Eine Aktivierung der atlantischen Frontalzone verhindert die angekündigte Pfingsthitze

Die von mir „spekulationsbehaftete“ Hitze zu Pfingsten wird es nun doch nicht geben!
An der Vorderseite eines Troges über WE wölbt sich zunächst wie vorhergesagt ein Rücken mit subtropischer Warmluft über den zentralen Mittelmerraum bis in den Alpenraum auf und bringt den Ostalpen in den kommenden Tagen warmes Sommerwetter. Meist wird es bis um die Mittagszeit recht sonnig, ehe sich in der leicht labilen Luft vor allem über dem Berg- und Hügelland Quellwolken mit erhöhter Schauer- und Gewitterneigung  entwickeln.

 

Simulierte Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes für kommenden Fr:

 

Exakt zu den Pfingstfeiertagen wird der Rücken von W „torpediert“. Die Ursache liegt an der in den letzten Modellläufen modellübergreifend (GFS, IFS des EZ) simulierten Entwicklung über dem NA (Nordatlantik). Die Dynamik der Frontalzone wird durch eine kräftige Tiefdruckentwicklung über dem westl. NA (s.o.) aktiviert, durchbricht den blockierenden Hochdruckkeil und soll sich nach den letzten Simulationen über England  bis zum Alpenraum ausdehnen:

 

Für die Vorhersage eines  detaillierten Wetterablauf am Pfingstwochenende ist es noch zu früh, aber tendenziell muss mit schwülwarmen sommerlichen Temperaturen mit erhöhter Schauer- und Gewitterneigung gerechnet werden.

 

Exemplarisch die verdichtete Ensemblerechnung der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

Ein Gedanke zu „Eine Aktivierung der atlantischen Frontalzone verhindert die angekündigte Pfingsthitze“

  1. Lieber Franz,

    Vielen Dank für die meteorologische Begleitung unserer Expedition in die finnische Wildnis. Wir hatten richtiges Glück und sind immer in einem regenfreien Loch vorangekommen und waren daher sehr erfolgreich. Alles Gute für die weitere Arbeit hier, ich schätze sie sehr.

    Liebe Grüße

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