Und täglich grüßt das Murmeltier (Mittagskogel und Hocheck)

Wie in einer Endloseschleife wiederholte sich in den letzten Tagen (Mo – Fr) das Wetter. Zum Dauerfrost gesellte sich Nebel mit einer Obergrenze um 900m, in Höhenlagen von 700m-900m prächtiges winterliches Raueis, darüber war es sonnig bei bester Fernsicht und spürbar milder.                                                                                                                                                                                                     

Mit kräftigem SO-Wind öffnete sich über Thenneberg tagsüber im Lee des Hochecks zeitweise ein Sonnenfenster.
Blick von zu Hause zum nebelumhüllten Hocheckkamm.:

 

So präsentierte sich der umgekehrte Blick von der Hocheckwarte auf das nebelfreie Thenneberg:

 

Der kleine Bruder des Hochecks, der Mittagskogel, war die meiste Zeit im Nebel eingehüllt. Ansehnliche Raueimengen hüllten die Vegetation in ein winterliches Kleid.
Die nachfolgende Fotosequenz zeigt die Position des Mittagskogels von der Hocheckwarte und dokumentiert die Rauseislage in seinem Bereich bei Nebel und Sonne.  Für kurze Zeit lockerte der SO-Wind die Stratusdecke auf und ließ die Raueislandschaft im gleißenden Sonnenlicht erstrahlen.

 

Im Nebel ………………

            

 

…………………… und in der Sonne:

 

Ein spannendes Erlebnis ist bei derartigen Inversionslagen jedesmal die  Wegstrecke vom 862m hohen Mittagskogel über den Hocheckkamm auf den 1037m hohen Hocheckgipfel. Die Ungewissheit darüber, „Ob“ und „Wo“ ich vom Nebel in die Sonne gelange ist jedesmal groß:

 

Diesmal stellte sich nur die Frage nach dem „Wo“, denn der Gipfelbereich des Hocheck lag von Mo bis Fr über dem Nebel in der Sonne.
Die folgenden Fotos entstanden im letzten Waldstück des Kammes vor dem Hocheckgipfel und auf der Hocheckwarte:

            

4 Kommentare zu „Und täglich grüßt das Murmeltier (Mittagskogel und Hocheck)“

  1. Hallo Franz!
    Ich bin seit langem ein (bis heute) stiller Bewunderer deiner Fotos und Expertisen und ziehe meinen Hut vor so einer Energie, all das per Pedes oder Radl zu erkunden, dokumentieren.

    Auch wenn ich nur ein paar Meter vom Hocheck entfernt wohne: Seit ich nicht mehr per Auto rauf darf, gehts nicht mehr, die Gesundheit gibt das nicht her. (Evtl. mit einem E-Bike, wenn das von Thenneberg aus noch geht?)
    So liegen meine Erlebnisse und Fotos vom Hocheck über den Wolken schon fast 15 Jahre zurück. Auf der obersten Plattform der Warte die Sonne und am Fuße derselben waberten die dichten Wolken – ein Gefühl, als ob man am Deck eines alten Segelschiffes durchs Wolkenmeer gleitet …

    PS: Evtl. interessant: Habe gestern die Verlängerung der Ausstellung „Touristische Erschließung der Triestingtaler Bergwelt“ in die Website des Regionalmuseums Weissenbach gestellt.

    Wie auch immer, meine Berührungspunkte mit der Natur sind heutzutage hpts. virtuell: Als Webmaster der Myrafälle, Steinwandklamm, usw. darf ich mit dazu beitragen, diese Orte zu präsentieren.
    Doch wirklich besuchen tue ich diese touristischen Highlights unserer Gegend zu selten. Und wenn, erst dann, wenns endlich über 25 °C hat!

    So hoffe ich nun, hier bald etwas von einem Frühjahr zu lesen und evtl. begegnet man sich dann mal irgendwo …

    1. Servus,
      das Hocheck steht unmittelbar vor meiner Haustür und bietet dem Ortskenner viele schöne Anstiege und bei jedem Wetter schöne Eindrücke. Als Hobbyfotograf dokumentiere ich diese regelmäßig auf meiner HP.
      Für mich ist das Hocheck auch ein idealer Trainingsberg. Für meine hochalpinen Unternehmungen in den Westalpen in früheren Jahren konnte ich mich durch Hochecktouren ohne Aufwand körperlich vorbereiten.
      Dein Gefühl, auf der Warte zu stehen, wenn die endlose Nebeldecke bis zur Hütte gedrückt wird, kann ich gut nachvollziehen.
      Vielen Dank für den Hinweis zur Sonderausstellung 2026: “Touristische Erschließung der Triestingtaler Bergwelt”!
      LG, Franz

  2. Lieber Franz, so oft wie du am Hocheck bist würde sich die Installation einer persönlichen Webcam auf der Warte lohnen . Außer du liebst die Überraschung. Von Wien kommend fahre ich nur Richtung Hocheck wenn oben sicher Sonne ist, und das schaue ich mir meist von der Webcam Hainfelder Kirchberg Ost aus an. Da sieht man den Hocheck-Gipfel ganz gut am rechten Bildrand. https://www.bergfex.at/sommer/hainfeld/webcams/c3230/

    1. Lieber Reinhard,
      vor über 10 Jahren wollte ich in Absprache mit den damaligen Hüttenpächtern am Hocheck eine Webcam aufstellen. Zur Umsetzung kam es dann nicht mehr, weil der Pachtvertrag der Hütte nicht verlängert wurde.
      Die Webcam am Kirchenberg, die ein guter Bekannter aus meinen Skywarn-Zeiten installiert hat, nutze ich auch zur Einschätzung der Nebelobergrenze.
      Grundsätzlich würde ich im Winter lieber Schitouren machen, als aufs Hocheck zu gehen. Derzeit ist für mich aber das Hocheck alternativlos. Bei der momentanen Inversionslage bietet es zwischen 700m und 900m eine prächtige Winterlandschaft und und darüber Sonne mit milden Temperaturen und einen herrlichen Blick auf das Nebelmeer. Ich brauche kein Auto und bin im Laufe des Vormittags wieder zu Hause. Angenehmer könnte ich meine verordnete Bewegungstherapie – du kennst ja meine Vorgeschichte – nicht gestalten!
      Die Wetterlage wird sich nun wie erwartet ändern. Heute war dies am hohen Wolkenaufzug aus SW bereits ersichtlich:
      https://www.wettereck-triestingtal.at/wp-content/uploads/2026/01/24.01.2026.hocheck.jpg
      Die bevorstehende südliche Westlage dürfte zumindest südl. des Alpenhauptkammes bis in die Stmk den höheren Lagen Neuschnee bringen. Für die Alpennordseite bin ich nicht mehr zuversichtlich.
      LG, Franz

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