Kaltfront unterbricht das Sommerwetter nur kurz

Heute Vormittag herrscht bei den Fronleichnamsprozessionen sommerliches Prachtwetter (Beitragsbild von 07:00 in Thenneberg).

Prognose bis Mitte kommender Woche und weiterer Junitrend:

 

Eine zu einem nordatlantischen Tiefdrucksystem gehörende Kaltfront liegt jetzt, am Morgen des heutigen Fronleichnamstages, entlang der europäischen Atlantikküste. An seiner Vorderseite wird heute labile Warmluft zu den Ostalpen gesteuert. Ab dem Nachmittag steigt die Gewittergefahr im W, SW und im Bergland. 
Die Kaltfront erreicht den W Österreichs in den Nachtstunden und quert von W nach O mit Regenschauern und Gewittern bis morgen Fr Nachmittag.

Hinter der Kaltfront schwenkt am Sa aus NW ein Höhentrog mit einem Schwall kühler Meeresluft durch. Es wird windig und wechselhaft mit zeitweiligen Regenschauern im NO. Von W mit steigendem LD beginnende Wetterbesserung; nordföhnig mit viel Sonne an der Alpensüdseite.

Verbreitet stellt sich ab So Hochdruckeinfluss ein 🙂

So: in der Früh Restwolken im Nordstau des O, Cumuli und nachlassender NW-Wind im O, fast wolkenlos im S und W. 
Mo/Di: überall wieder sommerliche Temperaturen und sonnig.

Leichter Temperaturrückgang  kündigt sich für kommenden Mi an. Es kündigt sich die nächste Störung an, ehe es mit den Temperaturen wieder bergauf geht.

 

Die GWL zeigt große Erhaltungsneigung. Ein Höhenrücken mit subtropischen Warmluftmassen wölbt sich an der Vorderseite eines nordatlantischen Troges über die Iberische Halbinsel und das westliche Mittelmeer nach N auf. Im Gradienten zu tiefem Geopotential, das von Finnland bis zum Schwarzen Meer reicht, werden die Ostalpen von „schwachen“ Störungsausläufern mit kurzer Abkühlung (W-O Temperaturgefälle) gestreift.  Insgesamt überwiegt aber der Einfluss des Höhenrückens und der Warmluft.  Hochsommerlich bleibt es von Spanien bis zur Adria.

 

Exemplarisch die berechnete Druckverteilung für kommenden Mi:

15.06.2017.gfs-0-156

 

Der Trend für die letzte Junidekade: leicht überdurchschnittliches Temperaturniveau  und relativ trocken.  
Die hohen Temperaturen führen zu einer erhöhten  Verdunstung, wodurch die Trockenheit  in den nächsten Wochen anhält und sich auf weitere Gebiete ausdehnt.

 

Überblick über die Entwicklung in der zweiten Junihälfte anhand der letzten Ensemblerechnungen des amerikanischen GFS-Modells für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

15.06.2017.ens

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