Archiv der Kategorie: Aktuelles / Erlebnisberichte (Berichteblog)

Rax: Bärenloch und Zahmes Gamseck

Trotz hochsommerlicher Hitze unternehme ich am Wochenende eine lange und anstrengende Tour auf die Rax. Durch einen frühen Aufbruch nutze ich die angenehme morgendliche Kühle. Der westseitige Anstiege durch eine wilde Felsszenerie  verläuft bis zum Ausstieg im kühlen Schatten. Obwohl ich auf der freien Hochfläche der Sonne ausgeliefert bin, erreiche ich bei angenehm kühlendem Wind ohne Hitzestress den Gipfel. Erst der Abstieg durch westseitiges aufgheheiztes Felsgelände gestaltet sich teilweise schweißtreibend, aber landschaftlich reizvoll.

Route: Hinternaßwald, Reißtal, Bärenloch, Grasbodenalm, Heukuppe, Zahmes Gamseck, Nasskamm, Nassriegel, Rehboden

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Ab der zweiten Wochenhälfte Umstellung zu einem (hoch-)sommerlichen Wetterabschnitt

In vielen Niederungen (z.B. östl. Flachland, Inn- und Rheintal) gab es in der zweiten Hälfte der letzten Woche die erste Hitzewelle dieses Sommers. Die Definition einer Hitzewelle, wie sie auch von der ZAMG und dem DWD verwendet wird, findest du hier.
An meiner Messstation in Thenneberg hat es nicht ganz gereicht, denn es gab mit Do und Fr nur 2 Tage mit einem Tmax über 30 °C (30,7 °C und 30,6 °C). Am Sa wurden die 30-grad Tmax knapp verfehlt und am So verhinderten hohe Wolken einen Hitzetag.

Eine intensive Regenfront aus SW vollgetankt mit Feuchtigkeit vom Mittelmeer hat planmäßig zu Wochenbeginn die Ostalpen erreicht. Heute Di liegt der nachfolgende Trog über den Alpen. Sehr nass und kühl verläuft der Tag im Bergland und im W, nur ganz im O gibt es im Tagesverlauf längere trockene Phasen.

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Wochenprognose: zunehmend mäandrierende sommerliche Westlage mit Hitze am Di und Gewitterfront am Mi

Die „Hundstage“ haben am 23.Juli begonnen und dauern bis 23. August. Sie sind nach dem Sternbild des „Großen Hund“ mit seinem hellsten Stern Sirius, der zur Zeit der Römer  am Morgenhimmel sichtbar war, benannt. Meteorologisch fallen sie zufällig mit den heißesten Tagen des Jahres zusammen. 
Obwohl die Tage bereits deutlich kürzer als zur astronomischen  Sonnenwende sind und der Sonnenstand nicht mehr so hoch ist, liegen statistisch die heißesten Tage und Hitzewellen (mehr als 3 aufeinanderfolgende Tage mit Tmax >30 °C) in den „Hundstagen“.
Die Ursache liegt einerseits darin, dass sich Erdoberfläche und noch ausgeprägter die Oberfläche der Meere/Ozeane (Mittelmeer, Nord-/Ostsee, Nordatlantik) aufgrund ihrer Trägheit nur langsam erwärmen und ihre höchste Temperatur erst mehrere Wochen nach dem Sonnenhöchststand um den 20. Juni erreicht wird. Andererseits hat der subtropische Hochdruckgürtel in den „Hundstagen“ seine nördlichste Ausdehnung. Der Jetstream mit der Frontalzone verläuft nördlicher,  in den der Alpenraum gelangen warme bis heiße Luftmassen subtropischen Ursprungs.
Die seit dem Siebenschläferzeitraum andauernde GWL passt in dieses Muster und wird sich auch in der kommenden Woche fortsetzen. Da die Grundströmung zonal ausgerichtet ist, kommt die Luft vom Atlantik und ist „nur“ mäßig warm und verantwortlich für den bis jetzt typischen mitteleuropäischen Sommer. Nur kurze Hitzeschübe aus SW vor einer Gewitterfront bzw. Trogvorderseite und vorübergehende Abkühlung an der Rückseite treten auf. Hitzewellen sind bei diesem zonalem Zirkulationsmuster nicht zu erwarten. Dazu wäre eine nachhaltige Meridionalisierung der Zirkulation mit Trog im Bereich der europäischen Atlantikküste und verbundener Vorderseitenlage im Alpenraum notwendig. 

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Wochenprognose: Weiterhin wechselhafter vom Atlantik geprägter Durchschnittssommer

Vor einer Woche zeigten die Modelle eine Ausweitung des Azorenhochs in Richtung ME mit nachfolgender Advektion heißer Luft von der Iberischen Halbinsel. Vom Höhentief, das in der Osthälfte  Österreichs einen verregneten und unterkühlten Sa und einen durchwachsenen So verursacht, war in den Modellsimulationen noch nichts zu sehen. Nur im W und S (V, T, K)  sorgt ein Azorenhochausläufer für freundlicheres und trockenes Wetter.

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Almrosenwanderung auf den Neunerkogel (Stubaier Alpen)

Nach den „Bergsteiger“-Fototagen, die heuer im Ötztal stattfanden (Bildbericht folgt in den nächsten Tagen), stand gestern nur mehr die Heimfahrt am Programm. Den Vormittag nutzte ich noch für eine Genusswanderung  vom Kühtaisattel zwischen Ötztal und Sellrain auf den 2640m hohen Neunerkogel.

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Das „Wilde Mannle“, der südliche Trabant der Wildspitze

Die Wildspitze in den Ötztaler Alpen ist mit 3768m der zweithöchste Berg Österreichs. Bei einer aussichtsreichen Rundwanderung auf des knapp über 3000m hohe „Wilde Mannle“ bieten sich mir eindruckvolle Einblicke in das Rofenkar und den vor Jahren durchgeführten südseitigen Gratanstieg. 

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Lehner Wasserfall im Ötztal

Hoch über Längenfeld donnert der Lehner Wasserfall  80m im freien Fall in eine Schlucht. Über einen eindrucksvollen Klettersteig im Nahbereich des Wasserfalls mit hautnahen Blicken auf die tosenden Wassermassen und zeitweise auf Tuchfüllung mit seiner Gischt erreiche ich seinen Zufluss.  Über eine gewagte Seilbrücke, die über die imposante Absturzkante führt, erreiche ich völlig durchnässt den Abstiegswanderweg.

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Wochenprognose: wechselhaft und sommerlich warm (mit persönlichem Hochsommerausblick und Wetterbildern)

Der Siebenschläferzeitraum nach gregorianischen Kalender (erste Julidekade) hat heuer von allem etwas zu bieten. Sonnige (Hoch-)sommertage, wie aktuell, werden von atlantischen Fronten unterbrochen. Weder eine Hitzewelle mit Trockenheit, noch anhaltender Tiefdruckeinfluss sind zu erwarten. In der kommenden Woche bestimmt weiterhin eine zonale Zirkulation zwischen Azorenhoch und einer atlantischen Tiefdruckzone zwischen Neufundland und Skandinavien das Wetter im Alpenraum.

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