Eine zu einem Adriatief gehörende Okklusion quert heute die Ostalpen mit Regen und Schneefall von S nach N. Die SFG liegt im SO teils oberhalb 1000m, während sie im N und in NÖ in etwas kälterer Luft bis in die Niederungen sinkt. In tiefen Lagen bleibt es bei Nassschnee, in Lagen oberhalb 600m-800m erwarte ich 10cm-15cm Neuschnee.
Aktuelle Geopotential-/Druckstruktur vom letzten GFS-Modelllauf:
Nach Passage der Okklusion bleibt eine feuchte Grundschicht zurück. Bei gradientenschwachen Verhältnissen ist es in den Niederungen des O und S in den kommenden Tagen wieder häufig nebelig trüb und recht kühl. Auf den Bergen dagegen wird es bis Wochenbeginn wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten und nur geringen NS-Signalen. Dabei bestimmen weiterhin zwei Hauptakteure das Wetter im Alpenraum. Über dem nahen NA liegt ein sich immer wieder regenerierender Tiefdruckkomplex. Dem gegenüber steht ein umfangreiches blockierendes Hochdruckgebiet über N- und NO-Europa. Die Ostalpen liegen im Übergangsbereich dieser beiden Druckgebilde im gradientenschwachen „Niemandsland“. Um die kommende Wochenmitte wölbt sich ein Rücken vom Mittelmeerraum auf und verbindet sich mit dem Kontinentalhoch. Damit endet die Zufuhr kühler Luft aus SO in der Grundschicht, sodass es in den Niederungen spürbar milder und oft auch in den Nächten frostfrei wird. Auf den Bergen steigt ab Wochenmitte bei föhnigem Südwind die Nullgradgrenze gegen 3000m. Südstau mit NS-Neigung und Föhn mit Sonne und hohen Wolkenfeldern nördl. der Alpen:
Der weitere Trend ist noch unsicher, die atlantische Frontalzone dürfte sich aber wieder Richtung Alpenraum ausdehnen und die Blockadelage abschwächen.

Wie treffend diese Wetterlagenbeschreibung „Niemandsland“ sich doch für die trübseligen Hochnebel-und Nebellagen des Wiener Beckens anhören! Das nenn ich jetzt meine Klimazone während der Wintermonate.
LG von Anette