Sonnengarantie nur im Hochgebirge

An der SO-Flanke eines kräftigen Hochdruckgebietes strömen kühle Luftmassen zu den Ostalpen.
Das typiche Wetterbild bis inkl. Di (Beitragsbild Sonnblick/ZAMG  27.09.2015, 08:00) ist ein wolkenloser Himmel im Hochgebirge und teilweise auflockernde Schichtbewölkung bzw. Hochnebel im Mittelgebirge und im Flach- und Hügelland. Am beständigsten halten sich die Wolken entlang der Nordalpen.
Mi/Do  quert nördlich der Alpen ein Kaltlufttropfen von Ost nach West, bringt generell mehr Wolken und örtlich unergiebigen  Regen bei weiterhin herbstlichen Temperaturen.
Mit der Verlagerung des KLT´s nach Westen dreht die Höhenströmung  in der zweiten Wochenhälfte auf Süd. Die herangeführte wärmere Mittelmeerluft führt  auch in den Niederungen zu einem langsamen Temperaturanstieg.
Für das kommenden Wochenende  kündigt sich schwacher Hochdruckeinfluss mit Nebel und Sonne an.

 

Synoptischer Überblick:

An der Vorderseite eines Atlantiktroges hat sich über der Nordsee ein kräftiges Hochdruckgebiet gebildet. An seiner SO-Flanke liegt der Ostalpenraum in eine NO-Anströmung, mit der kühle kontinentale Luftmassen  herangeführt werden.

 

Druckverteilung heute So:

27.09.2015.gfs-0-12

 

Diese  Konstellation bleibt bis Mitte der Woche im wesentlichen erhalten.

Dabei erfährt die  Hochdruckachse durch starke Tiefdruckentwicklung im Nordmeer eine  langsame horizontale Aussrichtung bei gleichzeitiger Ausweitung nach Osten bis zur Barrentssee und Westen bis Neufundland.  Am Atlantik führt dieser Vorgang zum Cutoff eines Tiefs bei den Azoren. Aus dem Trog über NW.Russland wird Höhenkaltluft abgeschnürt, die an der Südflanke des langgestreckten Hochdruckgebietes in Form von KLT´s über ME nach Westen geführt wird.

 

Druckverteilung am Di:

27.09.2015.gfs-0-60

 

Druckverteilung am Mi:

27.09.2015.gfs-0-84

 

Mit der Verlagerung des  KLT´s über Frankreich zur Biskaya wird an seiner Rückseite milde Mittelmeerluft in der Höhe zu den Ostalpen gesteuert. Über ME entsteht eine Hochdruckbrücke zum Hochdruckgebiet, dessen Kern sich mittlerweile retrograd auf den Atlantik verlagert hat:

27.09.2015.gfs-0-132

 

Die weitere Entwicklung bietet eine große Bandbreite, wie aus der Streuung in Ensemblerechnung (Gitterpunkt oberes Triestingtal) zu sehen ist. Gut zu erkennen ist die Höhenkaltluft (Wellentäler im mittleren Graphen) und der deutliche Temperaturanstieg ab Do.
Nach dem kommenden Wochenende nimmt die Streuung deutlich zu. Auch treten nach der bevorstehenden niederschlagsarmen Woche vermehrt Niederschlagssignale auf:

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Das Warten auf den Altweibersommer geht weiter  😉

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