Unglaubliche Schneemassen auf der Reisalpe

Ein Vb-Tief, das sich über der Adria mit Feuchtigkeit volltankt und und über Ungarn nach Polen zieht, verursacht im O Österreichs – insbesondere Wienerwald und NÖ Voralpen – meist starke Niederschläge. Dabei dreht die Strömung in den unteren Luftschichten über NO auf NW. In der warmen Jahreszeit ist ein solches Wetterereigniss oft mit Hochwasser in den oben genannten Gebieten verbunden. Im Winter, wenn die aus dem Sektor N advehierte bodennahe Luft kalt genug ist, gilt das Ereigniss als der Schneebringer für die Berge östlich des Mariazellerlandes und dem Wienerwald.
Ein Vb-Tief wie aus dem Lehrbuch beeinflusst seit So den O und NO Österreichs. Die NS-Menge von zwei Okklusionen – So auf Mo bzw. Di auf Mi – betrugen an meiner Messtation über 80mm; davon knapp 50mm von gestern Di auf heute Mi. Die Schneefallgrenze lag knapp unter bzw. heute um 1000m. Auch wenn der Schnee sehr feucht war, kamen in den höheren Lagen für Mitte Oktober enorme Schneemengen zusammen.

Am Tiroler Kogel waren es am Mo noch moderate 30cm; auf der Reisalpe (1399m), die ich heute erwanderte, lagen heute am Vormittag in windgeschützten Bereichen, so unglaublich es klingt,  ca. 70cm Schnee.

Nachfolgend ein Bildbericht!

 

Ausgangspunkt war die Ebenwaldhöhe auf knapp über 1000m:

 

Über eine Forststraße führt der Weg ohne Höhengewinn zur Kleinzeller Hinteralm:

 

Ab hier nimmt die Schneemenge rasch zu. Äste etlicher noch belaubter Buchen brachen unter der schweren Schneelast:

             

              

 

Knapp vor Erreichen der Hochfläche habe ich an mehreren Stellen auf freien Flächen eine Schneehöhe von 70cm gemessen. Entsprechend mühsam und langwierig war das Vorankommen ohne Schi: 

 

Auf der windausgesetzten Hochfläche lag zwar weniger Schnee, dafür erschwerte starker Gegenwind die letzte Etappe zum Gipfel:

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