Die Kaltfront mit vorlaufenden Gewittern hat sich gestern Di an die Alpen gelegt und verlagert sich heute Mi langsam nach O. Der heutige Mi verläuft unbeständig mit größeren Regenmengen im Bereich eines Konvergenzgebietes über dem Alpenraum von Tirol bis in die Obersteiermark. Kühle Atlantikluft aus NW trifft hier auf feuchtmilde labile Mittelmeerluft, die an der Vorderseite eines induzierten Norditalientiefs von S zu den Alpen gesteuert wird.
Die miserable Modellkonsistenz der Vergangenheit hat sich deutlich verbessert. Statt stationär über ME liegen zu bleiben, wird nun modellübergreifend eine Progression des nachfolgenden Troges nach OE simuliert. Morgen Do stellt sich im Ostalpenraum wechselhaftes und im Tagesverlauf schaueranfälliges Rückseitenwetter ein.
Die Ostalpen bleiben bis zum Wochenende in einer leicht unterkühlten und weiterhin wechselhaften WNW-Strömung. NS-Staffeln bringen den nördlichen Gebirgsregionen zeitweise weiteren schauerartigen Regen. Wechselhaft mit geringer Regenwahrscheinlichkeit bleibt es im O, oft sonnig an der Alpensüdseite.
Im Großen und Ganzen herrscht Modellübereinstimmung, dass der Sommer nach den kommenden kühleren und unbeständigen Tagen mit antizyklonalem Charakter zurückkommt. Lediglich beim zeitlichen Ablauf gibt es Unterschiede!
Mit der Aufwölbung eines Rückens über GB nimmt im Alpenraum der Hochdruckeinfluss mit kommenden Wochenbeginn langsam zu. Anfangs liegen die Ostalpen allerdings noch an der kühleren NO-Flanke in einer NW-lichen Grundströmung, die sich nur zögerlich nach O verlagert. Deutlich mildere aber labilere Luft mit erhöhter Schauer-/Gewitterneigung im Tagesgang breitet sich südl. der Zentralalpen aus:
Über Spanien kündigt sich, ähnlich wie Ende Mai, eine neue Hitzewelle an. Sie breitet sich im Laufe der kommenden Woche nach Frankreich und in Richtung Alpen aus. Die Nullgradgrenze steigt auf über 4000m:
In etwas abgeschwächter Form könnte diese Luftmasse auch Österreich erreichen. Das Potential für Hitzetage ist gegeben. Lokale Hitzegewitter könnten bevorzugt in der labileren Luft südl. der Alpen entstehen.
Update demnächst!

