Im Siebenschläferzeitraum zonale Zirkulation mit Zufuhr maritimer Luftmassen

Das Azorenhoch nistet sich in nächster Zeit an seinem angestammten Platz ein. Nördlich davon ersteckt sich von Südgrönland bis in Nordmeer und Nordskandinavien eine langgestreckte Zone tiefen Geopotentials mit eingebetteten Tiefdruckgebieten. Dazwischen verläuft eine zonal ausgerichtete Frontalzone vom  Gebiet südl. Neufundland im Nordatlantik über ME bis NW-Russland.

Im Alpenraum stellt sich in der ersten Julidekade (Siebenschläferzeitraum) eine wechselhafte, von maritimen Luftmassen geprägte Wetterlage ein. Im Rhythmus von  mehreren Tagen wechseln Keilvorstöße des Azorenhochs mit Trog-/Frontpassagen. Feuchtlabile Subtropikluft aus SW oder erwärmte Polarluft aus NW strömen dabei in den Alpenraum. Das Temperaturniveau pendelt sich im Mittel auf sommerlichen Niveau ein. Stabiles Hochdruckwetter mit einer Hitzewelle oder ein nachhaltig unterkühlter zyklonaler Wetterabschnitt  sind nicht zu erwarten (exemplarisches Beitragsbild mit Geopotential-Druckstruktur für kommenden Fr). 

 

Nachfolgend einige Wetter-/Natureindrücke aus dem Oberen Triestingtal von den letzten Junitagen und wie man sie auch in den ersten Julitagen antreffen wird:

             

 


 

Heute Mi  bestimmt der Zustrom feuchtlabiler Subtropikluft das Wettergeschehen. Der Tagesgang gestaltet sich in der schwülwarmen Luft unbeständig. Sonnigen Stunden am Vormittag folgen Überentwicklungen mit Schauer- und Gewitterneigung am Nachmittag, insbesondere mit orografischer Unterstützung im Berg-/ und Hügelland.. 

Mit der Annäherung einer eingebetteten Kaltfront nimmt morgen Do in der labilen Luftmasse die Gewittertätigkeit bereits am Vormittag aus W rasch zu und erreicht im Laufe des Nachmittags auch das östliche Flachland.

Hinter der Kaltfront folgt am Fr der zugehörige Trog mit wolkenreicher Luft und leichter Abkühlung.

In weiterer Folge tropft der Trog durch einen nachrückenden Vorstoß eines Azorenhochkeils  ins Mittelmeer aus. Am Wochenende  setzt sich schwacher antizyklonaler Einfluss durch.

Der nächste Trog nähert sich vom Nordatlantik und  erreicht nach den aktuellen Modellsimulationen mit einer vorlaufenden Kaltfront zu kommenden Wochenbeginn die Ostalpen gefolgt vom nächsten Vorstoß des Azorenhochs um die Mitte kommender Woche.

Das genaue Timing der Keil-/Trogpassagen lässt sich bei einer derartig straffen zonalen Wetterlage über den 3-4 ten Tag hinaus nicht genau vorhersagen.

Zwischen aufeinanderfolgenden Modellläufen werden häufig Phasenverschiebungen bei den Wellen berechnet. Der eingangs beschriebene Trend behält jedoch seine Gültigkeit.

Meinem persönlichen Hochsommertrend 2020 werde ich mich in der nächsten Wochenprognose widmen.

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