Unsicherheitsfaktor Höhentief

Die wetterbestimmenden Parameter der nächten Tage sind flache Druckverteilung, feuchtlabile milde Luftmasse und ein für die Jahreszeit typischen Tagesgang mit frühherbstlichem Morgennebel oder Schichtwolken, aufgelockerter Bewölkung mit Sonne  über Mittag und häufigen Regenschauern am Nachmittag.
Mit etwas Glück durchaus geeignet für Outdooraktivitäten, ohne nass zu werden.

Eine Umstellung der Großwetterlage mit Zufuhr kühlerer aber stabilerer Luft aus nördlichen Breiten kündigt sich für nächste Woche an.

Synoptische Analyse:

Aktuell liegt Österreich am SW-Rand eines baltischen Hochdruckgebiet im Einflussbereich eines flachen Höhentroges, der sich vom Atlantik über die Beneluxstaaten und ME bis in den östlichen Mittelmeerraum erstreckt.

Ein weiterer Höhentrog, aus dem die wetterbestimmenden Aktionszentren für die nächste Woche hervorgehen, reicht vom Nordatlantik über Schottland bis zu den Azoren.  Die Entstehungsphase zweier Höhentiefs ist darin bereits angedeutet: eines löst sich aus der nördl. Frontalzone und liegt nördl. von Schottland,  und ein zweites bildet sich durch einen Cutoff-Prozess bei den Azoren:

05.09.2014.gfs-0-6

Diese Druckkonstellation garantiert bis übers Wochenende hinaus das  eingangs skizzierte  unbeständige Wetter, da die weitere Entwicklung sehr langsam und fernab vom Alpenraum vor sich geht.

Das nordatlantische Höhentief verlagert sich bis So zur Nordsee und bis Di in die Ostsee, ehe es Einfluß auf den Ostalpenraum nimmt.
Das Azorentief verlagert sich bis Di unter weiterer Vertiefung nur geringfügig nach Osten und bewirkt an seiner Vorderseite durch Warmluftadvektion den Aufbau eines Rückens über Westeuropa bis GB.

 

Sonntag

05.09.2014,gfs-0-54

 

Dienstag

05.09.2014.gfs-0-96

 

Die Einschätzung der Folgeentwicklung ist mit allen Unsicherheiten verbunden, die die Erfassung von Höhentiefs mit sich bringen. Somit ist jede weitere Prognose ab Mitte kommender Woche ein Glücksspiel oder Spekulation.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird uns Mitte kommender Woche an der Rückseite des Tiefs über der Ostsee eine Kaltfront erreichen.

Deren Wetterwirksamkeit und damit die Witterung für die Folgetage hängen vom derzeit noch ungewissen Verhalten bzw. der Verlagerungstendenz des Höhentiefs über der Ostsee ab.
Das Spektrum ist jedenfalls groß:

-Bleibt es annähernd stationär,  erwartet uns kühles wechselhaftes NW-Wetter.

-Tropft es weiter nach Süden ab, kann sich ME auf einige kühle und auch feuchte Herbsttage einstellen.

-Verlagert es sich etwas weiter nach Osten oder SO, könnten bei uns  antizyklonaler Einfluß aus W  überwiegen und für trockene, sonnige aber etwas kühlere Verhältnisse als momentan sorgen.

Aktualisierung mit schärferem Ausblick demnächst.

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