Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Wochenprognose: (Hoch-)sommerlich im O, etwas kühler und gewitteranfälliger im W

Das Pfingswetter gestaltet sich wie angekündigt. ME liegt an der Vorderseite eines Troges, der zu einer quasistationären Rossbywelle des stark mäandrierenden Zirkulationsmusters gehört. Die Kaltfront eines eingebetteten Drehzentrums über GB/Nordsee überquert heute Sa mit auffrischendem NW-Wind und leichter Abkühlung die Ostalpen. Abgesehen von Wolken und ein paar Regentropfen im W bzw. lokalen Regenschauern im Tagesgang im Bergland bleibt es freundlich und sommerlich warm:

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Weiterhin sommerlich mit Sonne und Gewittern; Potential für Saharahitze nach Pfingsten

Bis weit in die kommende Woche bleiben die Ostalpen an der Vorderseite eines Langwellentroges, der sich von Skandinavien über WE bis zur Biskaya erstreckt, in einer SW-lichen, nach Pfingsten S-lichen, Höhenströmung, mit der warme energiereiche Subtropikluft zu den Alpen gesteuert wird. Ein eingebettetes Gewittertief, das morgen die Ostalpen quert, wird bereits heute Mi (Schwerpunkt O und S) nach einem sonnigen Vormittag für lokale heftige präfrontale Gewitter mit Starkregen (langsame Zuggeschwindigkeit) und örtlichem Hagelschlag sorgen. Schauer und Gewitter werden morgen Do den ganzen Tag über verbreiteter auftreten und im O auch lokal Unwettercharakter annehmen.
Das antizyklonal geprägte Sommerwetter der letzten Tage mit Quellwolken tagsüber und nur lokalen Gewittern im Nahbereich des Balkantiefs wird nun unterbrochen; es bleibt aber sommerlich warm.

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Wochenprognose: Der Juni hält sich an den Wetterkalender

Pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn am 1. Juni stellt sich ein sommerlicher Witterungsabschnitt ein. Eine gradientenschwache, antizyklonal geprägte GWL mit  labiler schaueranfälliger Warmluft nach O zu  im Randbereich des ortsfesten abgetropften Höhentiefs über dem Balkan und Ionischen Meer bestimmt den Wettercharakter in den kommenden Tagen (Beitragsbild).
Die kommenden Tage beginnen nach W zu nach Auflösung von Restwolken vereinzelter nächtlicher Gewitter sonnig und windschwach, tagsüber entstehen Quellwolken und nur einzelne  Wärmegewitter. Deutlich labilerer Luftschichtung  begünstigen im östlichen Berg- und Hügelland (NÖ, B, östl. Stmk, Unterkärnten) rasche  Quellungen, die sich in weiterer Folge zu Schauern und Gewittern auswachsen können.  Aufgrund der windschwachen Verhältnisse bis in große Höhen sind die Gewitter weitgehend ortsfest, wodurch örtlich große NS-Mengen möglich sind.

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Ab dem Wochenende sommerliche Temperaturen mit steigender Gewittergefahr

Wie ich bereits im Beitrag vom 10. Mai vermutet habe, wird der zu Ende gehende Mai  die längste Serien aufeinanderfolgender überdurchschnittlich warmer Monate seit Beginn der Messgeschichte der ZAMG (13 Monate von April 2018 bis April 2019) beenden. Die Durchschnittstemperatur des Mai wird in Österreich um ca. 2 K  unter dem klimatologischen Mittel (1981-2010) liegen.

Dazu wird der Mai auch  mit deutlich überdurchschnittlichen NS-Mengen bilanzieren. An meiner Wetterstation in Thenneberg fielen bis heute früh im Mai mit 160mm Regen fast die doppelte Menge des durchschnittlichen Mainiederschlags. Und da gibt es heute Mi durch das Zusammentreffen einer Kaltfront aus NW mit dem Adriatief über den Ostalpen noch einiges an Nachschub.

Die bevorstehende Wetterbesserung mit der Überleitung zu sommerlicher Witterung am Wochenende hält sich wie die letzten Tage  an meine Wochenprognose.

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Wochenprognose: Juni startet mit sommerlichem Schönwetter

Heute So treten nach sonnigem Beginn in der labilen Luftmasse vor allem entlang der Alpennordseite und im O am Nachmittag verbreitet Schauer und Gewitter auf.
Morgen Mo tropft ein Tief ins westl. Mittelmeer aus und verursacht von S Regen. Nach anfänglichen sonnigen Abschnitten greifen nachmittags Regenschauer auch auf die Alpennordseite und den O übergreift. Noch bleibt es mild:

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Kurzer Wochenausblick und Maifotos mit Seltenheitswert

So sonnig wie heute wird sich der Mai vermutlich nicht mehr präsentieren. Die nachfolgenden Fotos zeigen die üppige Vegetation nach den reichlichen Mainiederschlägen bei Prachtwetter im Oberen Triestingtal.
Die Sonne wird sich zwar auch am Wochenende zeigen, an der Vorderseite eines ins westl. Mittelmeer abtropfenden Höhentiefs dreht die Strömung jedoch auf SW. Damit wird die Luftmasse milder aber deutlich labiler. Schauer und Gewitter – vor allem im aperen Berg- und Hügelland – gehören zur Tagesordnung.
Landwirte, die für den ersten Wiesenschnitt  zwei trockene Tage benötigen, müssen weiterhin zittern  😉
Deutlich unbeständiger, noch mild und NS-anfälliger, startet der Mo in die kommende Woche. Im Laufe des Di quert eine Kaltfront von W nach O und verdrängt die feuchtlabile Luftmasse. Sie leitet in frischer Meeresluft  weiterhin unbeständige und deutlich kühlere Tage ein.
Beständiges Hochdruckwetter in der kommenden Woche ist in den Wettermodellen nicht zu sehen. 

Im Gegenteil, ich glaube, der Mai endet so, wie er begonnen hat:
GWL TrM (Großwetterlage Trog ME).

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Der Mai bleibt durchwachsen

Die letzten Tage haben gezeigt, wie schwierig es ist, in der feuchtlabilen gradientenschwachen Luftmasse Punktprognosen zu machen, auch wenn die großräumige Entwicklung der Druckverteilung von den Prognosemodellen gut erfasst ist. 
Das Höhentief, dass sich über die Alpen von S nach N verlagerte, hat den erwarteten starken NS an der westl. Alpennordseite der Ostalpen gebracht. Heute Mi liegt das kleine Höhentief nordöstlicher von Österreich als erwartet und verursacht deshalb mit weiterer Zufuhr feuchter Lufmassen auch in NÖ Regenfälle. Aus W nähert sich ein Hochdruckkeil und leitet aus W langsame Wetterberuhigung ein:

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Wochenprognose: Von allem etwas ;)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns in Österreich eine recht unbeständige Woche mit durchschnittlichen Temperaturen bevorsteht. Labile Luftmassen und flacher Höhentiefeinfluss bleiben in den Ostalpen wetterbestimmend, sodass sich die Sonne gegen Wolken, verbunden mit Schauer- und Gewitterneigung, nur stundenweise bzw. voraussichtich ab Wochenmitte vorübergend behaupten wird.
Gebietsbezogene Detailprognosen sind in der schwachgradientigen Luftmasse schwierig. Schauer und einzelne Gewitter sind nirgends auszuschließen, bevorzugt werden sie im Berg- und Hügelland auftreten. Große NS-Mengen bis Wochenmitte erwarte ich an der Alpennordseite zwischen Vorarlberg und OÖ, zum kommenden Wochenende ist mit einem Trogvorstoß ins Mittelmeer in den gesamten Ostalpen  mit  Regen zu rechnen.

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Wochenprognose: „Mairegen bringt Segen“

Tiefdruckeinfluss und niederschlagsreiches, aber relativ kühles Wachstumswetter sind in der ersten Wochenhälfte wetterbestimmend.
Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt der zyklonale Einfluss vorherrschend, die Sonne zeigt sich aber zeitweise und es wird vor allem von Tag zu Tag wärmer. Zum nächsten Wochenende erwarte ich Temperaturen, die wieder annähernd der Jahreszeit entsprechen.

Bauernregeln und Wettersingularitäten, die auf regionale Wetterbeobachtungen zurückgehen, die bis ins Mittelalter zurück reichen,  haben eine erstaunliche (60%) Zuverlässigkeit. Heuer halten sich  etwa die Eisheiligen an den Kalender und der derzeitige regenreiche Witterungsabschnitt erfreut die Landwirte (Beitragstext).

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