Archiv der Kategorie: Aktuelles / Erlebnisberichte (Berichteblog)

Thenneberg – Mariazell – Thenneberg

Nach 2-jähriger Pause unternehme ich gestern bei sommerlichen Temperaturen und teilweise starken Föhnwind wieder meine fast schon zum Ritual gewordene Mountainbiketour nach Mariazell.
Wie schon an andere Stelle auf meiner HP beschrieben führt mich die Route im Bereich der Via Sacra auf Forststaßen, Radwegen und Landstraßen von Thenneberg nach Mariazell. 
Retour geht es auf den gut beschilderten Traisental-, Gölsental- und Triestingtalradweg.
Die Streckenlänge beträgt insgesamt exakt 200km bei 2400Hm Höhendifferenz. Unterwegs bin ich dank Akkuunterstützung für die teils steilen Bergaufpassagen und im Kampf gegen den starken föhnigen Gegenwind „nur“ 12 Stunden inkl. Pausen .

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Obstblüte: kaum begonnen, schon zerronnen

Der kühle April verzögerte heuer die Obstblüte bis an sein Ende. Die ersten Eindrücke dieses farbenfrohen Naturereignisses aus dem Oberen Triestingtal habe ich bereits gezeigt:
Obstblüte im April.

Kirsche, Apfel, Birne …. alles blühte heuer fast gleichzeitig, lief in den ersten Maitagen zur Hochform auf und wurde rasch von der einsetzenden Blattentfaltung optisch entzaubert. Den Rest besorgte der gestrige stürmische Westwind, der die Blütenblätter wie Schneeschauer durch die Luft wirbelte.
 
Blau, weiß und grün, garniert mit gelben „Tupfern“, waren  die dominierenden Farben im Landschaftsbild des Oberen Triestingtales in den ersten Maitagen.

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Spätes Frühlingserwachen im Oberen Triestingstal

Der kalte April 2021 hat es heuer dem Frühling schwer gemacht. In Zeiten des Klimawandesl ist man die „frühere Normalität“ nicht mehr gewohnt. Statistisch dürfte es der kälteste April seit 1997 sein. Erst in den letzten milden und recht sonnigen Tagen hat die Obstblüte im Oberen Triestingtal voll eingesetzt und wird noch weit in den Mai hinein andauern. Ebenso verschiebt sich heuer das Ergrünen der Wälder, das erst zarte Ansätze zeigt,  in den Wonnemonat Mai.

Nachfolgend eine Fotosequenz vom Aprilende mit dem Beginn der  Obstblüte und Landschaftsbildern aus dem Oberen Triestingtal:

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Der marode Frühling tritt nun allmählich in die Pedale; aber „ohne Turbo“ ;)

Die -3,2 °C, die meine Messstation in Thenneberg aktuell um 06:20 anzeigt, sind wahrlich nicht frühlingshaft. Es sollte aber der letzte Morgenfrost für längere Zeit, oder vielleicht auch der letzte des Frühjahrs sein. Der zu Ende gehende April könnte der kälteste seit den 1970-iger Jahren werden. Von nun an gehts aber langsam „bergauf“, auch wenn die Wettermodelle von nachhaltiger Frühlingswärme noch nichts wissen wollen . Auch für die  ersten Maiwoche wird noch die zeitweilige Zufuhr von Kaltuft aus NW simuliert.
Nichts desto trotz zeigt sich die Vegetation mittlerweile auch im Oberen Triestingtal frühlingshaft. Die Obstblüte hat eingesetzt und wird heuer, da es nur langsam wärmer wird,  bis weit in den Mai hinein andauern.  

Nachfolgend ein umfangreiche Fotoserie der letzten Tage:

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Aprilschneemengen 2021 vs. 2017

Das starke Schneefallereignis der letzten 2 Tage erinnert mich stark an 19./20. April 2017. Auch damals wurde in hohen Luftschichten sehr feucht Mittelmeerluft von einem Adriatief, das sich auf Vb-ähnlicher Zugbahn zum Balkan verlagerte,  zu den Ostalpen geführt.  Bodennah strömte gleichzeitig kalte Luft aus NW (2021) bzw. NO (2017)an die  Alpennordseite von NÖ. Das Resultat dieser „Gegenstromanlage“ waren in beiden Fällen Aufgleitniederschläge erheblicher Intensität vom Wienerwald über die Gutensteiner Alpen bis ins Mariazellerland. Im Obere Triestingtal fiel der gesamte NS 2021 als nasser, 2017 als trockener Schnee.

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Frühling BITTE WARTEN!

Nach dem Frühlingsintermezzo am Wochenende und Mo hat sich gestern Di der Winter im Oberen Triestingtal bis ins Tal zurückgemeldet (siehe Bilder im Beitrag). Das Beitragsbild ist brandaktuell aus meinem Garten (Mi, 07:50).

Hoher LD, der sich ausgehend vom Azorenhoch brückenartig über GB bis Skandinavien blockiert die atlantische Frontalzone und lenkt sie ins europäische Nordmeer. Damit bleibt mildes atlantisch geprägtes Wetter für ME bis auf weiteres abgeriegelt. Im Übergangsbereich der HB (Hochdruckbrücke) zu einem Höhentiefkomplex über dem Mittelmeerraum/Balkan gelangen mit einer N- bis O-Strömung im gesamten Mittelfristzeitraum mehr oder weniger kalte Luftmassen in den Ostalpenraum. Diese kommen Do/Fr mehr aus N und sind etwas trockener, was das Schadpotential für Ostkulturen nach Morgenfrösten wieder ansteigen lässt. Ab dem Wochenende werden sie mit Drehung der Strömung auf O feuchter. Dabei erfolgt ein zögerlicher Temperaturanstieg.
Bis zum Ende der zweiten Aprildekade bleibt der Frühling jedenfalls auf Distanz und die Temperaturen  bleiben trotz langsamen Anstiegs unter dem klimatologischem Mittel.

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Klassisches Aprilwetter durch „arctic outbreak“ mit exemplarischer Bilddoku aus dem Oberen Triestingtal

Wie ein Wasserfall stürzte gestern Di hochreichend labile Polarluft im Gradientenfeld zwischen Atlantikhoch und einem Nordskandinavientief  vom Polarmeer über das europäische Nordmeer und die Nordsee direkt zu den Alpen (Beitragsbild, Quelle NASA).

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Frühjahrsschitour auf den winterlichen Schneeberg

Der starke Temperaturanstieg seit gestern hat die Schneebeschaffenheit stark verändert. Während gestern in Schattlagen noch gut gesetzter kalter Pulverschnee genussvolle Abfahrtsfreuden ermöglichte, ist der Schnee heute, abgesehen von windausgesetzten Bereichen,  fast bis in die Gipfelregion des Schneebergs angefeuchtet. Für die gewählte alpine Abfahrt durch die Breite Ries waren die etwas weicheren Verhältnisse aber durchaus von Vorteil, weil die dadurch weichen Windgangeln wenig störten und sich die abgeblasenen Harschflächen zu herrlichen  Firn wandelten.  Lediglich der tiefe feuchte Schnee im Wald und saugender Sulzschnee auf der Forsttraße zum Auto trübten den abschließenden Fahrspaß.

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