Wochenprognose: Fortdauer der spätsommerlichen Hochdrucklage mit Wetterbildern

Das trockene, recht warme und stabile Spätsommerwetter bleibt bis kommendes Wochenende bestehen

Sommerfeeling, das im August nur sporadisch vergönnt war, ist in der kommenden Septermberwoche an der Tagesordnung. Zwar beginnen die Tage nach ruhigen und meist klaren Nächten recht frisch, tagsüber heizt aber die Sonne ordentlich ein und läßt die Tmax im Laufe der Woche auf über 25 °C steigen.

Erst der Blick in die Glaskugel kündigt eine mögliche Umstellung der GWL zu einer kühleren Wetterphase an.

 

Die aktuellen Ensembelerechnungen von GFS für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ dokumentieren die bevorstehende (Spät-)sommerwoche:

 

Synoptischer Überblick

Die Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes für heute So zeigt ein kräftiges Bodenhoch über der Ostsee. An der Vorderseite eines abgetropften Höhentiefs westl. der Iberischen Halbinsel erfolgt WLA (Warmluftadvektion) und die Aufwölbung eines breiten Geopotentialrückens bis GB und Südskandinavien. OE liegt zwischen dem Ostseehoch und einem Tief über NW-Russland im Zustrom kühler subpolarer Luft. Im gesamten Alpenraum dominiert Hochdruckeinfluss:

 

Auch Mitte der Woche und darüber hinaus bleibt der Hochdruckeinfluss im Alpenraum wetterbestimmend. Dabei wird es sommerlich warm mit Föhntendenzen. Über dem Balkan und der Ägäis bewirkt ein Kaltlufttropfen (KLT; abgetropftes Höhentief) unbeständiges durchwachsenes Wetter. Hochsommerlich ist es im westl. Mittelmeerraum:

 

Auch zum kommenden Wochenende hält aus heutiger Sicht das hochdruckgeprägte und sommerlich warme Wetter im Alpenraum an. Zur Sonne mischen sich aber auch Wolken und evtl. lokale  Regenschauer.
Die simulierte Geopotential-/Druckkarte für kommenden Sa zeigt jedoch eine mögliche bevorstehende GWL-Änderung. 
Der Hochdruckkern hat sich auf den NA verlagert und wird durch ein kräftiges abgeschnürtes Höhentief nördl. der Azoren und in weiterer Folge einen an die nördl. Frontalzone andockenden ehemaliegen Tropensturm (Hurrikan LARRY) gestützt. An der Ostflanke des Hochs gewinnt subtropische Meeresluft Raum nach S:

 

Welche Luftmassen im erweiterten Mittelfristzeitraum nach dem kommenden Wochenende die Vorherrschaft in den Ostalpen übernehmen, ist aus heutiger Sicht noch nicht belastbar vorherzusagen. Dies ist in der eingangs gezeigten Ensemblegrafik nachvollziehbar zu erkennen.


 

Panorama von der Hocheckwarte (Schneeberg über W und N bis Altenmarkt):

 

2 Gedanken zu „Wochenprognose: Fortdauer der spätsommerlichen Hochdrucklage mit Wetterbildern“

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