Kurzmitteilungen

Keine durchgreifende Milderung vor Mitte Mai

Auch wenn im chaotisches System der Troposphäre, in der sich unser Wetter abspielt, die aus den deterministischen Modellrechnungen abgeleiteten Prognosen immer wieder angepasst werden müssen, waage ich mich auf die Tendenz für das Wochenende und die Folgetage nun festzulegen.
Gemäß meiner Wochenprognose vom So werden die kommenden Tage wie beschrieben zwar milder, aber bereits am So ist der nächste Kaltluftvorstoß zu den Alpen zu erwarten. Bis dahin bleibt es wechselhaft, wobei der Do den meisten Regen im Gepäck hat.
Nach den letzten Modellrechnungen erfolgt im Laufe des Sa vom W eine Wetterverschlechterung mit einsetzendem NS. Bis So erfolgt im gesamten Ostalpenraum mit einem Trogvorstoß von N und einer Tiefdruckentwicklung im Mittelmeerraum eine markante Abkühlung gepaart mit NS beidseits der Alpen und einen neuerlichen Wintereinbruch im Bergland.

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Blockierendes Kontinentalhoch meridionalisiert die Zirkulation

Mild und wechselhaft bleibt der Wettercharakter bis zum Wochenende. In der Nacht auf morgen Fr erfolgt die Passage einer schwachen Kaltfront, dahinter wird es Fr/Sa es bei einer straffen, zonalen, westlichen Grundströmung  nicht beständig aber wieder freundlicher. An der Vorderseite eines sich nähernden Troges verläuft der So föhnig mild mit hohen Warmluftwolken.
Ein deutlich kühleres und wieder der Jahreszeit entsprechendes spätwinterliches Temperaturniveau kündigt sich ab Wochenbeginn an. Hinter einer Kaltfront am Mo erreicht der oben erwähnte Trog die Ostalpen und kommt nur zögerlich nach OE voran. Seine weitere Progression wird im weiteren Verlauf vom Kontinentalhoch gänzlich blockiert, er amplifiziert dabei über das Mittelmeer bis Lybien. Diese Entwicklung hat als Konsequenz, dass sich der Keil des Subtrobenhochs von Spanien nach N in Richtung Skandinavien ausdehnt und nicht zu den Alpen, wie ich es als möglichen Entwicklungstrend in meiner letzten Wochenprognose ausgeführt habe. Der Atlantik wird dadurch blockiert, zwischen Keil und Trog gelangt nun mit nördlicher Strömung ein Schwall polare Höhenkaltluft nach S. Dieser Kaltluftkörper wird in weiterer Folge durch eine Brücke zwischen Atlantikkeil und Kontinentalhoch über Skandinavien abgeschnürt und bleibt über dem Alpenraum und Balkan liegen. Damit  ist kommende Woche ein spätwinterlicher Witterungsabschnitt zu erwarten. Abgesehen von der Kaltfront am Mo sind aber keine größeren Schneefälle in Sicht.
Mit einer High-over-Low Lage (Beitragsbild; hoher LD über Skandinavien, tiefer LD über dem östlichen Mittelmeerraum) könnte sich in weiterer Folge eine östliche Strömung und die Zufuhr kühler Festlandluft einstellen.
Update in der nächsten Wochenprognose.

 

Warmfront statt Zwischenhoch

Hohe Volatilität in den letzten Modellrechnungen erfordert eine Anpassung meiner Prognose von gestern früh für das Wochenende.
Einem winterlich kalten Fr folgt am Sa statt des angekündigten Zwischenhochs eine Warmfront (Beitragsbild). Mit ihr steigt die Nullgradgrenze im O auf ca. 1000, im W auf über 1200m. Die einhergehenden Niederschläge gehen unterhalb ca. 800m (O) bzw. 1000m (W) in Regen über. Sonnige Abschnitte  bei weitgehend trockenen Bedingungen gibt es nur in den Südalpen. Auf den Bergen der Nordalpen weht stürmischer Westwind, auch in den Niederungen der Alpennordseite und im O frischt der Westwind stark auf.
Der So verläuft nach Abzug der Frontreste weitgehend trocken.
Bevor in der Nacht auf Mo die nächste Störung mit leichter Abkühlung eintrifft, wird es leicht föhnig. Es bleibt am So mild bei einer Nullgradgrenze z. T. über 1200m, mit vielen Wolken  und einigen Sonnenfenstern.