persistenz/Erhaltungsneigung der großräumigen Geopotential-/Druckstruktur.

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Wochenprognose: NW-Lage mit Wechsel zwischen milderen und kälteren Tagen

Die derzeit herrschende GWL ändert sich in den kommenden Tagen kaum.   Das Hoch über dem östlichen Nordatlantik bleibt mit kaum veränderter Position bestehen.  Eine Aufwölbung nach N und Blockade der Frontalzone gelingt nicht. Die Frontalzone, die durch laufenden Kaltluftfluss auf den NW-Atlantik angefeuert wird, verläuft  zwischen Neufundland und Island nach Skandinavien und biegt von dort an der NO-Flanke des Atlantikhochs nach S/SO ab. Eingelagerte Fronten werden weiterhin aus NW zu den Alpen gesteuert und stauen sich an deren Nordseite. Die herangeführten Luftmassen wechseln zwischen feuchtmilder Maritimluft (Frontvorderseite) und mäßig kalter (erwärmter) Polarluft.
Der Wettercharakter in den Ostalpen bleibt somit in der kommenden Woche unbeständig, zeitweise turbulent mit Sturm auf den Bergen und weiteren Niederschlägen, die in höheren Lagen oberhalb etwa 600m-800m durchgehend, im Flachland nur zeitweise als Schnee fallen. 
Es bleibt also beim Berglandwinter mit großen Schneemengen an der Alpennordseite und nasskaltem Wetterchatrakter mit Wechselfrost intiefen Lagen.
Die Alpensüdseite im Lee des Alpenhauptkamms bleibt weiterhin wetterbegünstigt.

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Turbulente N-/NW-Strömung mit erheblichem Neuschneezuwachs im Nordstau

Das seit Weihnachten ortsfeste Hochdruckgebiet über GB (GWL HB) bleibt auch bis zum Wochenende erhalten und bedingt zusammen mit einem Trog über OE im Ostalpenraum eine zyklonal geprägte kräftige N- bis NW-Strömung. Die recht feuchten Luftmassen stauen sich an der Alpennordseite und führen in Nordstaulagen von Tirol ostwärts häufig zu Dauerschneefall und großen Neuschneemengen. Die nordföhnbedingt wetterbegünstigte Alpensüdseite  und  die SO-Steiermark sind nur von wenigen übergreifenden Schauern betroffen.

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Wochenprognose: kurze winterliche Episode oder nachhaltig winterlich?

Mit recht unterschiedlichen Gefühlen habe ich an den letzten Tagen die Modellrechnungen betrachtet. Große Schwankungsbreiten in den Berechnungsläufen ab dem Beginn des neuen Jahres machten eine Prognose zum Lotteriespiel. Während das amerikanische GFS immer wieder die Fortsetzung des milden Atlantikwetters auftischte, schwenkte das IFS des Europäischen Wetterzentrums in Richtung Atlantikblockade und Zufuhr kontinentaler Kaltluft nach ME und ins Mittelmeer.
Mittlerweile ist das Match zwischen GFS und EZ etwas ausgeglichener geworden. Die Modellrechnungen haben sich bis in die kommende zweite Wochenhälfte angepasst. Ab dem ersten Jännerwochenende setzt sich das Match milder Atlantik gegen kontinentale Kaltluft fort.
Fest steht, dass ab Mitte der kommenden Woche der Winter mit kontinentaler Kaltluft ein kurzes Stelldichein gibt. 
Danach, vor allem ab dem ersten Jännerwochenende (Dreikönig), nehmen die Unterschiede bei den simulieren Folgewetterlagen wieder deutlich zu, wobei vor allem auf den Bergen wieder milde atlantische Luftmassen tendenziell die Oberhand gewinnen dürften. Der Konjunktiv ist deshalb gewählt, weil zum Jahreswechsel mit großer Wahrscheinlichkeit das schon mehrmals erwähnte MW (Major Warming) in der Stratosphäre eintritt. Die Auswirkungen auf den PW (Polarwirbel) und damit das Zirkulationsmuster der Troposphäre sollten von den Modellen dann ab nächster Woche besser erfasst und simuliert werden. 

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Wochenprognose: Weihnachten bis Jahresende

Die angekündigte zyklonale, sehr milde und vor allem auf den Bergen stürmische Westwetterlage hat sich nördlich der Alpen und im Osten mit starkem Tauwetter bis in die Niederungen durchgesetzt.  Kaltluftseen halten sich nur noch in den Becken der wetterbegünstigten  Alpensüdseite. Da die Nullgradgrenze bis gegen 2000m steigt, liegt die Schneefallgrenze heute Sa und morgen So  über 1500m. Die Schneedeckie in den Niederungen wird bis etwa 800m weggetaut, weggeregnet und vom Wind „gefressen“  😉

Der Wettercharakter wird dabei stark durch die Topographie der Alpen geprägt. Am Hauptkamm und entlang der Alpennordseite kommen zum starken Wind viele Wolken und häufig Regen, wechselhaft mit kurzen sonnigen Auflockerungen une einzelnen Regenschauern wird es im windigen östlichen Flachland, freundlich mit viel Sonne auf den Bergen und starkem Nordföhn verläuft das Wochenende an der Alpensüdseite.

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Die Wettersingularität „Weihnachtstauwetter“ ist besiegelt

Einem kräftigen atlantischen Sturmtief stand in den letzten Tagen  ein Kontinentalhoch gegenüber. Die atlantischen Fronten wurden über ME blockiert. Der  „Frontenfriedhof“ über den Ostalpen machten sich  durch Wolken, leichtes Tauwettter in den Niederungen und deutliche Milderung auf den Bergen bemerkbar. 

Auf teifwinterliche  Eindrücke wie im Beitragsbild oder in den folgenden 2 Fotos vom Di wird man jetzt einige Zeit warten müssen:

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Wochenprognose: zunächst ruhiges winterliches „Tümpelwetter“, möglicherweise deutlicher Temperaturanstieg kommendes Wochenende

Der Alpenraum befindet sich  bis zur zweiten Wochenhälfte „zwischen den Stühlen“.
Nach den Schneefällen eines Adriatiefs von gestern Sa, das im Oberen Triestingtal unerwartet hohe 15cm Neuschnee und eine Bilderbuchwinterlandschaft hinterließ, folgt heute So die angekündigte Warmfront, die auf die Kaltluft aufgleitet.  Die leichten Niederschläge werden sich auf die Westhälfte Österreichs beschränken, meist als Schnee fallen, teilweise aber in gefrierenden Regen übergehen.
Bis in die zweite Wochenhälfte bleibt im Ostalpenraum die GWL WW (Großwetterlage Winkewest, siehe Beitragsbild) wetterbestimmend. Bei dieser GWL stehen sich ein kräftiges Atlantiktief und ein mächtiges kaltes Kontinentalhoch gegenüber. Letzteres verhindert das Vorankommen der atlantischen Frontalzonen bis ME. 

In den Niederungen herrscht bei dieser Wetterlage ruhiges, zu Hochnebel neigendes und mäßig kaltes Winterwetter („Tümpelwetter“) mit meist schwachen östlichen Winden, während sich auf den Bergen mit westlicher Strömung mildere atlantische Luftmassen bemerkbar machen.  Nennenswerter NS ist bis Do nicht zu erwarten. Der sonnigste Tag dürfte der Di werden.
Der gefallene Schnee der letzten Woche wird weitgehend konserviert und nur durch Sublimation und die noch warmen Böden etwas reduziert, da weiterhin mit Nachtfrost zu rechnen ist und die Tmax nur knapp über den Gefrierpunkt klettern.

Am Fr bringt nach den Modellierungen des amerikanischen GFS eine Front an der Alpennordseite etwas Schneenachschub. 

Ob sich dann zum Wochenende mildere atlantische Luft in den Niederungen durchsetzt, oder sich die Kaltluftseen weiter behaupten können, bleibt noch abzuwarten. Das amerikanische GFS-Modell tendiert jedenfalls zur Wettersingularität Weihnachtstauwetter
Auch das IFS des EZ simuliert für Weihnachten eine milde Vorderseitenlage, die zumindest in den mittleren Höhenlagen für Tauwetter sorgen würde.
Ich bin aber noch skeptisch, weil die Entwicklungen des PW (Polarwirbels) in der Stratosphäre noch für Überraschungen sorgen könnten.

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