Schneenachschub weiterhin nicht in Sicht

Worauf ich in meiner finalen Winterprognose bereits eingegangen bin, findet in den letzten Modellläufen weiterhin seine Bestätigung:

Schneefälle sind nicht in Sicht !

Auch wenn sich die Temperaturen z.T. recht winterlich „anfühlen“, im seriösen Vorhersagebereich bis Mitte des Monats wird bestenfalls Reif und Raureif für ein winterliches Landschaftsbild sorgen.

Unter der Patronanz eines Hochdruckgebietes rittern die konkurrierenden Luftmassen – kontinentale Kaltluft und milde Subtropenluft – um die Vorherrschaft über unseren Köpfen.

Synoptischer Überblick:

Aktuelle Geopotential- und Druckverteilung mit eingezeichneter Zirkulation für heute Di:

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Die zugehörige Temperaturkarte in ca. 1500m zeigt die Luftmassengrenze über Ostösterreich. Daran wird sich auch morgen Mi nichts ändern:

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In geschützen Tälern und Senken können sich Inversionen ausbilden, d.h. es kann dort bodennah kalt und z.T. nebelig bleiben.
Dort wo der Wind durchgreift wird es, wie in mittleren Höhen, deutlich milder.

 

In Richtung Wochenende gewinnt die milde Luftmasse die Oberhand und drängt die kontinentale Kaltluft weit nach Osteuropa zurück:

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Auch zum Beginn der kommenden Woche liegt das Hochdruckgebiet stationär über Deutschland, beeinflusst weiterhin den Alpenbereich und trennt die unterschiedlichen Luftmassen (mild im Westen, kalt im Osten Europas; exemplarische Druckverteilung für kommenden Di):

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Dabei erfolgt an der SO-Flanke des Hochs nach den neuesten Berechnungen des amerikanischen GFS ein neuer Vorstoß der kontinentalen Kaltluft und wird bei uns wieder für empfindliche Abkühlung sorgen: 

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Die antizyklonale Prägung bleibt voraussichtlich weiterhin bestehen, sodass nennenswerte Niederschläge (Schnee) derzeit nicht zu erwarten sind. Außerdem ist die kontinentale Luftmasse sehr trocken, was – sollte es so kommen – eher für eine Kahlfrostphase spricht.

 

Die Ensemblerechnung für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ zeigt das Auf und Ab bei der Temperatur in 1500m und nur geringe Niederschlagssignale.
In der kommenden Woche nehmen die Unsicherheiten zwar zu, aber einen Wintereinbruch mit Schnee sehe ich derzeit bei bestem Willen ( 😉 ) nicht:

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Wie unsicher die Wetterentwicklung ab Mitte des Monats Dezember ist, spiegelt sich auch in der Streuung bei den berechneten Indizes für die nordatlantische und arktische Oszillation. Für eine Trendaussage stehen negative Werte eher für „kalt“, positive Werte für „mild“:

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Die Devise heißt abwarten und Tee trinken oder „Alles ist möglich, nix ist fix“  😉

Aktualisierung folgt!

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