Zweite Hitzewelle dieses Sommers gefolgt von einem Deja-vu?

Die nächsten Tage halten sich an die seit Tagen gezeigten Modellrechnungen: zunehmend stabil und heiß mit nur mehr einzelnen Wärmegewittern.

Am kommenden Wochenende erwarten uns ähnliche Temperaturhöchstwerte wie zu Pfingsten; am Sa österreichweit, am So vor allem nach Osten zu:

 

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Dass uns von So auf Mo eine Kaltfront mit vorlaufenden schweren Gewittern überqueren wird, hat sich abgezeichnet und geht mit einem Temperatursturz einher (siehe dazu Meteogramm im Headerbild des Beitrags für den Osten).

Diese Katfront verdanken wir einem Schwenk der atlantischen Trogachse in Richtung Mitteleuropa bis zum Sonntag. Die N nach S Ausrichtung wird zu eine NW nach SO Ausrichtung:

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Die weitere Entwicklung, die in den Modellrechnungen seit kurzem  immer wieder auftaucht und auf große Unsicherheiten hindeutet, sieht nach einem  Deja-vu aus.

Sah es vor einigen Tagen noch nach raschem Rückdrehen zu einer warmen (hoch-)sommerlichen Vorderseitenlage über dem Alpenraum aus, so rechnen die Modelle immer häufiger einen Cutoff Prozess über Zentraleuropa, ähnlich wie zum Beginn der zweiten Julidekade. Darunter ist ein geschlossenes Tief, das komplett von der westlichen Grundströmung losgelöst (abgeschnürt) ist und sich unabhängig davon bewegt. Cutoff-Tiefs können über Tage quasistationär bleiben, oder sich gelegentlich auch nach Westen, entgegen der vorherrschenden Höhenströmung, bewegen.

Exemplarisch eine passende Druckkarte des europäischen Modells:

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Diese Entwicklung hätte eine sehr durchwachsenen Wettercharakter zur Folge:  zwar sommerliche Temperaturen aber unbeständig mit konvektiven Niederschlägen.

Die beschriebene Entwicklugsvariante soll noch keine Prognose darstellen, sonder nur aufzeigen, dass uns die heurige sommerliche Zirkulation immer wieder Überraschungen auftischt.

Eine Aktualisierung mit Analyse der Gewitterlage So/Mo und Ausblick auf die kommende Woche anhand hoffentlich konsistenterer Modellsimulationen erfolgt vor dem Wochenende.

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