Alle Beiträge von Franz

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Düsteres Winterszenario untermauert den rasant ansteigenden Temperaturtrend

Die rasant voranschreitende und nachweislich vom Menschen verursachten Erderhitzung mit seinen Folgen habe ich schon in mehreren Beiträgen behandelt.  U.U. stehen wir gerade am Beginn des wärmsten Jännermonats seit Beginn der Messgeschichte mit einzigartiger Schneearmut auch in den Gebirgsregionen (Beitragsbild: ORF). Der Rückzug der Schneegrenze in immer höhere Regionen schreitet stetig voran.

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Rückblick auf das Wetterjahr 2022

Global hat sich der langjährigen Trend mit deutlicher Erderwärmung auch 2022 fortgesetzt. 
Die vergangenen acht Jahre sind auf dem besten Weg, die acht wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, angeheizt durch die ständig steigenden Treibhausgaskonzentrationen. 
Die Folgen: Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich, die Gletscherschmelze in Europa bricht Rekorde und extremes Wetter mit Unwettercharakter.
Mitteleuropa ist vom Temperaturanstieg deutlich stärker betroffen, als manch anderer Erdteil.

Bezogen auf Österreich war 2022 nach der vorläufigen Auswertung der ZAMG in den Niederungen das drittwärmste Jahr in der 256-jährigen Messgeschichte, auf den Bergen das wärmste!

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ZAMG und GBA werden zu GeoSphere Austria

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und die Geologische Bundesanstalt (GBA) bündeln im neuen Jahr ihre Kompetenzen und werden zur neugegründeten GeoSphere Austria. Österreichs Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Meteorologie und Klimatologie geht heute am Neujahrstag 2023 offiziell in Betrieb.

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Wochenprognose: weiterhin mildes und wechselhaftes Atlantikwetter ohne Aussicht auf einen nachhaltigen Wintereinbruch

Auf den Bergen endet das Jahr 2022 am heutigen Silvestertag mit rekordverdächtigen Temperaturen: fast 15°C in 1500m, 0°C in 3500m! Auch im Jahresmittel wird das abgelaufene Jahr 2022 wahrscheinlich als das wärmste Jahr auf den Bergen Österreichs seit Beginn der Messgeschichte bilanzieren.
In den windschwachen Niederungen, wo sich mangels Durchmischung teils Nebel und seichte Kaltluftseen halten können, wird 2022 hinter 2018 ebenfalls auf dem „Stockerl“ landen.

Die weitere Entwicklung in der bevorstehenden Woche deuten auf Fortsetzung der für die Jahreszeit viel zu milden Wetterphase hin, obwohl die Temperaturen tendenziel leicht rückläufig sind. Erst zum Ende der ersten Jännerdekade dürfte sich das Temperaturniveau, geht es nach dem amerikanischen GFS-Modell, an das klimatologische Mittel annähern. Da das Zirkulationsmuster in ME voraussichtlich von einer westl. Komponente dominiert wird, sind dann für die Niederungen nasskalte Bedingungen zu erwarten. Für die Berge dagegen steigen die Chancen, dass sie von durchziehenden Störungen Schnee abbekommen.

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Außerordentlich milder Jahreswechsel

Die milde W/SW-Wetterlage mit eingebetten schwachen Störungsausläufern (übermorgen Fr und voraussichtlich Mitte kommender Woche), die nur vorübergehend leicht rückläufige Temperaturen bewirken,  dauert an. Dabei überwiegt meist schwacher antizyklonaler Einfluss bei wechselnder Bewölkung und ohne nennenswerten NS. Neuschnee ist somit nicht in Sicht!

Typisch für die höhenmilde Luft ist das tägliche Morgenrot (aktuelles Beitragsbild von heute 08:40).

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Facetten des Weihnachtstauwetters

Am Tag vor Weihnachten wurde auch im Oberen Triestingtal der flache Kaltluftsee, der den Schnee in Talnähe konservierte, während in höheren Lagen schon tagelanges Tauwetter herrschte,  ausgeräumt. Die Weihnachtstage verliefen sowohl in 1000m Höhe, als auch im Tal mit jeweils Tmax > 10°C extrem mild, trocken, windig und wechselhaft. 

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Wochenprognose: wechselhaft und extrem mild ohne Aussicht auf Schnee

Mit der angekündigten Zonalisierung hat die atlantische Frontalzone die Vorherrschaft über den Wetterablauf übernommen. Die herangeführten Luftmassen kommen zeitweise aus dem Bereich der Azoren, sind damit subtropischen Ursprungs, teilweise feucht  und vor allem sehr mild. Hinter schwachen eingebetteten Frontausläufer erreichen zwar zeitweise kühlere maritime Luftmassen die Ostalpen, die Schneefallgrenze bleibt aber meist bei 1500m und höher!
Eine Änderung des Zirkulationsmusters und damit wieder ein winterlicher Wettercharakter bekommt erst im Jänner eine Chance!

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Die langsame Erosion des Kaltluftsees über dem Oberen Triestingtal

Die in der vergangenen Woche eingeflossene, schwere arktische Kaltluft wehrte sich in den letzten Tagen hartnäckig gegen das „Unheil von oben“. Am Mo hat sich warme Subtropikluft oberhalb 1000m über die Kaltluftseen geschoben und diese gedeckelt. Unterhalb 1000m hielten sich mächtige Raueisablagerungen an der Vegetation. Am Di lag die Inversionsgrenze bei ca. 950m. Auf der Hocheckwarte war es gefühlt um 10 K wärmer, als im Nebel. Gestern Mi arbeitete sich die Warmluft, unterstützt durch lebhaftem Westwind, auf 800m vor. Im Oberen Triestingtal gab es bei einer Temperatur von ca. -3°C in den letzten Tagen kaum einen Tagesgang und somit Eistage bei einer geschlossenen Schneedecke.
Heute Do werden  mit dem Temperaturrückgang und auffrischendem Wind in der Höhe (maskierte Kaltfront) die Kaltluftseen ausgeräumt und das Weihnachtstauwetter eingeläutet  🙁
Nachfolgend eine Fotosequenz der letzten Tagen.

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