Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Kein Ende des Sommerwetters in Sicht

Die mächtige Antizyklone mit omegaähnlicher Kontur, die den europäischen Kontinent und Skandinavien bedeckt, zeigt Durchhaltevermögen.  Damit bleibt wird die atlantische Frontalzone, die Abkühlung bringen könnte, weiterhin blockiert und verläuft weit im N ins europäische Polarmeer. Somit bleibt das sommerlich warme und gradientenschwache Wetter bis über den Monatswechsel hinaus bestehen. Durch flache Tiefdruckgebiete in den oberen Schichten der Troposphäre  ist die Luftschichtung allerdings teils labil geschichtet und die Schauer- und Gewitterbereitschaft mit dem Tagesgang sehr hoch. Die windschwachen Verhältnisse bis in große Höhen bedingen, dass  Gewitter nur geringer Verlagerungstendenz zeigen, wodurch die Gefahr von Starkregen und lokalen Überflutungen hoch ist/bleibt.

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Update Wochenprognose: Mächtige Antizyklone bringt sommerlichen Wetterabschnitt

Auf die Unsicherheiten bei der Erfassung von KLT-Verlagerungen durch die Wettermodelle bin ich in meiner letzten Wochenprognose ausführlich eingegangen. Rückblickend hat sich meine Skepsis bewahrheitet. Der mögliche KLT-Einfluss ab der zweiten Wochenhälfte erweist sich als „Modellspinnerei“ und ist nicht mehr vorhanden. Im Gegenteil, es geht im Verlauf der Woche unaufhaltsam in Richtung Sommer, auch wenn dies nicht zwangsweise stabiles Schönwetter bedeutet.
An der grobskalige Wetterentwicklung in meiner letzten Analyse halte ich zwar fest, aber im Detail ergeben sich durch kleine Änderungen bei der KLT-Berechnung großer Auswirkungen.
Das Hochdrucksystem über Skandinavien wird nur vorübergehend nach O abgedrängt. Von den Azoren baut sich ein Keil über GB bis nach Skandinavien auf und regeneriert das Skandinavienhoch nachhaltig. Die atlantische Frontalzone wird weit nach N abgedrängt und markiert eine ungewöhnlich ausgedehnte Antizyklone über dem Nordatlantik und EU (Beitragsbild  mit dem Jetstreamverlauf zum kommenden Wochenende).

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Wochenprognose: frühsommerlich warm mit Sonne, Quellwolken und Schauern

Flache Druckverteilung mit schwacher Tiefdruckdominanz bestimmen das  Wetter am heutigen Pfingstsamstag. Bei feuchtlabiler Luftschichtung herrscht ein vom Tagesgang bestimmter Wettercharakter mit sonnigen Abschnitten am Vormittag. Über dem Berg- und Hügellland entstehen mit orografischer Unterstützung bald Quellwolken, gefolgt von  Schauern und einzelnen Gewitter am Nachmittag. Verzögert greift diese Entwicklung auch auf die Alpenränder und das Flachland über.
Die gradientenschwache Lage mit einem ähnlichen Tagesgang bleibt auch am Pfingstsonntag bestehen. Der Schwerpunkt der Schauer- und Gewittertätigkeit liegt im Bergland und im S. 
Mit Südföhntendenz wird der Pfingstmontag im N und O stabiler und sonniger.
Bereits ab Di nehmen die Prognoseunsicherheiten hinsichtlich detailliertem Wetterablauf mit einem aus O advehierten KLT (Kaltlufttropfen) stark zu (siehe synoptische Analyse). 

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Landregen beendet die Trockenheit; durchwachsenes Pfingstwetter

Im Zentrum eines Höhentiefs verläuft im gesamten Österreich  der heutige Di trüb und nass.
Was für viele Gebiete im S und SO des Landes mittlerweile zu viel des Guten ist, bedeutet für den W, N und O  eine Beendigung der herrschenden Trockenheit. Für letztere Gebiete ist der Landregen Goldes wert. 

Die nachfolgende Karte der ZAMG(Quelle Klimatothek) dokumentiert die NS-Abweichungen vom langjährigen Mittel eines Frühjahrs bis zum heutigen Zeitpunkt. Rot eingefärbt sind die Gebiete mit NS-Defizit:

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Wochenprognose: Tiefdruckeinfluss und Temperaturrückgang

Wie schon an anderer Stelle erläutert hat die Wettersingularität „Eisheilige“ im neuen Klimazeitalter mit der globalen Erwärmung keine erkennbare Auswirkung auf unser Wettergeschehen. Auch nach dem gregorianischen Kalender, nach dem sie um 10 Tage später eintreffen, werden sie vermutlich in Zukunft eher in kurzen Hosen und Leibchen daherkommen und keinen Anorak benötigen  😉

Trotzdem wird der seit April anhaltende überdurchschnittlich warme, frühsommerliche Wetterabschnitt mit Wochenbeginn beendet – also während der Eisheiligen – und bis Pfingsten unterbrochen. Wie schon in einem früheren Beitrag erläutert, werden die Eisheiligen keinen Temperatursturz bringen, aber eine moderate Abkühlung auf jahreszeittypische Temperaturen gepaart mit zyklonalem Einfluss wird erfolgen. 

Rechtzeitig am Beginn des Pfingstwochenendes könnte sich wieder eine warme  Vorderseitenlage ausbilden. Damit würde es zwar sommerlich warm, aber mit hoher Bereitschaft zu Schauern und Gewittern. Diese Entwicklung ist zwar noch unsicher, aber die großen Wettermodelle GFS, das ich in der Regel für meine Analysen nutze, und EZ gehen in diese Richtung.

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Warm und gewittrig bis zum Wochenende, danach Umstellung der GWL

Das kleinräumige Höhentief (bzw. der Kaltlufttropfen), das gestern von O her zu einer markanten Labilisierung der Luftmasse mit heftgen Gewittern sorgte (LINK), liegt heute Mi über dem W Österreichs. Im W sowie wie im gesamten Bergland lebt im Tagesverlauf die Gewittertätigkeit wieder auf:

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Wochenprognose: Hochdruckbrücke vs. Tiefdruckrinne ….. keine Frostgefahr durch die Eisheiligen

In der  Hochdruckbrücke, die  sich vom Azorenhoch über das nördliche ME bis Russland erstreckt, hat sich ein eigenständiges zonal ausgerichtetes  Hochdruckgebiet zwischen Nordsee und Baltikum ausgebildet.
Heute So und morgen Mo wird im südlichen Gradientenfeld des Hochs zum Tiefdruck im Mittelmeerraum mit einer zunehmend östlichen Strömung trockene Warmluft zu den Ostalpen gesteuert. Die Schauer- und Gewitterneigung nimmt ab und zieht sich in die Alpen  und an ihre Südseite zurück. Sonniges (Früh-)sommerwetter setzt sich durch:

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Weiterhin frühsommerlich mit zunehmender Gewitterbereitschaft

Wie in meiner Wochenprognose ausführlich erläutert, kommt es durch einen Cutoff-Prozess des WE-Troges zur Ausbildung eines markanten Höhentiefs über dem Tyrrhenischen Meer. Dieses steuert mit einer  kräftigen S-Strömung feuchtlabile Warmluft über den Balkan nach N.

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Wochenprognose: Übergang von TrW zu BM

Die Ostalpen verbleiben bis Wochenmitte an der Vorderseite eines westeuropäischen Troges (GWL TrW) in einer großräumigen SW-Strömung. Während es heute So und morgen Mo weiterhin mit Südföhn (früh-)sommerliche Temperaturen vorherrschen bringt eine schwache Kaltfront am Di leichten Temperaturrrückgang, viele Wolken aber nur einzelne Schauer.
In der zweiten Wochenhälfte erfolgt eine Umstellung der GWL. Aus dem WE-Trog schnürt sich  ein Höhentief  ab und zieht ins Tyrhennische Meer, wo es unter langsamer Abflachung zunächst weitgehend ortsfest bleibt. An seiner Vorderseite steuert es  von Mi bis Fr feuchtmilde, labile und schauer-/bzw. gewitteranfälliger Mittelmeerluft an die Alpensüdseite. Über dem nördlichen ME bildet sich in der zweiten Wochenhälfte eine Hochdruckbrücke (BM) vom Azorenhoch zum Kontinentalhoch aus. Diese beeinflusst ab Do die Alpennordseite und drängt den Einfluss des Mittelmeertiefs ab Fr nach S ab.

Mit dieser Entwicklung erfolgt eine Abkehr von dem in meiner letzten ausführlichen Analyse angekündigte Tiefdrucksumpf über ME und eine Zuwendung zu deutlich stabilerem und antizyklonaler geprägtem Wetter. 

Hochdruckwetter mit einzelnen lokalen Schauern und Gewittern dominiert aus heutiger Sicht zum kommenden Wochenende im gesamten Ostalpenraum. Das Temperaturniveau pendelt sich auf Mainiveau ein.

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Diesiges Wochenende durch Saharastaub sorgt für weiteren Aprilrekord

Trotz der gestrigen markanten Kaltfront mit einem gefühlten Temperatursturz um fast 15 K auf Tmax von knapp über 10° C und der nachfolgenden kühlen Strahlungsnacht (aktuelle Temperatur um 07:00 an meiner Messstation in Thenneberg: +1,6° C) wird der April vermutlich als der wärmste in die Statistik der Messaufzeichnungen der ZAMG eingehen.
EDIT 13:00: Die gerade veröffentlichte Monatsbilanz der ZAMG weist den April 2018 als zweitwärmsten der 251-jährigen Messgeschichte aus. Nur der April 1800 war noch wärmer.

Auch die Mengen an Saharastaub, die im Verlauf des Aprils bereits zu den Alpen transportiert wurden und am Wochenende noch ankommen werden (Beitragsbild, Quelle: ZAMG Schadstofftransport), sind rekordverdächtig.

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