Wochenprognose und Einschätzung des weiterern Sommerverlaufs

Kommende Woche stellt sich wechselhafter mitteleuropäischer Wohlfühlsommer ein!

 

Die Ausläufer der Saharaluft, die an der Vorderseite eines atlantischen Tiefs vor der Iberischen Küste über das westliche Mittelmeer bis Frankreich gelangt ist, werden heute von der westlichen Strömung über die Ostalpen gesteuert. Der heutige Sa wird hochsommerlich heiß und zunächst verbreitet recht sonnig. Quellwolken über dem Bergland lassen vom Dachstein nach S und W im Laufe des Nachmittags und Abends die Schauer- und Gewittergefahr stark ansteigen.
Morgen So dehnt sich ein zu einem Baltikumtief gehöriger breiter Trog, der eine LMG (Luftmassengrenze) markiert, bis zur Nordgrenze Österreichs aus. Bei westlichem Wind wird es In den Ostalpen zunehmend zyklonaler,  sodass in der hier lagernden feuchtlabilen Warmluft ganztags verbreitet mit Schauern und Gewittern gerechnet werden muss. 
Mit der weiteren Ausweitung des Troges über den Alpenhauptkamm erfolgt am Mo  im N und O ein Luftmassenwechsel. Die eingeflossene Meeresluft ist deutlich kühler (Tmax knapp über 20 °C) und stabiler. An der Alpennordseite und im O wird es wechselhaft mit einzelnen Regenschauern.  Im W und S  im Mischbereich mit der labilen Warmluft muss weiterhin mit häufigen Regenschauern gerechnet werden.

Die Ostalpen bleiben auch an den Folgetagen ab Di im Bereich einer LMG, die kühlere und stabile Luft von labilerer Warmluft im SW trennt. In der WNW-Grundströmung wird es Di/Mi in den Ostalpen recht freundlich (Beitragsbild), die Schauer- und Gewitterneigung zieht sich in das SW-liche Bergland zurück.
Do/Fr erreicht nach den derzeitigen Berechnungen ein eingebetteter Randtrog die Ostalpen und induziert eine Tiefdruckentwicklung über dem Balkan. Damit wird der Wettercharakter überall unbeständiger mit zunehmender NS-Neigung. 
Nach den letzten Simulationen des amerikanischen GFS wölbt das Azorenhoch zum kommenden Wochenende einen Rücken über GB auf. Die Grundströmung dreht über dem Alpenraum zwischen dem Rücken und dem Tief über Russland auf nördliche Richtung:

 

Zwischen diesen zwei Druckgebilden bleibt es in die  Ostalpen voraussichtlich weiterhin bei  wechselhaftem und mäßig warmen Sommerwetter.

Aktualisierung folgt!

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Die Siebenschläferregel, die mit größerer Wahrscheinlichkeit für den Alpenraum Gültigkeit hat und in den letzten Jahren recht verlässlich war, besagt, dass die grossräumige Wetterlage, die sich nach der gregorianischen Kalenderreform im Zeitraum der ersten Julidekade einstellt, auch den Trend für den Hochsommer (bis ungefähr Mitte August) vorgibt.
Dies würde bedeuten, dass der weitere Hochsommerverlauf, abgesehen von kurzen Hitzeabschnitten, einen für ME normalen Verlauf nehmen wird.  Weder längere Hitzeperioden, noch Kaltlufteinbrüche wären zu erwarten.

2 Gedanken zu „Wochenprognose und Einschätzung des weiterern Sommerverlaufs“

  1. Lieber Franz, was währen wohl für Temperaturen in England für das nächste Wochenende zu erwarten, hast Du da schon Daten? Die Engländer werden sich aber freuen. Dieser SiebenschläferSommercharakter ist ja wundervoll, ein schöneren Sommer kann man sich nicht vorstellen, von allem etwas dabei. Mir fiel vergangenen Donnerstag beim Radeln auf, dass das Getreide so gut wie nie stand, so strahlend goldgelb und kerzengrade, wenn das mal nicht eine gute Ernte wird? Sie sind ja eh schon fleissig dabei die Bauern, die aufgerollten Strohballen strahlen wirklich golden in der Mittagssonne, der reinste Augenschmaus.
    LG
    Anette

    1. Liebe Anette,
      wenns so kommt, dann sind in England Tmax bis 25 °C zu erwarten. Wird aber nur von kurzer Dauer sein, denn die atlantische Frontalzone wird sich rasch wieder quer über GB legen.
      Das Getreide hat sich heuer auch in meiner Umgebung optimal entwickelt. In erhöhten Gunstlagen strahlen die goldgelben Felder weithin. Die in unserer Gegend ausgebliebenen Gewitter (kein Sturm, Hagel etc.) waren förderlich für durchgehend formschönen Beschaffenheitder der Getreidefelder. Ich bin zwar kein Landwirt, habe auch – wie fast bei der gesamten Vegetation – ein immens schnelles Wachstum im heißen Juni beobachtet, an dem meines Erachtens auch die feuchte Vorgeschichte im Mai beteiligt war. Die Getreideernte wird heuer besonders früh beginnen.
      LG, Franz

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