Der Dauerhochdruck geht zu Ende

Das zweiwöchige Wintermärchen in den Bergen mit Sonne pur, angenehmen Temperaturen, Firn sonnseitig und Pulverschnee in den schattigen Nordseiten ist mit dem morgigen Tag  zumindest bis Ende des Monats vorbei.

Auch die ersten Schneerosen sind an aperen Südseiten erblüht (Beitragsbild von heute).

Ab dem Wochenende erreichen uns atlantische Tiefdrucksysteme, die – blockiert von einem kräftigen Kontinentalhoch – im 3-Tages Zyklus ins Mittelmeer abtropfen. Vorderseitig führen sie milde, rückseitig kältere Luft zu den Alpen. Dazwischen mit einer Brücke des Azorenhochs zum Kontinentalhoch kurze Zwischenbesserung.

In der Höhe wird es deutlich kälter, Durchmischung sorgt für ein Ausräumen der nebelanfälligen Grundschicht und Milderung in den Niederungen. Mit dieser Entwicklung geht der Winter im Bergland oberhalb 600m-800m mit wiederholten Schneefällen in die nächste Runde. Sowohl die Alpensüdseite als auch die Nordseite bekommen bis zum Monatsende reichlich Schneenachschub.

Die Schneefallgrenze wird vorübergehend bis in tiefere Lagen sinken. Die Ausbildung einer dauerhaften Schneedecke unterhalb 600m ist nicht zu erwarten.

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Schitour auf die Kräuterin

Die Kräuterin ist ein Gebirgsstock der Ybbstaler Alpen unmittelbar nördlich des Hochschwabmassivs. Die höchste Erhebung ist der Hochstadl mit 1919m. Neben den leichten Normalanstiegen über aussichtsreiche Plateaulandschaften stürzen südseitig entlegene Kare und Gräben zum Salzatal ab. Ausreichende und lawinensichere Schneeverhältnisse vorausgesetzt, findet der Schibergsteiger hier eine Reihe anspruchsvoller Steilabfahrten.

Meine heutige Schitour führte mich von Süden in einem langen Anstieg über Forststraßen und welliges Gelände auf das Plateau und weiter auf den Hochstadl. Als Abfahrt wählte ich ein rassiges Südkar.

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Herausfordernde Schnee-/Eisverhältnisse am Schneeberg

Trotz guter Schneelage auf den Bergen Niederösterreichs, wird der Schneeberg in diesem Winter seinem Namen nicht gerecht.  Lediglich im Waldbereich ist eine hohe Schneedecke anzutreffen, oberhalb der Waldgrenze haben die Winterstürme für starke Verfrachtungen und unregelmäßige Ablagerungen gesorgt; die Hochfläche ist, abgesehen von Mulden, abgeblasen.
Der Genussschitourengeher hat mit  diesen Verhältnissen keine Freude, der Winterbergsteiger  dagegen kommt voll auf seine Rechnung  🙂
Ein Winterhoch im Feber bringt den steilen NO-seitigen Karen des Schneeberg meist beste Firnbedingungen am späteren Vormittag. Derzeit bewirkt jedoch trotz kräftiger Sonne der teils stürmische SO-Wind und die extrem trockene Luft eine ganztägig harte, teils vereiste Schneeoberfläche. Nur windgeschützte sonnseitige Harschflächen firnen auf.

Bei meiner heutigen Schitour auf den Schneeberg kamen deshalb alle mitgeführten Eisgeräte zum Einsatz.

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Föhnwalze über dem Schneeberg und Nebelmeer über dem Alpenvorland

Südföhnlagen bringen Niederösterreichs Bergen  meist recht sonniges, aber häufig auch unangenehm windiges Wetter. Nur ganz im Süden – vom Schneeberg bis zum Göller – gesellt sich zum Sturm oft auch flacher Wolkenstau, der die Gipfel einhüllt.
Das  Flachland und das Alpenvorland bekommt  mitunter eine  beständige Nebellage.
Von den Höhen der Gutensteiner Alpen waren die Begleiterscheinungen dieses Wetterphänomens, die „Föhnwalzen“ und das Nebelmeer,  heute gut zu beobachten.

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Ruhig, mild und trocken

Die Hochdruckdominanz bleibt auch in der bevorstehenden Woche bestehen. Ideale  Wintersportbedingungen mit perfektem Firn südseitig am Vormittag (Beitragsbild von gestern Sa)  und Sonnenbrandgefahr auf den Bergen,  teilweise hartnäckige Nebelfelder im Flachland und an den Alpenrändern.

Eine Ausnahme bildet heute So und morgen Mo der SW (Silvretta bis Karnische Alpen), wo sich von Italien her Wolken eines kleinräumigen Genuatiefs stauen und unergiebigen Schneefall bringen.

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Wechten…….Kunstwerke aus Schnee vom Baumeister Wind

Die letzten ergiebigen Schneefälle waren begleitet von stürmischem Wind. Die Folge sind enorme Schneeverfrachtungen auf die windabgeneigte Seite von Geländekanten.

An Kämmen türmen sich die Schneeablagerungen zu meterhohen Wechten  auf, an Graten mit Steilabfall auf der Leeseite bilden die entstandenen Wechten oft einen ausladenden Überhang. Bei Schitouren sind solche überwechteten Grate mit entsprechender Vorsicht zu begehen.

Während große Wechten normalerweise im Mittel- und Hochgebirge vorkommen, trifft man sie derzeit auch verbreitet auf den eher niedrigen Bergen Niederösterreichs an.

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Nebel in den Niederungen, Sonne auf den Bergen

Eine feuchte kühle Grundschicht gedeckelt von einer milden trockenen Luftmasse sind die Zutaten für eine beständige Inversionslage.
An der Inversiongrenze, dem Übergangsbereichs vom Nebel in die trockene, wärmere und  klare Luft, kann man mit etwas Glück faszinierende Lichtphänomene beobachten.

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Sonne, Nebel und ein Hauch von Frühling

Nach Sturm und Schnee mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und ordentlichen Neuschneemegen im Wienerwald und  den Nordstaulagen tritt rasche Wetterberuhigung ein.

Bei gradientenschwache Verhältnissen mit Hochdruckdominanz herrscht im Alpenbereich und auf den Bergen mildes und sonniges Wetter. Mit dem Anstieg der  Nullgradgrenze auf 2000m gibt es sonnseitig verbreitet Tauwetter. In den Niederungen dominiert eine feuchte nebelige Grundschicht, die der Sonne bei tagsüber ebenfalls leichten Plusgraden nur zaghaft Platz macht.

Ab dem Wochenende streifen schwache atlantische Störungen, ehe sich im Laufe der kommenden Woche das Azorenhoch mit einem Keil bis zu den Alpen schiebt und und den Winter weiterhin auf Distanz hält. Gestützt wird diese Entwicklung durch die prognostizierte Entwicklung der nordatlantischen Oszillation (Beitragsbild), die ab Mitte des Monats deutlich ins Plus tendiert, was auf eine Zunahme der Dynamik auf dem Atlantik mit vorübergehender Westdrift für Europa schließen läßt.

Die Tage des heurigen Winters sind aber damit keineswegs gezählt   😉

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von Franz Zeiler