Einem zu trockenen, warmen und sonnigen April folgt ein unbeständiger Maibeginn

Lt. Monatsbilanz der ZAMG war der April 2020 in den Niederungen einer der 15 wärmsten Aprilmonate der Messgeschichte, auf den Bergen sogar der viertwärmster April. Außerdem bilanziert der April als zweitsonnigster April der Messgeschichte und einer der 15 trockensten
An meiner Messstation in Thenneberg waren vor allem die häufigen Morgenfröste (Tmin -8 °C zu Monatsbeginn, oftmals zwischen -2 °C und -4 °C) und die extreme Trockenheit (weniger als 20mm NS im gesamten April) außergewöhnlich.

Der Abgang des April fügte sich, wie die folgenden Bilder der letzten Tage aus dem Oberen Triestingtal zeigen, nahtlos in dieses Muster ein:

 

             

 

Der Mai beginnt heute zwar feucht, aber die Regenmengen blieben mit 2,6mm bis 07:00 weit hinter den Berechnungen zum Zeitpunkt meiner letzten Prognose am vergangenen Di weit zurück. Und es sind heute und in den kommenden Tagen auch keine größeren Regenmengen in Sicht. Es wir lediglich unbeständiger/wechselhafter mit der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen und der Chance auf sporadische Regenschauer.

Ich habe in einer meiner letzten Analysebeiträge erwähnt, dass sich die Wettermodelle mit ihren Prognoserechnungen momentan sehr inkonsistent verhalten und damit keine belastbare Vorhersage über einen längeren Zeitraum zulassen. An diesem Eindruck hat sich nichts geändert. Die Modellschwankungen ab Tag 3-4 sind erheblich. In der ersten Maiwoche wird es, so wie ich das aktuell einschätze, weder die häufig angedeutete sommerliche Hitze aus S noch  polare Luft aus N geben. Es wird irgendein Szenario dazwischen werden; u.U. mit LMG (Luftmassengrenze) über den Ostalpen und SW-NO Temperaturgefälle. 

Tendenziell bleibt ME in einem breiten Gradientenfeld zwischen tiefem LD über Skandinavien und hohem LD über dem westl. Mittelmeerraum in einer schwachen westl. Grundströmung, mit der mäßig temperierte atlantische Luftmassen in den Alpenraum gelangen. Der Hauptniederschlag wird von den Bergen abgefangen, für den O bleibt wenig übrig.

 

Exemplarisch die vom aktuellen GFS-Modelllauf simulierte Geopotential-/Druckstruktur für kommenden Di:

 

Die zeitgleiche Temperaturverteilung in einer Höhe von 850hPa/1500m zeigt, dass subpolare Luft bis ins nördliche ME gelangt und subtropische Luft aus der Sahara bis in den westl. Mittelmeerraum und mit den Ausläufern zu den Südalpen. Österreich liegt möglicherweise genau dazwischen in der oben erwähnten LMG:

 

Wochenprognose folgt! 

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