Trotz Regens gebietsweise weiterhin prekäre Wasserknappheit

Die Kaltfront am Mo brachte die ersehnte Abkühlung und an meiner Messsatation in Thenneberg wie erwartet nur 5mm Regen. Auch die folgende Warmfront, die sich gestern ins Wettergeschen „geschwindelt“ hat und das aufgelockerte Rückseitenwetter rasch beendete, hatte neben Wolken 5mm Regen im Gepäck. Größere Regenmengen gab es nur im Nordstau von S bis OÖ.                                                                                                                                                                                             

 

Heute Mi setzt sich schwacher Zwischenhocheinfluss mit ansteigenden Temperaturen durch. Die Frontreste im O ziehen am Vormittag ab.

Mit einer SW-lichen Höhenströmung gelangt in den folgenden Tagen feuchtlabile subtropische Warmluft zu den Alpen. Der Wettercharakter wird bei sommerlichen Temperaturen sehr unbeständig. Neben sonnigen Phasen – vor allem an den Vormittagen – besteht an den Nachmittagen – insbesondere in den Bergen und südl. der Alpen –  erhöhte Schauer-/Gewitterneigung. 
In die Strömung eingebettete Fronten bzw. Seitentröge könnten auch für länger anhaltenden Regen sorgen. Ein Höhentief, das aus dem Atlantiktrog (s. letzter Analysebeitrag) austropft und den Wettermodellen Probleme bereitet, wird Anfang kommender Woche ins Wettergeschehen eingreifen.

Exemplarisch die noch nicht als bare Münze zu nehmende Simulation der Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes. Die Zugbahn des Cuttoffs wird modellübergreifend sehr unterschiedlich erfasst und ist deshalb noch unsicher:

 


 

Hitze und Trockenheit bleiben die bestimmenden Themen des Sommers 2026. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird es der wärmste Sommer der Messgeschichte und gleichzeitig einer der trockensten. In der Wissenschaft herrscht Konsens, dass der Klimawandel derartig extreme Wetterabschnitte begünstigt. Niederschlagsdefizit durch stabile Hochdruckwetterlagen sowie der Anstieg der Verdunstung in der wärmeren Atmosphäre werden in Zukunft in den Sommermonaten häufiger auftreten. Ein Artikel über Ursachen und Folgen für den Wasserhaushalt wurde auf der Website der GSA veröffentlicht:

Trockenste Periode in Österreich in 176 Jahren Messgeschichte

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