Wochenprognose: bis Wochenmitte (spät-)sommerlicher Charakter, danach unbeständiger und kühler

Der zu Ende gegangene Sommer 2022 war der viertwärmste in der 255-jährigen Messgeschichte der ZAMG. Er reiht sich damit  in die viel zu warmen Sommer dieses Jahrhunderts ein und bestätigt die rapide fortschreitende anthropogen verursachte globale Erwärmung.   Erschreckend sind die Folgen im alpinen Raum. Auch heuer konnte ich dies am rasanten Gletscherschwund  in den Alpen am Beispiel des Taschachferners in den Ötztaler Alpen beobachten. Weitere Auffälligkeiten waren die extreme Trockenheit, die nur durch kurze Starkregenerreignisse unterbrochen wurde,  und die überdurchschnittliche Sonnenscheindauer. Bei einem gemittelten Temperaturanstieg von 3,4 K bezogen auf die Klimareferenzperiode ist dies nicht verwunderlich.  Die Attributionsforschung im Klimabereich geht davon aus, dass diese Wetterphänomene in Zukunft zur Regel werden.
Die vorläufige detaillierte Sommerbilanz der ZAMG findest du hier

Überdurchschnittlich warm verlaufen auch die kommenden Tage.

 

Westl. von Irland über dem NA hat sich die mächtige stationäre Bilderbuch-Zyklone PEGGY (Beitragsbild Satbild der ZAMG) etabliert. Der Alpenraum liegt in den nächsten Tagen an seiner Vorderseite in einer SW-lichen Grundströmung, mit der labile subtropische Warmluft bei uns wetterbestimmend wird. Vor allem im Berg- und Hügellland besteht erhöhte Schauer- und Gewitterneigung.

Der Tropensturm (DANIELLE), der aktuell noch westl. der Azoren liegt und nur der erste in der spät begonnenen Hurrikansaison ist, verlagert sich weiter nach NO. In weiterer Folge wird er als außertropisches Tief in die Zirkulation der atlantische Frontalzone integriert. Dabei nimmt die Dynamik der atlantischen Frontalzone deutlich zu und  das markante Atlantiktief verlagert sich nach übereinstimmenden Modellierungen der Wettermodelle in Richtung ME. Dadurch dürften die meridional dominierten sommerliche Wetterverhältnisse einem zonalen, unbeständigen und kühleren Wettercharakter weichen. Das genaue Timing dieser voraussichtlichen Wetterumstellung in der zweiten kommenden Wochenhälfte kann noch nicht genau vorhergesagt werden, ebenso deren Nachhaltigkeit.

 

In den Berechnungen des NAOI (Nordatlantischer Oszillationsindex) spiegelt sich dieser Trend:

Nachfolgend ein synoptischer Überblick der beschriebenen Entwicklung anhand der simulierten Geopotential-/Druckstrukturen des aktuellen GFS-Modelllaufes für heute So, Mi und kommenden Sa:

Update demnächst!

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