Der mächtige Geopotentialrücken und labile subtropische Warmluft haben sich wie prognostiziert von WE über den Alpenraum ausgebreitet. Die herrschenden gradientenschwachen Verhältnissen begünstigen im Tagesverlauf die Konvektion und die Entstehung von Quellwolken und lokalen heftigen Hitzegewittern. Wann und wo sie auftreten lässt sich schwer vorhersagen. Auslöser sind etwa Hebungseffekte durch überhitze Böden, die Orographie und kleinräumige Konvergenzen.
Am Wochenende ist die Gewittergefahr mit lokalen unwetterartigen Ausprägungen (Starkregen, Hagel) erhöht. An diesen Verhältnissen ändert sich voraussichtlich in der kommenden Woche zunächst nichts. Das alpine Hochsommerwetter mit Sonne an den Vormittagen und lokalen Hitzegewittern im Tagesgang – insbesondere im Berg- und Hügelland – dauert an! Die Tmax erreichen in den Niederungen verbreitet 30°C bis 35°C, die Nullgradgrenze steigt auf fast 4500m!
Mit der zur Nordsee und Südskandinavien dürfte nach den aktuellen Modellrechnungen von GFS und IFS in der kommenden zweiten Wochenhälfte die Strömung auf nördl. Richtung drehen. Dabei gehen die Temperatur um wenige Grade zurück, bleiben aber auf (hoch-)sommerlichen Niveau mit W-O Temperaturgefälle. Gleichzeitig tritt Stabilisierung ein, wodurch die Gewittergefahr deutlich zurückgeht und sich auf die Gebiete südl. der Zentralalpen beschränken sollte.
Die über die Ensembles des letzten GFS-Modelllaufes gemittelte Geopotential-/Druckverteilung zeigt zum nächsten Wochenende eine Omegalage, wobei die Ostalpen an der etwas kühleren Ostflanke des Hochs liegen. In Frankreich herrscht dagen extreme Hitze mit Temperaturen bis 40″C:
