Wochenprognose: „Mairegen bringt Segen“

Tiefdruckeinfluss und niederschlagsreiches, aber relativ kühles Wachstumswetter sind in der ersten Wochenhälfte wetterbestimmend.
Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt der zyklonale Einfluss vorherrschend, die Sonne zeigt sich aber zeitweise und es wird vor allem von Tag zu Tag wärmer. Zum nächsten Wochenende erwarte ich Temperaturen, die wieder annähernd der Jahreszeit entsprechen.

Bauernregeln und Wettersingularitäten, die auf regionale Wetterbeobachtungen zurückgehen, die bis ins Mittelalter zurück reichen,  haben eine erstaunliche (60%) Zuverlässigkeit. Heuer halten sich  etwa die Eisheiligen an den Kalender und der derzeitige regenreiche Witterungsabschnitt erfreut die Landwirte (Beitragstext).

 

Vor dem Eintreffen der Kaltfront, die den nun begonnenen kühlen und nassen Wetterabschnitt einleitete, wurde gestern Sa Nachmittag die Luftschichtung rasch labiler. Erste Schauer entstanden.
Foto´s aus dem Oberen Triestingtal:

 

Am Abend bildete sich in  der labilen Luftmasse entlang einer Konvergenzzone eine markante prefrontale Gewitterlinie mit gebietsweisem Hagel und Starkregen.

 

Synoptische Analyse:

Die Aufwölbung von der Iberischen Halbinsel nach GB führt als Gegenströmung zu einer Austrogung über ME (GWL TM). Dabei bildet sich heute So ein eingebettetes Tief über der Adria, das bis Mitte der Woche in der Höhe feuchte Mittelmeerluft an die Ostalpen lenkt, während in den unteren Luftschichten mit  NW-Wind kühle Luft zu den Ostalpen gelangt. Vor allem am Alpenostrand und der östlichen Alpennordseite von NÖ bis Salzburg sind größere NS-Mengen zu erwarten. Wetterbegünstigt bleiben ab morgen Vorarlberg, Tirol und Kärnten:

 

Ein Trogvorstoß über dem Nordatlantik zur Mitte der Woche  schwächt  den Hochdruckkeil, unterwandert ihn in weiterer Folge (Do) und führt dadurch zur Abschnürung eines autarken Hochdrucksystems im Seengebiet bei  Schottland. Eine mildere aber weiterhin feuchte östliche Grundströmung setzt sich in den Ostalpen durch:

 

 

Die Druckverteilung am Fr zeigt zwei mächtige Hochdruckgebiete über dem europäischen Nordmeer und den Azoren. Dazwischen liegt eine langgestreckte Tiefdruckrinne, die sich von Südgrönland über WE/ME bis zum Balken erstreckt und über der Iberischen Insel einen Trog bildet. Das mittlerweile abgeflachte Adriatief hat sich nach NO verlagert, der Feuchtigkeitsnachschub vom Mittelmeer geht zu Ende:

 

Nach den letzten Simulationen des amerikanischen GFS wölbt sich an der Vorderseite des Troges, der sich mittlerweile bis ins westl. Mittelmeer ausgedehnt hat, am kommenden So Keil auf. Noch lässt sich nicht sagen, ob er in den  Ostalpen teilweise wetterbestimmend wird oder der Tiefdruckeinfluss bestehen bleibt. Mit Sicherheit werden sich die Temperaturen allmählich an das für die Jahreszeit typische Niveau anpassen:

 

Aktualisierung folgt!

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