Die schneearmen „Hochwinterverhältnisse“ der letzten Tage im Oberen Triestingtal

Das winterliche Landschaftsbild des Oberen Triestingtales vom vergangenen Wochenende  wurde von der Warmfront zu Wochenbeginn zunichte gemacht. Plusgrade, „schneefressender“ Wind und Regen leisteten ganze Arbeit. In den Niederungen regenerierte sich ab Wochenmitte mit schwachem SO-Wind ein Kaltluftsee und stoppte das Tauwetter. Oberhalb einer Inversion, zw. 600m und 900m blieb es bei Plusgraden, der Schnee schmolz fast zur Gänze. Nur auf den tiefgefrorenen Böden der Forststraßen und Wanderwege überdauerte ein unangenehmer Eisbelag.

Nachfolgende Wetterbilder dokumentieren die Verhältnisse und das Wettergeschehen der letzten Tage im Oberen Triestingtal.

 

Mi/Do lag die Inversionsgrenze konstant bei 600m. Während in der Grundschicht beide Tage nebelig trüb und sehr feucht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verliefen, lag darüber trockene milde Luft mit Temperaturen nahe 10°C. Mangels Wind kam es zu keiner Durchmischung.

Blick vom 600m hohen Reisberg zum Hocheck:

Die Araburg (799m) ist rechts der Bildmitte zu erkennen:

 

Fr hob die Nebelober-/ Inversionsgrenze mit einsetzendem Föhn schrittweise an. Zunächst auf ca. 950m. An und unterhalb Inversionsgrenze setzte bei leicht negativen Temperaturen mit auffrischendem SO-Wind zarte Raueisbildung ein. Der Gipfelbereich dea Hocheck ragte in die entkoppelte milde Luft (ca. 8°C) und von der Warte bot sich ein schöner Blick auf das Nebelmeer.

Forststraßen und Wanderwege präsentierten sich zwischen den aperen Waldböden  z.T. als Eisflächen:

 

Auf der Hocheckwarte:

 

Am Sa kletterten Nebelobegrenze-/Inversionsgrenze auf knapp über 1000m. In den Wäldern des Hocheck entstand durch das frische Raueis, das am Hocheckkamm beträchtliche Ausmaße annahm, wieder ein winterliches Landschaftsbild. Der starke föhnige und unangenehme SO-Wind peitschte die Wolken über die Hocheckwarte (1037m). Meist war sie eingehüllt, nur kurz zeigten sich Wolkenlücken.

 

Ab 800m dichter Nebel und rasch anwachsendes Raueis:

 

Nur kurze Augenblicke zeigte sich auf der Hocheckwarte zwischen den rasch ziehenden Wolken die Sonne:

 

Gestern So setzte sich zunehmend trockener und und kalter SO-Wind auch in der Grundschicht durch. Der Nebel trocknete ab, die Stratusschicht lockerte auf. Bei einer Wanderung auf den Peilstein hielt ich die faszinierende frische Raueislandschaft fest.

 

Ein Fuchs ließ sich nicht stören:

           

            

            

 

In Schattlagen wird das Raueis in den bevorstehenden sonnigen Tagen bei durchwegs negativen Temperaturen konserviert und nur durch Sublimation etwas reduziert.  In der bereits kräftigen Sonne wird dies deutlich rascher gehen.

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