Atlantische Frontalzone verdrängt Skandinavienhoch und verursacht Temperatursturz

Der gradientenschwache, warme, schwüle und gewitteranfällige Sommerwetter weicht zu Wochenbeginn frischem, frühherbstlich anmutenden Atlantikwetter!

 

Synoptischer Überblick:

Ein solides Atlantiktief im Bereich von Island wird derzeit von einem Geopotentialrücken des  Azorenhochs, der über ME eine Brücke zum Hoch über Russland bildet, blockiert.  Die atlantische Frontalzone gewinnt aber über Skandinavien langsam Raum nach O. Über dem Alpenraum befindet sich Barosumpf mit feuchtwarmer und labiler Subtropikluft. Diese Lufmasse wird von einer schwachen Front heute Do zusätzlich labilisiert. Die Gewitterneigung nimmt zu und dauert in der Osthälfte auch morgen Fr an:

 

Am schwülwarmen Wettercharakter mit teils hochsommerlichen Tmax und der Neigung zu Gewittern, die am Wochenende vor allem im  Berg- und Hügelland auftreten, ändert sich bis So wenig.

Mit einer Austrogung bis in den zentralen Mittelmeerraum erfolgt  eine nachhaltige Umstellung der sommerlichen Wetterlage. Eine zugehörige markante Kaltfront quert im Laufe des kommenden Mo und induziert Tiefdruckentwicklung über Oberitalien und dem Balkan. Im Vorfeld der Kaltfront sind im Ostalpenraum, der Oberen Adria und dem Balkan heftige Gewitter mit Unwetterpotential zu befürchten:

 

Das tagelange Dahintümpeln der sommerlichen Wetterlage ist damit beendet. Mit einem Luftmassenwechsel wird die schwülwarme labile Luft durch frische und stabiler geschichtete subpolare Atlantikluft ersetzt.
Der Höhentrog wird von einem nachstoßenden Keil des Azorenhochs im Laufe des kommenden Di recht rasch nach O abgedrängt, hinterlässt aber an seiner Rückseite wechselhaftes, windiges, aber  weitgehend freundliches Wetter mit einem Hauch von Frühherbst bei den Temperaturen:

 

Ob sich die warme Subtropikluft nun dauerhaft den frischeren atlantischen Luftmassen geschlagen geben muss, oder ob mit einem neuerlichen Vorstoß des Azorenhochs bis zu den Alpen noch in der ersten Septemberdekade der Spätsommer zum Zug kommt, werde ich mir in der nächsten Wochenprognose ansehen. 
Die Bandbreite in den Ensemblerechnungen von GFS umfasst beide Szenarien, wie den für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ zu entnehmen ist:

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