Zwischen einem über der Biskaya aufgewölbten Rücken des Azorenhochs und tiefem LD über Skandinavien liegen die Ostalpen bis kommende Wochenmitte in einer WNW-Strömung. Der Wechsel von eingebetteten Tiefausläufern und Zwischenhochs gestaltet den Wettercharakter an der östl. Alpennordseite und im NO nach dem heutigen hochdruckgeprägten Sa unbeständig. Etwas Regen fällt vom Kaisergebirge bis ins Mostviertel. Im W und S überwiegt bei höheren Temperaturen schwacher Hochdruckeinfluss.
In der zweiten Wochenhälfte wölbt sich der Rücken über GB zur Nordsee auf und beeinflusst zunehmend den Alpenraum. Dabei dreht die Strömung über den Ostalpen auf nördl. Richtung. Die Temperaturen erreichen wieder sommerliches Niveau (25°C-30°C), wobei es tendenziell nach SW zu wärmer wird:
Ob sich die „spanish plume“ (Hitzezunge von der Sahara über Spanien bis Südfrankreich) in Richtung ME ausdehnt und hier die nächste Hitzewelle einleitet, ist noch unklar.
Nach dem amerikanischen GFS etabliert sich bis zum kommenden Wochenende eine Omegalage, bei der die Ostalpen an der kühleren Ostflanke zu liegen kommen. Das europäische IFS favorisiert dagegen ein Kippen der Hitze von Frankreich zum Alpenraum. Die extremen Temperaturen von Ende Juni werden aber nicht mehr erreicht.
Beiden Modellen gemeinsam ist eine neuerliche Atlantikblockade.
