Kurzmitteilungen

Hurrikan LORENZO bleibt über dem Nordatlantik und verschont den europäischen Kontinent

Die heurige Hurrikansaison dauert noch über ein Monat an und hat bereits jetzt Ende September quantitativ und qualitativ eine durchschnittliche Hurrikansaison übertroffen.

In einer durchschnittlichen Saison werden 9 benannte Tropenstürme gezählt, davon 4 Hurrikane und 2 intensive Hurrikane (Kat 4 oder 5). Heuer, im Jahre 2019, stehen wir in  der genannten Reihenfolge bereits bei  12, 5, 3.

LORENZO (siehe meine letzte synoptische Analyse) hat sich über den warmen tropischen Atlantik gestern zu einem Kat 4 Hurrikan intensiviert und wird sich bei seiner weiteren Zugbahn nach N  in den nächsten Tagen langsam abschwächen, aber – und da sind sich die Wettermodelle einig –  noch mindestens als Kat 1 Hurrikan in der Nacht von kommenden Di auf Mi das Gebiet der Azoren mit extremen Wellen erreichen. Anschließend wird er mit seiner Energie als außertropisches Orkantief in die nördliche Frontalzone eintreten. An seiner Vorderseite erfolgt markante WLA (Warmluftadvektion), die eine Aufwölbung bei Irland stützt und damit entgegen der Berechnungen vor einigen Tagen seine Progression in Richtung europäischer Kontinent unterbindet (Beitragsbild).

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Unbeständig bei verhaltenen Sommertemperaturen

Mit sommerlichen Temperaturen und wechselhaftem Wettercharakter endet heute der Juli. Insgesamt liegt das bisherige Temperaturmittel der ersten beiden Sommermonate noch immer knapp über dem Temperaturmittel des bisher wärmsten Sommers 2003 in der Messgeschichte der ZAMG .
 
Ein Auf und Ab der Temperaturen auf gedämpften sommerlichen Niveau mit unbeständigem Wetterablauf ist nach den Modellsimulationen  bis weit in die erste Augustdekade zu erwarten. Ein stabiles Hochdruckgebiet mit einer  weiteren Hitzewelle ist nicht in Sicht  🙂

Das Beitragsbild zeigt exemplarisch die Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen amerikanischen GFS-Modelllaufes für Anfang kommender Woche mit einem Trog-/Rückenmuster quer über den Nordatlantik bis ME.  Ein stationäres Atlantiktief westlich von Irland steuert seine Fronten auf den europäischen Kontinent. Im Alpenraum stellt sich ein Wechsel zwischen kühleren atlantischen Luftmassen (Rückseite) und wärmeren subtropischen Luftmassen (Vorderseite) mit wiederholtem NS ein.

Mit einer ähnlichen Simulation wartet das IFS  des europäische EZ auf.

Aktualisierung mit detaillierter Prognose folgt!

Zonales und antizyklonales Sommerwetter

In den Ostalpen überwiegt heute Mi zwischen einem atlantischem Rücken und einem Tief über Skandinavien der antizyklonale Einfluss. Schauer und Gewitter treten in der labilen Warmluft vom Hauptkamm nach S auf, während an den Alpennordrand und in den O mit einer WNW-Strömung trockene und stabil geschichtete Luftmassen gelangen. 
An dieser Wetterlage ändert sich auch morgen Do und Fr nichts Wesentliches.  Der Hochdruckeindfluss dominiert und die Höchsttemperaturen erreichen vor allem im O und SO teilweise wieder hochsommerliche Werte (30 °C). Wolkenfelder eines Frontausläufers queren am Fr die NO_Hälfte.
Vorübergehend heiß mit häufig über 30 °C wird es am Sa. Subtropische Luftmassen, die an der Vorderseite eines ortsfesten Cutoffs vor der Iberischen Halbinsel bis Frankreich gelangen,  werden von der westlichen Grundströmung über die Ostalpen „gedrückt“.  In der labilen Warmluft entstehen im W und vom Alpenhauptkamm nach S im Tagesverlauf verbreitet Gewitter, die sich in der ersten Nachthälfte in den O ausbreiten. 
Ein breiter flacher Trog dehnt sich am So mit Wolken und NS nach nach S bis zum Alpenraum aus  und beschert einen durchwachsenen Tag bei wieder normalen sommerlichen Temperaturen. 
Wechselhaft mit leicht zurückgehenden Temperaturen auf weiterhin sommerlichem Niveau startet die kommende Woche.

Keine durchgreifende Milderung vor Mitte Mai

Auch wenn im chaotisches System der Troposphäre, in der sich unser Wetter abspielt, die aus den deterministischen Modellrechnungen abgeleiteten Prognosen immer wieder angepasst werden müssen, waage ich mich auf die Tendenz für das Wochenende und die Folgetage nun festzulegen.
Gemäß meiner Wochenprognose vom So werden die kommenden Tage wie beschrieben zwar milder, aber bereits am So ist der nächste Kaltluftvorstoß zu den Alpen zu erwarten. Bis dahin bleibt es wechselhaft, wobei der Do den meisten Regen im Gepäck hat.
Nach den letzten Modellrechnungen erfolgt im Laufe des Sa vom W eine Wetterverschlechterung mit einsetzendem NS. Bis So erfolgt im gesamten Ostalpenraum mit einem Trogvorstoß von N und einer Tiefdruckentwicklung im Mittelmeerraum eine markante Abkühlung gepaart mit NS beidseits der Alpen und einen neuerlichen Wintereinbruch im Bergland.

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Blockierendes Kontinentalhoch meridionalisiert die Zirkulation

Mild und wechselhaft bleibt der Wettercharakter bis zum Wochenende. In der Nacht auf morgen Fr erfolgt die Passage einer schwachen Kaltfront, dahinter wird es Fr/Sa es bei einer straffen, zonalen, westlichen Grundströmung  nicht beständig aber wieder freundlicher. An der Vorderseite eines sich nähernden Troges verläuft der So föhnig mild mit hohen Warmluftwolken.
Ein deutlich kühleres und wieder der Jahreszeit entsprechendes spätwinterliches Temperaturniveau kündigt sich ab Wochenbeginn an. Hinter einer Kaltfront am Mo erreicht der oben erwähnte Trog die Ostalpen und kommt nur zögerlich nach OE voran. Seine weitere Progression wird im weiteren Verlauf vom Kontinentalhoch gänzlich blockiert, er amplifiziert dabei über das Mittelmeer bis Lybien. Diese Entwicklung hat als Konsequenz, dass sich der Keil des Subtrobenhochs von Spanien nach N in Richtung Skandinavien ausdehnt und nicht zu den Alpen, wie ich es als möglichen Entwicklungstrend in meiner letzten Wochenprognose ausgeführt habe. Der Atlantik wird dadurch blockiert, zwischen Keil und Trog gelangt nun mit nördlicher Strömung ein Schwall polare Höhenkaltluft nach S. Dieser Kaltluftkörper wird in weiterer Folge durch eine Brücke zwischen Atlantikkeil und Kontinentalhoch über Skandinavien abgeschnürt und bleibt über dem Alpenraum und Balkan liegen. Damit  ist kommende Woche ein spätwinterlicher Witterungsabschnitt zu erwarten. Abgesehen von der Kaltfront am Mo sind aber keine größeren Schneefälle in Sicht.
Mit einer High-over-Low Lage (Beitragsbild; hoher LD über Skandinavien, tiefer LD über dem östlichen Mittelmeerraum) könnte sich in weiterer Folge eine östliche Strömung und die Zufuhr kühler Festlandluft einstellen.
Update in der nächsten Wochenprognose.

 

Warmfront statt Zwischenhoch

Hohe Volatilität in den letzten Modellrechnungen erfordert eine Anpassung meiner Prognose von gestern früh für das Wochenende.
Einem winterlich kalten Fr folgt am Sa statt des angekündigten Zwischenhochs eine Warmfront (Beitragsbild). Mit ihr steigt die Nullgradgrenze im O auf ca. 1000, im W auf über 1200m. Die einhergehenden Niederschläge gehen unterhalb ca. 800m (O) bzw. 1000m (W) in Regen über. Sonnige Abschnitte  bei weitgehend trockenen Bedingungen gibt es nur in den Südalpen. Auf den Bergen der Nordalpen weht stürmischer Westwind, auch in den Niederungen der Alpennordseite und im O frischt der Westwind stark auf.
Der So verläuft nach Abzug der Frontreste weitgehend trocken.
Bevor in der Nacht auf Mo die nächste Störung mit leichter Abkühlung eintrifft, wird es leicht föhnig. Es bleibt am So mild bei einer Nullgradgrenze z. T. über 1200m, mit vielen Wolken  und einigen Sonnenfenstern.