Weiterhin frühlingshaft mild bei zunehmender Labilität und abnehmender Frostgefahr

Die Bärlauchzeit hat begonnen  🙂  (Beitragsbild).

Der PW ist derzeit von der Stratosphäre bis indie Troposphäre in zwei Fragmente geteilt. Der Teil über Nordostkanada steuert laufend polare Kaltluft auf den NA und  induziert über dem wärmeren Meerwasser die Tiefdruckgebiete über dem Atlantik, die mit der Advektion subtropischer Warmluft an ihrer Vorderseite ein stabile Omegahoch von ME bis Skandinavien stützen:

 

Quelle: stratobserve

Simulierte Geopotential-/Druckstruktur vom aktuellen GFS-Modelllauf:

 

An der Vorderseite des schwachen Cutoff´s über der Iberischen Halbinsel/NW-Afrika erreichte in den vergangenen Tagen mit der warmen Subtropikluft aufgewirbelter Saharastaub den Alpenraum. Bei wolkenlosem Himmel herrschten diesige Luftverhältnisse, wie die nachfolgenden Foto´s aus dem Oberen Triestingtal zeigen:

 

Die Omegastruktur ist bis ins Jetstreamniveau ausgeprägt:

 

DasOmega-Blocking schwächt sich langsam ab, sorgt aber auch in den kommenden Tagen noch für die Fortsetzung des ereignisarmen Wettergeschehens im Alpenraum, wobei sich der Hochschwerpunkt kontinuierlich nach O verlagert.
Die PW-Fragmente der Troposphäre wachsen wieder zusammen, zonalisieren die Zirkulation zwischen Kanada und EU, wobei die Frontalzone  das Omegahoch in seinem nördlichen Teil abbaut. Sie verläuft in großer Distanz zum Alpenraum, sodass dieser bei WSW-Grundströmung  antizyklonal geprägt bleibt:

 

Feuchtere atlantische Luftmassen und zunehmende Labilität der Luftschichtung begünstigen bei flacher Druckverteilung allerdings nun die Bildung von Quellwolken und lokalen Schauern über dem Berg- und Hügelland:

 

Ob bzw. wie rasch ein atlantischer Trog mit Abkühlung und NS auf den Alpenraum in weiterer Folge übergreift, ist noch unklar. Es ist genauso denkbar, dass sich die Blockadelage mit einem Abtropfvorgang über WE fortsetzt und sich ein Keil des Azorenhochs (s. obige Karte) über den Alpenraum schiebt oder sich eine GWL WW (WinkelWest) mit Frontenfriedhof über dem Alpenraum einstellt.

Exemplarisch die Simulation der Geopotential-/Druckstruktur vom aktuellen GFS-Modelllauf für das nächste Wochenende:

Tendenziell bleibt es weiterhin bei überdurchschnittlich milden frühlingshaften Temperaturen und wechselhafteren Wettercharakter mit nur geringem NS.

Aktualisierung folgt!

Ein Gedanke zu „Weiterhin frühlingshaft mild bei zunehmender Labilität und abnehmender Frostgefahr“

  1. Lieber Franz,
    das Wort des Jahres: “ Frontenfriedhof “ über dem Alpenraum. Da kann man nur hoffen, dass sich irgendwie ein Wunder ereignet in Form eines Italientiefs oder irgend ein Kaltlufttropfen.
    LG von Anette

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