Die Hitzegeplagten werden aufatmen, dass nun körperfreundliche kühlere Zeiten anbrechen. Wie in meiner letzten Analyse thematisiert, hat ein erster Kaltluftvorstoß ein Genuatief induziert. In der Nacht auf heute Mo hat im Ostalpenraum von S kräftiger konvektiv durchsetzter Regen eingesetzt und jetzt am Morgen auch den O erfasst.
Damit war in diesem Jahr der gestrige So in Ostösterreich der letzte Tag auf hochsommerlichen Temperaturniveau. Auch an meiner Messstation wurden nochmals 30°C an Nachmittag gemessen. Der Vormittag verlief weitgehend wolkenlos mit in der Ferne im Sektor SW erkennbarem hohen Wolkenaufzug:
Die im letzten Analysebeitrag beschriebene weitere Wetterentwicklung bis Do wird von den letzten Modellläufen annähernd weitgehend bestätigt. Ein massiver Trogvorstoß gepaart mit subpolarer Kaltluft induziert das nächste Tief über dem Golf von Genua. Dieses ist mittlerweile, auch aufgrund der Nähe des Zeitpunktes, exakter erfasst und soll sich zu einem „Unwettertief“ entwickeln.
Über dem extrem warmen Mittelmeer tankt es enorme Mengen an Wasser. Vollgesaugt mit Feuchtigkeit verlagert es sich nach O und verursacht in den Südalpen starke Stauniederschläge mit HW-Potential.
Wie beschrieben wird der Trog in weiterer Folge von einer Hochdruckbrücke zw. Azoren- und Kontinentalhoch über dem nördl. ME abgeschnürt. Das aus der Trogspitze entstehende Höhentief wird vom Kontinentalhoch blockiert. Statt sich über den Balkan weiter nach O zu verlagern und an Einfluss zu verlieren nimmt es bei GFS und ähnlich auch in den anderen Modellen (IFS, UKMO, GEM …) Vb-ähnliche Strukturen an.
Erfahrungsgemäß ist GFS bei solchen Entwicklungen sehr forsch und bei des NS-Mengen Tage im vorhinein immer an der oberen Grenze. Aber auch wenn diese noch reduziert werden, sind aus heutiger Sicht kommenden Fr/Sa enormen Regenmengen mit HW-Potential zu befürchten. Hauptbetroffen werden der gesamte Alpenostrand und mit Winddrehung auf nördl. Richtung, wenn sich das Tief auf seiner Vb-Zugbahn über Ungarn nach Polen verlagert, die Alpennordseite vom Flachgau bis NÖ sein. Die vom GFS-Modelllauf simulierten NS-Mengen bis Sa Nacht verheißen jedenfalls nichts Gutes:
Auch wenn ein Teil des NS oberhalb ca. 1200m-1500m im Nordalpenbereich als Schnee gebunden wird, bekommen es die Flüsse mit großen Wassermengen zu tun.
Die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ zeigen eindrucksvoll die möglichen NS-Summen:
Bei neuen Erkenntnissen erfolgt ein Update dieser brisanten und unwetterträchtigen Wetterlage.









