Fortsetzung der unbeständigen, gradientenschwachen, nebelanfälligen Blockinglage

Die Südföhnlage der letzten Tage bewirkte in den Südstaulagen – insbesondere Karnische Alpen und Dolomiten – große Neuschneemengen. Trocken, oft sonnig und mild blieb es dagegen an der föhnigen Alpennordseite zwischen Vorarlberg und Salzburg. Nebelig trüb  verliefen die Tage im nördl. Alpenvorland und dem östl. Flach- und Hügelland. Auch die Gipfel des Oberen Triestingtales waren bei lebhaftem SO-Wind und anfangs negativen Temperaturen in dichten Nebel gehüllt. Dabei baute sich eine prekäre Raueislage auf. Temperaturanstieg und Tauwetter bis in die Gipfelregionen verhinderte zum Glück größere Bruchschäden durch die Eislasten. Unter den mächtigen Buchen des oberen Hocheckkammes liegt nun auf den Waldböden das von den Ästen gefallene Raueis geschätzt bis zu 1m hoch:

 

            

            

 

Derzeit liegt der Alpenraum zwischen einer Tiefdruckzone, die mit dem weit im S verlaufenden Jetstream vom NA bis ins Mittelmeer reicht und einer Hochdruckzone von OE über Skandinavien bis Grönland. Atlantische Fronten bleiben für den Großteil des Alpenraums blockiert und erreichen nur von S die Alpensüdseite:

 

Diese Konstellation hat einen langen Atem und wird auch das Wetter über das Wochenende hinaus bestimmen. Es bleibt unbeständig mit weiterhin nebelig trübe Aussichten im Flach- und Hügelland des O. Bei eher milden Temperaturen fällt allfälliger leichter NS unterhalb 1000m meist als Regen.

Wieweit sich die Störung des sPW (stratosphärischer Polarwirbel), die ich in einem Beitrag anfangs der Woche behandelt habe, das Wettergeschehen in den Ostalpen auswirkt, ist nach wie vor unklar. Es gibt keinen einheitlichen Modelltrend.

Die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ zeigen die große Bandbreite bei den Temperaturen im erweiterten Mittelfristzeitraum:

 

Tendenziell dürften in der zweiten Februardekade atlantische Fronten zunehmend den Ostalpenraum beeinflussen und auch in den NS-armen Gebieten nördl. der Alpen in höheren Lagen für Neuschnee sorgen. Die arktischen Luftmassen kommen in Wochenfrist bis Skandinavien voran.

Aktualisierung folgt!

 

 

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