Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Sommerhoch mit Hitze und nachfolgend Potential für Schwergewitterlage

Die Ostalpen liegen zwischen einem Azorenhochkeil und tiefem LD im O in einer flachen Druckverteilung bis in hohe Schichten. Diese schwachgradientige Lage gepaart mit hochlabiler feuchter Luftmasse begünstigt weiterhin die Schauer- und Gewitterneigung. In den kommenden Tagen breitet sich dieser durchwachsene Wettercharakter bei schwacher nördlicher Anströmung auch in den bis jetzt sonnenverwöhnten Donauraum und das östliche Flachland aus.

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Wochenprognose: feuchtlabile Warmluft und geringe Druck- und Potentialgegensätze

Wenn mich heute jemand nach dem Wetter in den nächsten Tagen fragt, fällt mir postwendend der Spruch ein:
Alles ist möglich, nix ist fix  😉
Man kann aber einiges ausschließen: Kälte, Hitze, starker Wind (ausgenommen in lokalen Gewittern) sind in Wochenfrist unwahrscheinlich.

Die bevorstehende Woche ist geprägt von einer „Sumpflage„. Sowohl am Boden als auch in höheren Luftschichten sind die Druckunterschiede im Alpenraum äußerst gering. Die hier lagernde feuchlabile  schwüle Luftmasse wird im Tagesverlauf mit der Sonneneinstrahlung aktiviert, was verbreitet die Quellwolkenbildung anregt. Mit orografischer Unterstützung und durch lokale Konvergenzen sind vor allem im Bergland und der Westhälfte (V, T, S, K, Oberstmk) ortsfeste konvektive Starkregenereignisse und Gewitter nirgends auszuschließen. Wo sie auftreten ist nicht vorhersagbar, vergleichbar mit den aufsteigenden Blasen im kochenden Wasser.
Etwas stabiler bleibt es im Donauraum und dem östlichen Flachland.

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Frühsommerlich bei zunehmender Schauer- und Gewitterneigung

Die großskaligen Druckstrukturen stehen fest:
Tiefdruckzone NA (Nordatlantik), Höhentiefkomplex OE, Hoch Skandinavien, Rücken zentrales Mittelmeer mit schwacher Brücke zum Skandinavienhoch.
Von den Modellen immer wieder simulierte und schwer erfassbare Kaltlufttropfen (KLT), die entweder an der Südseite des Skandinaviens über das nördliche ME nach W ziehen oder vom NA über WE in Richtung Mittelmeer wandern, machen eine Detailprognose aber schwierig bis unmöglich. 
Während vom Wettercharakter deshalb keine stabilen Aussichten in Wochenfrist zu erwarten sind, ist der Temperaturanstieg auf (früh-)sommerliche Tmax abgesichert. Denn die eingeflossene recht trockene kontinentale Luftmasse wird langsam von feuchtlabiler milder Mittelmeerluft abgelöst.  Gradientenschwache Bedingungen, sowohl im Bodendruckfeld, als auch im Geopotentialfeld, stellen sich ein. Sie schaffen in der schwülen Lufmasse ideale Bedingungen für die Ausbildung von Schauern und Gewittern im Tagesgang; vor allem im Berg- und Hügelland und am häufigsten im SW. Die schwachen Windverhältnisse begünstigen lokal gößere Regenmengen.

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Wochenprognose: der Sommer nimmt einen ersten Anlauf

Über das Wochenende hinaus bis Wochenbeginn bleibt das kühle und wechselhafte Wetter bestehen. Mehr Sonne im W und S, dichtere Bewölkung im O. Pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn erfolgt die Weichenstellung für den Übergang zu einem frühsommerlich warmen, aber nicht beständigen Wetterabschnitt.

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Kein stabiles Sommerhoch im Alpenraum, aber Normalisierung des Temperaturniveaus

Der Mai endet unterkühlt und unbeständig, aber mit dem Monatswechsel und damit mit dem Beginn des meteorologischen Sommers erfolgt eine Normalisierung des Temperaturniveaus. Ein stabiles Hoch mit sommerlicher Hitze ist jedoch (noch) nicht in Sicht. Es bleibt wechselhaft.

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Wochenprognose: Weiterhin kühle, zu Schauern neigende Witterung mit „sommerlicher“ Perspektive

Eingebettet in die weiterhin anhaltende WSW-liche Grundströmung quert heute So vormittags ein Regenfeld mit einem Schwall kühler Atlantikluft den Ostalpenraum ehe es am Nachmittag von W abtrocknet und auflockert:

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Wochenprognose: der Mai bleibt kühl und schaueranfällig

Die derzeitige, über ME zyklonal geprägte GWL wirkt einzementiert. Aus synoptischer Sicht sind die großräumigen Geopotential-/Druckstrukturen  sehr beständig und nur schwer nachhaltig aufzubrechen.
Eingezwängt zwischen dem
Grönlandhoch, das mit einem Keil ins Nordmeer reicht,
– dem russischen Kontinentalhoch und
– dem Subtropenhoch
liegt eine großräumige trogartige Tiefdruckzone, die sich von Neufundland quer über dem NA (Nordatlantik) bis zum europäischen Kontinent erstreckt.  Im Gradientenfeld zum Subtropenhoch verläuft mit zonaler Zirkulation die nach S verschobene Frontalzone. Sie endet, blockiert durch das russische Kontinentalhoch, in einer Sackgasse und muss über ME/OE ins Mittelmeer ausweichen:

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Zeitweise regnerisch und relativ kühl ……………

……………….. werden sich die Wetterabläufe bis weit in die kommende Woche gestalten. Tiefdruckeinfluss übernimmt nach Föhnzusammenbruch das Kommando in ME und damit auch im Ostalpenraum. Ob zu Pfingsten eine Umstellung zu beständigeren und wärmeren Wetter erfolgt steht noch in den Sternen  😉

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Wochenprognose: der Mai bleibt launisch

Das Drehbuch für den Monat Mai ist noch nicht fertiggeschrieben, aber eines steht schon fest:
Er bleibt launisch, was in der „Wettersprache“  unbeständig heißt!

Bisher bewegte sich der Mai auf einer Achterbahn, und das dürfte er auch beibehalten. Auf einen frühsommerlichen Start (21,2°C an meiner Messsation in Thenneberg am 1. Mai) folgte eine unterkühlte zyklonale Westlage. Heute beginnt das angekündigte sommerliches Intermezzo, das von Di auf Mi von einer Kaltfront wieder beendet wird. Anschließend bewirken schwachgradientige zyklonal geprägte Druckverhältnisse einen „Barosumpf“ über weiten Teilen von WE/ME, gepaart mit eher kühlen Luftmassen aus NW
Die Eisheiligen stellen für die Vegetation keine Gefahr dar, es kündigt sich eher Wachstumswetter an. 

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