Der Herbst wirft mit voller Wucht seine Schatten voraus

Das wechselhafte Spätsommerwetter dauert heute Mi und morgen Do noch an. Es wird in der Nacht von Do auf Fr durch eine Kaltfront beendet. Danach stellt sich ein ungewohnt kalter Wetterabschnitt mit Schnee bis ins Mittelgebirge ein.

 

An der Vorderseite des Höhentiefs vor der Iberischen Halbinsel (Ex-GABRIELLE) gelangt mit einer SW-licher Grundströmung feuchtlabile Subtropikluft zu den Ostalpen. Nach dem Abzug einer Warmfront heute Mi vormittags stellt sich ein wechselhafter Wettercharakter mit Sonne, Wolken und teils gewittrigen Regenschauern ein.
Bei ähnlichem Wettercharakter und etwas zurückgehenden Temperaturen frischt morgen Do Westwind auf und kündigt die bevorstehende Wetterumstellung an. Die Reste von Ex-Gabrielle werden in die Frontalzone eingebunden. Über dem NA wölbt sich an der Vorderseite Troges bei Neufundland ein mächtiger Rücken auf. Im Zusammenspiel mit einem Tiefdruckgebiet über Skandinavien wird Kaltluft polaren Ursprungs angezapft und begibt sich auf den Weg nach S:

 

Eine in die Strömung eingebettete Kaltfront erreicht in der Nacht auf Fr die Ostalpen und beendet das Spätsommerwetter. Der erste Schub Kaltluft stößt bis über die Alpen vor und induziert ein Tief über Oberitalien, das vor allem von Kärnten über die Südsteiermark bis ins Südburgenland Fr/Sa intensiven Regen verursacht. Aber auch im übrigen Österreich wird es unbeständig und häufig nass:

 

Das Oberitalientief verlagert sich bis So nach O und verliert seinen Einfluss auf die Ostalpen, deren Zirkulationsmuster bis weit in die kommende Woche von dem Atlantikhoch und Skandinavientief bestimmt wird. Im Gradientenfeld beider Druckgebilde  wird mit nördl. Strömung Kaltluft polaren Ursprungs zu den Alpen gesteuert (GWL NW/Nz). In den Zentralalpen und nördlich davon sinkt die Schneefallgrenze auf unter 1500m:

 

In der erweiterten Mittelfrist soll  dann das blockierende
Atlantikhoch (=Aufwölbung des Azorenhochs) im Uhrzeigersinn nach O kippe. Es erstreckt sich dann von den Azoren über GB bis Skandinavien. ME gelangt an seiner SO-Flanke in seinem Randbereich in eine kalte, recht trockene und zunächst noch zyklonal konturierten NO-Strömung:

 

Ensemblerechnung der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

Update folgt!

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