Rasche Milderung nach dem Wochenende

Es bleibt dabei: das Winterwetter, das am Wochenende weite Teile Österreichs fest im Griff hat, kann sich nicht festsetzen.
Die in meiner letzten synoptischen Analyse angekündigte Milderung in der kommenden Woche wird modellübergreifend beharrlich bestätigt.

 

Nach dem nächtlichen Durchzug der zum Orkantief Friederike gehörenden Warmfront folgt heute Fr vormittags mit einer straffen NW-Strömung ein Kaltfront. Die Schneefallgrenze sinkt auf ca. 400m. Dahinter erfolgt am Nachmittag Wetterberuhigung und Abtrocknung.
Morgen Sa gestaltet sich der Witterungscharakter unter Trogeinfluss zunächst wechselhaft mit Auflockerungen vor allem im S und Schneeschauern an der Alpennordseite.
In der Nacht auf So quert eine weitere Kaltfront mit Schneefällen bis in die Niederungen die Alpennordseite. Mit LD-Anstieg schwächt sich der Nordstau zwar im Tagesverlauf ab, durchgreifende Wetterbesserung mit sonnigen Abschnitten wird es voraussichtlich aber nur im O und S geben,

Dem kommenden Mo gebührt in den nächsten Modellrechnungen besondere Aufmerksamkeit. Ein Warmfront aus W erreicht die Ostalpen:

19.01.2018.gfs-0-84

 

Sie gleitet im Verlauf des Mo auf die in der Osthälfte Österreichs noch lagernde Kaltluft auf und wird für vorübergehende Schneefälle und/oder gefrierenden Regen bis ins Flachland sorgen:

19.01.2018.ns

 

In weiterer Folge setzt setzen sich ab Wochenmitte österreichweit an der Vorderseite eines markanten atlantischen Zentraltiefs milde Luftmassen durch:

19.01.2018.gfs-0-132

 

Die Druck- und Zirkulationsstruktur der NH lässt im Mittelfristzeitraum kein Comeback eines Winterwetters bis in die Niederungen erwarten. Die Kaltluftpotentiale der beiden Polarwirbelfragmente PW1/PW2 befinden sich weiterhin über NO-Kanada/Grönland und Ostsibirien.  Die polaren Kaltluftmassen des PW1 halten die Tiefdrucktätigkeit und folglich die Westdrift am Laufen. Das Wetter in ME wird dadurch weiterhin von milden Vorderseitenlagen, unterbrochen von kurzen kühlen Rückseitenlagen, bestimmt. Die kontinentale Kaltluft bleibt auf Distanz.
Exemplarisch die Geopotentialkarte mit eingezeichneten Druckgebilden und Zirkulationmuster für kommenden Do:

19.01.2018.gfsnh-0-156

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