Nach etwas kühleren unbeständigen Tagen wird es wieder hochsommerlich mit Sonne und Wärmegewittern

Das trockendst Frühjahr der Messgeschichte in Österreich geht zu Ende (link).
Eine Hitzeglocke, die sich von Nordafrika über die Iberische Halbinsel über WE und Teilen von Skandinavien und ME legte, bewirkte in diesen Gebieten eine für diese Jahreszeit beispiellose Hitzewelle. Tiefdruckgebiete sperrten die heißen Luftmassen ein, sodass sie sich unter Hochdruckeinfluss und Sonneneinstrahlung kontinuierlich erwärmen konnten und historische Temperaturrekorde bewirkten.
Studien belegen, dass sich solche extremen Wetterereignisse als Folge des Klimawandels häufen werden. Dabei erwärmt sich der Alpenraum doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt!                                                                                                                                                                   

 

Nur mit der nötigen Zuwendung (Bewässerung) gedeihen bei den derzeitigen Bedingungen die Rosen:

            

 

Das nächste „Ungemach“ kündigt sich bereits am Horizont an. Es verdichten sich die Anzeichen, dass ein Super El-Nino Ereignis 2026/2027 zu einem zusätzlichen „boost“ der Erderwärmung wird. Dabei handelt es sich um eine positive Wärmeanomalie über dem äquatorialen Pazifik. Überdurchschnittlich warmes Tiefenwasser gelangt an die Oberfläche. Nach aktuellen Modellrechnungen wird im äquatorialen Pazifik die positive Temperaturanomalie des Oberflächenwassers +2K bis +4K betragen. Die Überlagerung des globalen Temperaturanstiegs durch anthropogene Treibhausgase mit dem Super El-Nino Effekt wird neue Temperaturrekorde zur Folge haben.  Die Auswirkungen werden nach derzeitigen Modellrechnungen ab dem kommenden Winter und 2027 zu spüren sein. Die letzten Super El-Nino Jahre waren 1982, 1997, 2015 mit den bekannten Folgen: die globale Erderwärmungstrend erfährt einen zusätzlichen Wärmeschub, wodurch die Intensität extremer Wetterereignisse (Hitze, Dürren, Hochwasser . etc.) weiter erhöht wird.

Nach diesem düsteren Ausblick werde ich kurz auf die Wetterentwicklung in der ersten Woche des meteorologischen Sommers eingehen.
Wie schon an anderer Stelle hingewiesen wird der Wettercharakter in den kommenden Tagen unbeständig und die Temperatur geht etwas zurück, bleibt aber auf (früh-)sommerlichem Niveau.

Die über den Ostalpen lagernde feuchtlabile Luftmasse wird heute So im Vorfeld einer sich aus NW nähernden Kaltfront aktiviert. Im Tagesverlauf sind in der schwülen Luft verbreitet Gewitter zu erwarten.
Die erwähnte Kaltfront quert in der Nacht auf Mo. Regen im N und Gewitter im S klingen am Mo langsam ab. Vor allem im W lockert die  Bewölkung im Laufe des Nachmittags auf.
Am Di erfolgt eine kurze Wetterberuhigung und wieder Temperaturanstieg. Vor der nächsten intensiveren Kaltfront steigt die Schauer- und Gewitterneigung nachmittags wieder an.
Mit dem Durchzug der Kaltfront werden sich am Mi von W nach O wieder verbreitet Schauer und Gewitter ausbreiten.

Das lange Wochenende – von Fronleichnam am Do bis So – wird von Tag zu Tag wärmer/heißer. Sa/So erstreckt sich ein Höhenrücken vom Mittelmeerraum über den Alpenraum und OE. Die die nächsten Hitzetage (>30°C) sind wahrscheinlich. In der energiereichen Luftmasse können sich vor allem über dem Bergland heftige Wärmegewitter entladen:

 

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