Wochenprognose: Kaltluftvorstoß zum kalendarischen Frühlingsbeginn

Der in meiner letzten Analyse beschriebene Umbau des stratosphärischen PW (Polarwirbel) und die Umstellung der troposphärischen Zirkulation von zonal zu meridional wird von den Modellrechnungen der letzten Tage bestätigt.

 

In den nächsten Tagen dominiert zunächst hochgeprägtes Frühlingswetter. Dabei herrschen heute Sa noch gedämpfte Temperaturen mit vielen Wolken im S und W. Morgen So wird es mit Drehung der Höhenströmung auf WSW im W zunehmend föhnig und deutlich wärmer. Verbreitet Morgenfrost! Die mittlerweile strake Märzsonne wird trotz der im O lagernden kühleren Lufmasse auch hier „Frühlingsgefühle“ wecken.

Von Mo bis Do erstreckt sich eine Hochdruckbrücke (GWL BM) über den Alpenraum. Sie reicht von den Azoren bis OE und bestimmt das Wetter im Alpenraum mit milder Luft und Tmax in den Niederungen um die Wochenmitte bis 20 °C. Die Frontalzone verläuft weit nördlich über Schottland und Südskandinavien und hat keinen Einfluss auf den Alpenraum.

Exemplarisch die Geopotential-/Druckstruktur vom kommenden Mi:

 

Die erwähnte Wetterumstellung mit einem Kaltluftvorstoß zu den Alpen ist in obiger Karte durch eine Aufwölbung westl. der Azoren bis Nahe Südgrönland bereits im Gange.

 

 Exakt zum astronomischen/kalendarischen Frühlingsbeginn steuert der Rücken, der ein autarkes Hoch zwischen Island und Schottland ausbildet an seiner Ostflanke polare Kaltluft in breitem Strom nach S. Diese erreicht mit einer Kaltfront im Laufe des Fr die Ostalpen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei in höhere Alpentäler:

 

Zum nächsten Wochenende kippt das Hoch in Richtung O nach Skandinavien.  Entsprechend der Umströmung des Hochs im Uhrzeigersinn wird folglich kontinentale Kaltluft arktischen Ursprungs angezapft und an seiner SO-Flanke bis in den Alpenraum gelenkt. Da sich über dem Kontinent OE`s heuer keine Schneedecke bildete, kommt diese Luft in den Ostalpen deutlich erwärmt, aber noch immer mit Potential für Frost bis in die Niederungen, an.
Durchaus plausibel, aber aufgrund der zeitlichen Ferne noch nicht sicher, scheint die aktuelle Simulation des amerikanischen GFS. Der Kaltluftvorstoß soll ein Adriatief induzieren, das von S her NS/Schneefälle an die Ostalpen steuert:

 

Eine spannende winterliche Wetterlage kündigt sich für den kalendarischen Frühlingsbeginn an.

Aktualisierung folgt!

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