Wochenprognose: Vom Frühling in den (Spät-)winter und retour

Die in meiner letzten Analyse/Prognose angekündigte Wetteränderung und damit die Beendigung der GWL Wz erfolgt in der kommenden Woche mit dem Aufbau eines Hochs über ME. Die Nachhaltigkeit steht aber noch auf schwachen Beinen.

Eine in die stürmische Westströmung eingebettete Warmfront hat wie erwartet gestern Fr die Ostalpen erreicht und zunächst zwischen V und OÖ intensiven NS mit einer Schneefallgrenze oberhalb 1500m verursacht. Sie wird heute Sa im Laufe des Tages nur sehr langsam nach NO abgedrängt, sodass sich das angekündigte Zwischenhoch mit Wolkenauflockerung und sonnigen Abschnitten nach O zu nur zögerlich durchsetzen wird.
Vor allem in einem Streifen vom Mühlviertel bis ins nördliche Burgenland, wo aktuell (06:00) ein markantes Regenband den Übergang von des Warmsektors zu einer über Tschechien schleifenden Kaltfront markiert,  bleibt  es vormittags noch trüb und regnerisch. 

In der eingeflossenen Subtropikluft wird der So bei abnehmenden Hochdruckeinfluss frühlingshaft mild und freundlich. Hinter einer markante Kaltfront, die sich in der Nacht zum Mo  an die Alpen legt, erreicht zu Wochenbeginn subpolare Meeresluft den Alpenraum und verursacht einen spätwinterlichen Witterungsabschnitt.  Intensive, im Verlauf des Mo abklingende, Schneefälle erwarte ich im Bergland; mit einem Oberitalientief sind  die größten NS-Mengen diesmal an der  Alpensüdseite zu erwarten.
Apriltypisches wechselhaftes  Schauerwetter mit sonnigen Abschnitten folgt am Di mit dem Durchschwenken eines mit Höhenkaltluft gefüllten Troges. Dahinter breitet sich ein Ableger des Azorenhochs über ME aus.
Mi/Do ist deshalb bei Strahlungsnächten vor allem in geschützten  alpinen Tälern mit strengem Morgenfrost zu rechnen. Tagsüber erreichen die Tmax wieder  Werte über 10° C.
Fr/Sa/So steigen die Temperaturen mit der Sonne wieder langsam auf frühlingshafte Werte zwischen 15° C und 20° C.

 

Synoptischer Überblick:

Das eingangs beschriebene recht ortsfeste Regenband, dargestellt in der  INCA-Analyse der ZAMG um 06:00 MEZ:

 

Die aktuelle Geopotential-/Druckstruktur zeigt den Warmsektor, der sich von der Biskaya bis zu den Ostalpen ausdehnt. Die Kaltfront, in dessen Übergangsbereich noch Regen auftritt, wird nach NO abgedrängt. Die nächste, zu einem Islandtief gehörige Kaltfront,  formiert sich über dem Nordatlantik:

 

Nach einen föhnig milden und freundlichen So erreicht diese atlantische Kaltfront die Ostalpen in der Nacht auf Mo mit einem Schwall subpolarer und feuchter Meeresluft und Schneefall bis in die Alpentäler. Über Oberitalien entsteht ein Randtief, das die Alpensüdseite mit NS versorgt:

 

Mit der Passage des mit Kaltluft gefüllten Höhentrogs am Di, verbunden mit einem sehr wechselhaften Wettercharakter, setzt sich ab Mi (astronomischer Frühlingsbeginn) ein Hochdruckgebiet aus W (Ableger des Azorenhochs) durch und bestimmt für mehrere Tage mit der GWL HM (Hoch ME) das Wetter im Alpenraum. Dabei steigen die anfangs noch verhaltenen Temperaturen mit Nacht-/Morgenfösten in geschützten Tallagen langsam auf frühlingshafte Werte:

 

Nach den letzten Modellläufen ändert sich an dieser Wetterlage nichts bis zum kommenden Wochenende:

 

Die Chance auf eine Erhaltungsneigung der Hochdruckdominanz über WE/GB schätze ich für recht hoch ein. 

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