Der Frühling bleibt auch nach dem Spätwinterintermezzo „kaltgestellt“

Der Temperaturüberschuss der ersten Aprilhälfte wird in der zweiten Hälfte kompensiert (Beitragsbild Klimaspiegel ZAMG für Hohe Warte mit von mir eingezeichnetem prognostiziertem Temperaturrückgang) .

Zum einen wird der bevorstehende arktische Kaltlufteinbruch   Mitte der kommenden Woche für einen Temperatursturz auf späzwinterliches Niveau mit Schnee bis in die Niederungen sorgen (Update zu meiner gestrigen Analyse im nachfolgenden Beitrag),
zum anderen verheißen auch die Modellrechnungen für die dritte Aprildekade mit einem „einbetonierten“ Atlantikhoch keine nachhaltige Veränderung des Zirkulationsmusters und der bei uns aus nördlichen Richtungen eintreffenden Strömung. 

 

Auch wenn ich die die Ausmaße der im heutigen GFS-Morgenlauf berechneten Schneefälle für den O für kommenden Mi/Do noch mit Vorsicht genieße und glaube, dass die Mengen in den nächsten Tagen noch stark reduziert werden, möchte ich die aktuellen Meteogramme für das „Obere Triestingtal“ und Wien zumindest fürs Archiv abspeichern und zeigen.

Meteogramm Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

16.04.2017.meteogramm.schneebombe

 

Gitterpunkt Wien:

16.04.2017.meteogramm schneebombe wien

 

Würden diese Berechnungen eintreffen, wäre dies nicht nur ein markanter Spätwintereinbruch, wie in meiner gestrigen Analyse behandelt, sondern eine Schneekatastrophe für den Wienerwald und das südliche NÖ. 

Nachfolgende Karte zeigt die berechnete akkumulierte Schneemenge bis Do abends, wobei das Niederschlagsereignis im O im Wesentlichen auf Mi/Do begrenzt ist:

16.04.2017.akkumulierte Schneemenge

 

In höheren Lagen würden bis zu 1m schwerer Schnee fallen.

Wie schon erwähnt, mir fehlt noch der Glaube, dass dieser extreme „Modellwinter“ auch in der Realität eintritt.  Zu oft haben sich die Medelle bei der Erfassung und Niederschlagsberechnung von Vb-Lagen in den letzten Jahren geirrt.

Update folgt.

 

Was ich aber als realistisch einschätze und worauf ich in meinen letzten Analysen schon mehrmals hingewiesen habe, ist eine unterkühlte und wechselhafte Entwicklung in der letzten Aprildekade.

Nahrung bekommt dieser Trend beim Blick auf die Druckkonstellation der NH (Nördliche Hemisphäre).

Eine beständige Austrogung über dem östlichen Nordamerika stützt/regeneriert den hohen LD über dem Nordatlantik, wodurch wiederum die Trogbildung mit Kaltluftzufuhr über ME begünstigt wird:

16.04.2017.gfsnh-0-192

 

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