Kommt der Atlantik langsam in Schwung?

Das Gastspiel des Winters war im S und O Österreichs durchaus heftig (Beitragsbild, siehe LINK), aber bereits heute setzt verbreitet nachhaltiges Tauwetter ein. Vor allem auf den Bergen wird es sehr mild, in den Niederungen und im Flachland bleibt es in den kommenden Tagen oft bei (Hoch-)nebel mit einstelligen positiven Temperaturen.
Ein Ende der atlantischen Blockinglage und damit des gradientenschwachen „Tümpelwetters“ wird aber am Horizont sichtbar.

 

Nach den letzten Modellrechnungen des amerikanischen GFS verlagert sich das blockierende Hochdruckgebiet bis zum kommenden Wochenbeginn von Skandinavien über das europäische Nordmeer und Island langsam nach Grönland und in weiterer Folge bis zum kanadisch-arktischen Archipel. Damit würde der Weg für atlantische Tiefdruckgebiete in Richtung europäischen Kontinent freigemacht werden.

Diese GWL-Änderung würde,  falls sie so kommt, auf alle Fälle im fürs Bergland  hohes Potential für die Ausbildung einer Naturschneedecke haben.
Nur wenn sich eine eher südliche Westlage (Ws) ausbildet, besteht auch die Chance auf Schnee bis in die Niederungen.  Begibt sich die Frontalzone mit einer W- bis SW-Strömung auf eine nördliche Zugbahn, bleibt es bei wechselhaftem Wettercharakter und eher zu mild für die Jahreszeit.
Das IFS des euopäischen Modells simuliert ebenso die retrograde Verlagerung des Hochdrucks, hält aber auch an der Erhaltungsneigung der postiven LD-Abweichung über Skandinavien und dem europäischem Nordmeer fest.  Ein deutlich winterlicheres Temperaturniveau über ME mit NS-Optionen vom Mittelmeer wäre die Folge. 

Wie man sieht, ist die Bandbreite der Entwicklungsmöglichkeiten in der kommenden Woche noch sehr groß!

Exemplarisch die aktuelle Geopotential-Druckstruktur und für den kommenden Wochenbeginn vom aktuellen GFS-Modelllauf:

 

Auch die Berechnungen des NAOI (nordatlantischer Oszillationsindex), der sich von niedrigen negativen Werten (typisch für meridionale Zirkulation) langsam  in den neutralen bis postiven Bereich wendet,   lassen auf eine zunehmende Zonalisierung des Zirkulationsmusters schließen:

Quelle: NOAA

 

Aktualisierung folgt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.