Kein Ende des Sommerwetters in Sicht

Die mächtige Antizyklone mit omegaähnlicher Kontur, die den europäischen Kontinent und Skandinavien bedeckt, zeigt Durchhaltevermögen.  Damit bleibt wird die atlantische Frontalzone, die Abkühlung bringen könnte, weiterhin blockiert und verläuft weit im N ins europäische Polarmeer. Somit bleibt das sommerlich warme und gradientenschwache Wetter bis über den Monatswechsel hinaus bestehen. Durch flache Tiefdruckgebiete in den oberen Schichten der Troposphäre  ist die Luftschichtung allerdings teils labil geschichtet und die Schauer- und Gewitterbereitschaft mit dem Tagesgang sehr hoch. Die windschwachen Verhältnisse bis in große Höhen bedingen, dass  Gewitter nur geringer Verlagerungstendenz zeigen, wodurch die Gefahr von Starkregen und lokalen Überflutungen hoch ist/bleibt.

 

Die verbreitete Gewitterbereitschaft bleibt heute Do und morgen Fr im Ostalpenraum hoch (Foto von gestern Mi bei Wien):

24.05.201.quellung-2

 

Tendenziell wird die Luftschichtung ab Sa über den Ostalpen für ein paar Tage etwas stabiler. Kräftige Wärmegewitter sind  dann nur mehr lokal mit orografischer Unterstützung über dem Berg- und Hügelland zu erwarten.  Weniger wahrscheinlich, aber nicht gänzlich auszuschließen ist aus heutiger Sicht ein Ausgreifen ins Flachland. Eine Aktualisierung mit synoptische Analyse folgt in meiner Wochenprognose.

Exemplarisch  Geopotential- und Strömungskarte für kommenden Sa auf der 500hPa-Fläche (entspricht ca. 5500m) vom aktuellen GFS-Hauptlauf:

24.05.2018.GFSOPEU00_63_1

 

24.05.2018.GFSOPEU00_63_36

 

Voraussichtlich wird sich der sommerliche Wetterabschnitt auch über den meteorologischen Sommerbeginn (1. Juni) hinaus fortsetzen. Wie lange es Bestand hat wann sich die GWL umstellt, wird letztendlich vom Skandinavienhoch abhängen.  
Kann es seine Position behaupten (Erhaltungsneigung), so bleibt es wie es ist.
Eine in den Modellsimulationen in der ferneren Mittelfrist immer wieder angedeutete retrograde Verlagerung des Skandinavienhochs auf den Nordatlantik würde der atlantischen Frontalzone von N eine Tür in Richtung ME öffnen und einen Temperaturrückgang bewirken. 
Beide Varianten sind möglich, aber derzeit noch reine Spekulation.

 

Die Ensemblerechnungen der letzten GFS-Modellläufe mit Temperatur in 1500m, 5500m und NS-Signalen für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ würden auch dem Hochsommer gut zu Gesicht stehen  😉  Der Mai bleibt bei den Temperaturen auf Rekordkurs

24.05.2018.ens

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