Kampf der Luftmassen

Weder hochsommerliche subtropische Luftmassen, noch kühlere atlantische Luftmassen können sich im Mittelfristzeitraum dauerhaft im Alpenraum durchsetzen. Mit der großräumigen mäandrierenden WSW-Grundströmung werden Fronten oder zumindest deren Ausläufer über die Alpen geführt. Vorderseitig gelangt labile gewitteranfällige Warmluft, rückseitig Atlantikluft mit gedämpften Temperaturen zu den Ostalpen. 
Der Wettercharakter bleibt wechselhaft und hat von allem etwas zu bieten, dokumentiert mit einigen  Fotos aus dem Oberen Triestingtal während der letzten Tage.

 

Schauer und Gewitter:

 

Morgennebel und Cumuli in der eingeflossenen Atlkantikluft:

             

 

Aufzug hoher Warmluftwolken: 

             

 

 

Heute Mi werden an der Vorderseite einer Kaltfront, die nachtsüber die Ostalpen quert, teils heftige Gewitter auftreten. Im östlichen Flachland, wo die Temperatur hochsommerliches Niveau erreicht,  treffen sie in den Abendstunden ein:

 

Morgen Do dehnt sich ein Zwischenhoch langsam über die Ostalpen aus. In der labilen Luft bleibt es insbesondere im Berg- und Hügelland schauer- und gewitteranfällig.
Am Fr sorgt das Zwischenhoch für Stabilisierung der Luftschichtung und einen (hoch-)sommerlichen sonnenreichen Tag.
An der Vorderseite eines bis zu den Azoren reichenden Atlantiktroges, dessen eingebettetes Drehzentrum sich von Irland  unter Abschwächung zur Nordsee verlagert, gelangt am Sa wieder labile gewitterträchtige und hochsommerlich warme Subtropikluft zu den Ostalpen.
Bereits in der Nacht zum So erfolgt mit der nachfolgenden Kaltfront ein Luftmassenwechsel mit leichtem Temperaturrückgang. 
Das nächste Hoch setzt sich nach Abzug der Störungsreste nach O am So durch:

 

Der Rücken, der sich ab So an der Vorderseite des oben erwähnten und sich progressiv verlagernden Atlantiktroges über den Ostalpen aufwölbt sorgt für einen hochsommerlichen Wochenbeginn.
Ein Schub extrem heißer Luft wird für Mo erwartet, verbunden wären Höchstemperaturen von 35 °C und mehr in den Niederungen:

 

Das Potential für eine neuerliche Hitzewelle (mehr als 3 Tage > 30 °C), das ich in meiner letzte Prognose/Analyse vorsichtig erwähnte, wird nicht ausgeschöpft  🙂 . Der Rücken  wird  rasch nach O abgedrängt. Eine Kaltfront mit Luftmassenwechsel und recht deutlichen Temperaturrückgang um gut 10 K quert nach den letzten Modellberechnungen am Di. Kühlere und stabilere atlantischen Luftmassen  breiten sich mit einem Keil des Azorenhochs über die Ostalpen aus.

Das wechselhafte Sommerwetter setzt sich auch in der kommenden Woche fort, wobei es Verlauf der Frontalzone abhängen  wird, welche Luftmassen und Temperaturen sich in den Ostalpen durchsetzen oder ob es bei einem Wechsel der konkurrierenden Luftmassen bleibt.

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