Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Wochenprognose: Nach Kaltfront-/Trogpassage neuerlich Hochdruckeinfluss

Die ungewöhnlich milden Temperaturen oberhalb der Grundschicht dauern heute Fr an. An der Vorderseite eines sich aus W annähernden Troges mit vorlaufender Kaltfront steilt die Strömung auf SSW-Richtung an. In Mittelgebirgslagen und Föhntälern der Alpennordseite wird es föhnig und mild, im Alpenvorland und dem Flachland bleibt es weiterhin bei der nebeligen Witterung mit unangenehm kühlem SO-Wind:

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Halbzeit des meteorologischen Winters (Rückblick und Ausblick)

Wie ein Fußballspiel hat auch der Winter zwei Hälften. Halbzeit ist heute und ich nutze dies zu einem Rückblick und einen kurzen spekulativen Ausblick auf eine hoffentlich interessantere und winterfreundlichere zweite Hälfte.

Zusammenfassend war die erste Winterhälfte österreichweit viel zu mild, zu trocken und damit auch im Gebirge schneearm. Die ausgeprägte Erhaltungsneigung  eines zonalem Zirkulationsmusters  mit einer häufig nördlich verlaufenden Frontalzone führte im Alpenraum zu einer Dominanz des antizyklonalen Einflusses (siehe weiter unten) mit Höhenwarmluft (Beitragsbild von gestern) und mit überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer, vor allem über der inversionsanfälligen Grundschicht.

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Zu Inversion neigende Hochdruckdominanz bleibt erhalten

Der weiterhin unwinterliche Witterungsausblick am Ende meiner letzten Wochenprognose bestätigt sich auch in den Modellläufen der letzten Tage. Der antizyklonal geprägte Wettercharakte mit WSW/SW-licher Grundströmung (GWL SWa) setzt sich bis über die Mitte des Monats fort. Überdurchschnittlich milde Luft  dominiert  in höheren Lagen,  inversionsbedingte Kaltluftseen bleiben in windgeschützten Tal- und Beckenlagen vorherrschend. Schwache Frontausläufer der leicht mäandrierenden und über das nördlich ME verlaufende Frontalzone queren dabei die Alpen zeitweise mit Wolken und  vorübergehend zurückgehenden Temperaturen auf den Bergen.  Nennenswerter NS ist bis Mitte des Monats nicht zu erwarten.

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Wochenprognose: Milde WSW-Grundströmung mit Trog-Rückenmuster

Die ruhige und auf den Bergen milde Hochdruckphase dauert heute Fr noch an. Die angekündigte Wetteränderung macht sich durch Wolkenfelder bereits bemerkbar.
Der in meiner letzten Prognose/Analyse angekündigte polare Kaltluftvorstoß am Wochenende wird von einem Hochdruckkeil aus W bedrängt, erfolgt deshalb weiter im O und wird die Ostalpen nur in abgeschwächter Form beschäftigen (Beitragsbild). Auch die damit verbundene Nordstaulage wird nur mäßige Neuschneefälle vom Berchtegadenerland östwärts bewirken und bereits am So wieder zu Ende gehen. Im östlichen Flachland erwarte ich wechselhaftes und windiges Wetter ohne Frost und Schnee. Die Alpensüdseite bleibt nordföhnbedingt auf der sonnigen und trockenen Seite. 

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Kaltlufteinbruch am verlängerten Wochenende

Mit einer inaktive Kaltfront verläuft der heutige Silvestertag wechselhaft, trocken und recht mild. Auf den Bergen, im Donauraum und dem Alpenostrand lebt spürbarer W-Wind auf. In der Neujahrsnacht bleibt es niederschlagsfrei, es kühlt aber merklich ab.
Ab morgen Mi, dem Jahresbeginn 2020, bis inkl. Fr setzt sich das Hochdruckwetter mit Morgenfrost und Plusgraden tagsüber fort.
Eine Kaltfront aus NW legt sich am Sa an die Alpennordseite. Mit ihr fließen deutlich kühlere Luftmassen polaren Ursprungs ein. Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht auf So bis in die Niederungen. Höhenkaltluft führt auch im Flachland zu Graupelschauer (Wintergewitter nicht ausgeschlossen) und mit Glück am So zu einer zarten Schneedecke.
Die Nordstaulage hält über den So an und schwächt sich am Mo deutlich ab. In den Nordstaulagen sind von Sa bis Mo große Neuschneemengen zu erwarten. Nach O zu ist die Niederschlagsintensität deutlich reduziert.
So/Mo werden, abgesehen vom östlichen Flachland und dem SO Österreichs, Eistage.
Ab Di gelangt die eingeflossene Polarluft  aus W wieder  unter Hochdruckeinfluss. Bitterkalte Nächte, vor allem in den schneebedeckten Alpentälern, und deutliche Milderung auf den Bergen folgen.

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Wochenprognose: Hochdruckdominanz, kein NS und (höhen-)mild

Was ich in meiner letzten Analyse bereits angedeutet habe, bestätigt sich. Nach der kurzen Aufwölbung des Hochdruckgebietes über der Iberischen Halbinsel bis Skandinavien und Advektion gemäßigter Polarluft in den Ostalpenraum aus nördlicher Richtung in den  Alpenraum wird die atlantische Frontalzone mit milden westlichen Winden wieder wetterbestimmend. Sie verläuft recht weit im N während sich der Atlantikrücken übe WE/ME legt und in weiterer Folge über ME einen autarken Hochdruckkern ausbildet (GWL HM). Atlantische Störungen bleiben im Alpenraum in Wochenfrist weitgehend wetterinaktiv und machen sich nur durch Wolken bemerkbar.

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Bis ins neue Jahr nur „Berglandwinter light“

Vor dem letztem Winter 2018/19 leistete ich mir eine neue dicke Daunenjacke, die einem auch bei Temperasturen unter -20 °C  ausreichend Kälteschutz bietet. Bis heute habe ich sie nicht benötigt; ungetragen hängt sie im Schrank.
Da meine Schiausrüstung ebenfalls in die Jahre gekommen ist, wollte ich im letzten Frühjahr im Ausverkauf in neue Schier investieren. Dies ist kein Luxus bei meinem Verbrauch. Der Plan wurde vom Schicksal durchkreuzt, als wüsste „jemand“, dass in diesem schneearmen Winter auch alte Latten, die schon von zahlreichen Grundkontakten gezeichnet sind,  genügen.  Noch lehnen sie verstaubt im Kellereck und so wie es aussieht werden sie im alten Jahr keine Frischluft mehr schnuppern.

Eine Freundin meiner Frau, selbst begeisterte Schitourengeherin, hat am Telefon zu ihr gemeint, ich sollt endlich Schnee machen. Die Antwort: wenn er könnte, hätten wir 2m Schnee 😉
Das ist zwar übertrieben, aber die über 30mm NS der letzten Tage, die bis in die Gipfelregion des Hocheck als Regen fielen, hätte ich als  Schnee fallen lassen. In der Jahreszeit des niedrigsten Sonnenstandes wäre das doch nur zu normal.

Ich kann mich nur an einen Winter erinnern, in dem ich meine erste Schitour auf den Schneeberg  erst im Jänner durchführte  🙁 

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Wochenprognose: nasskaltes W/NW-Wetter gefolgt von Grenzwetterlage?

Planmäßig geht mit dem heutigen Sa die Föhnwetterlage mit den ungewöhnlich hohen Temperaturen auf den Bergen und in den Föhntälern zu Ende. Während bis Do eine feuchte, nebelanfällige und relativ kühle Grundschicht (Inversion) den Wettercharakter bestimmte, griff gestern auch im Triestingtal der Föhn durch und ließ an meiner Wetterstation  die Tagestemperatur auf 15,7 °C (!) steigen.
Einige Bilder von Do (Hocheck) und Fr (Peilstein):

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Maskierte Kaltfront beendet Föhnlage am Wochenende

Die Ausführungen in meiner letzten Wochenprognose sind im Großen und Ganzen nach 4 Tagen noch immer gültig.

Der extrem warme Wetterabschnitt auf den Bergen und in Föhntälern der Alpennordseite, der dem Zustrom subtropischer Luftmassen aus dem Bereich der nördlichen Sahara  inkl. Saharastaub zu verdanken ist, dauert noch bis Fr an. Relativ kühl bleibt es dagegen in der von der föhnigen Südströmung durch eine Inversion entkoppelten Grundschicht vieler Täler und im östlichen Flachland. Südstau verursaht  zeitweiligen NS mit hoher Schneefallgrenze (nahe 2000m) südlich der Alpen.
An meiner Messstelle in Thenneberg hatte es gestern am frühen Vormittag z.B. -2 °C, auf der Araburg dagegen traf ich auf ein mildes Lüftchen von 15 °C (!) aus S.
Auch aktuell um 07:30 lastet ein flacher Kaltluftsee mit frostiger Temperatur über dem Oberen Triestingtal (Beitragsbild). Das Morgenrot ist ein untrügliches Zeichen für die Warmluft in den höheren Luftschichten.

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