Schareck Ostflanke

Das Schareck ist mein heutiges Schitourenziel. Nach dem Hocharn ist es mit 3123m der zweithöchste Gipfel der Goldberggruppe und um wenige Meter höher als der Sonnblick.
Durch die Lifterschließung des Schigebietes auf der Südseite ist die Schibesteigung des Scharecks nur mehr von O oder durch eine der Nordrinnen von bergsteigerischer Bedeutung.

Mein Anstieg führt von Sportgastein ins Schlapperebenkar und über die SO-Flanke auf die Baumbachspitze und einen kurzen Grat auf den Schareckgipfel.
Als Abfahrt wähle ich aufgrund der guten Schneebedingungen die extrem steile Ostflanke des Scharecks.

 

Hartgefrorene Lawinenkegel und eine steile, teils harschige Rinne, die mit Schi nicht gangbar ist, sind bereits am Beginn des Aufstieges  herausfordernd und kräfteraubend:

             

 

Bei einem kurzen Flachstück in der wärmenden Sonne werden die Schi wieder angeschnallt: 

 

An den Spuren sieht man, dass diese Tour bei den herrschenden Frühlingsverhältnissen und der ausgezeichneten Schneelage viele Schitourengeher anzieht:

             

 

Gipfelpanorama

Großglockner und Sonnblick:

 

Großglockner, Sonnblick, Hocharn:

 

Die gute Fernsicht bietet ausgezeichnete Einblicke in die Berchtesgadener Alpen (Watzmann, Hochkönig) ……………….

 

……………….und das Dachsteinmassiv:

 

 

Niedere Tauern (links), Ankogel und Hochalmspitze (ganz rechts):

 

Als Abfahrt wähle ich nicht die von den meisten Tourengehern bevorzugte Anstiegsroute, sondern die extrem steile Ostflanke des Scharecks (Überblick siehe Beitragsbild):

 

Ungemein steil geht es durch den oberen Teil der Abfahrt bei oberflächlich angetautem Pulverschnee, der schließlich in beste Firnverhältnissen übergeht. Der Auslauf der Ostflanke mündet im Anstiegsweg, der über nun die aufgeweichten Lawinenkegel  zum Ausgangspunkt zurückführt:

             

             

             

2 Gedanken zu „Schareck Ostflanke“

  1. Gratuliere Franz, es hätte mich schon gewundert wenn da keine Skitouren mehr gekommen wären. Ich war in letzter Zeit noch auf kleineren Bergen unterwegs die man mit Ausnahme vom Watzmann allesamt noch bis ins Tal abfahren konnte. Meine Tourenwahl war von der Hoffnung geleitet, die Großen auch noch in ein paar Wochen machen zu können. Die Schneelage müsste in den Tauern ab 1500m ja noch außergewöhnlich gut sein, oder?

    1. Servus Reinhard,
      die 3 Tage haben sich gelohnt! 5500Hm sind zusammengekommen bei Prachtwetter und überraschend guten Schneeverhältnissen auch noch sonnseitig unterhalb 2000m.
      Schnee liegt alpennordseitig heuer noch ausreichend viel. Die Wetterwarte am Sonnblick haben gemeint, 18/19 war nur ein Durchschnittswinter. Vor 2 Jahren, als ich auch um diese Zeit am Sonnblick war, lag jedenfalls deutlich weniger Schnee.
      Nordseitig sollten in den Tauern bei der momentanen Schneelage Abfahrten bis 1500m bis in die Karwoche möglich sein, vorausgesetzt es stellt sich kein sommerliches Temperaturniveau wie 2018 ein.
      LG, Franz

Schreibe einen Kommentar zu Franz Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.