Das Tauziehen zwischen Atlantiktiefs und Subtropenhoch geht weiter………..

………….aber es hat den Anschein, dass das Subtropenhoch langsam an Boden gewinnt und die Atlantiktröge im weiteren Verlauf des Juli nur mehr in abgeschwächter Form ME erreichen.

Ob das nur eine vorübergehende Entwicklung ist, oder einen Bruch der Wiederholungsneigung in der Zirkulation darstellt und einen hochsommerlichen Wettertrend für die Hundstage bedeutet, steht allerdings noch in den Sternen.

Warum ich das glaube?

 

Die aktuelle Situation:

Das vom letzten Atlantiktrog abgetropfte Balkantief verliert, wie in meiner letzten Analyse beschrieben, zunehmend den Einfluss auf die Ostalpen. Es hat zwar einen längeren Atem als vor 2 Tagen noch angenommen und mischt  bis morgen Mo feuchte Mittelmeerluft in die NW-Strömung, aber ab Di dominiert der nächste Rücken mit sommerlichem Schönwetter. Bis morgen herrscht an der Alpennordseite und im O/SO noch einen unbeständiger Wettercharakter, während im äußersten Westen und SW sich bereits Hochdruck durchsetzen kann:

17.07.2016.gfs-0-36

 

Die folgenden Tage:

Der nächste Trog, der zu Wochenanfang noch über dem mittleren Nordatlantik auf Höhe der Azoren liegt, verlagert sich langsam nach Osten und steuert in der zweiten Wochenhälfte an seiner Vorderseite einen Schub warmer Subtropikluft zu den Alpen. Es bleibt nach den aktuellen Simulationen aber beim kurzen Hitzeintermezzo, auf das ich in meiner letzten Analyse bereits hingewiesen habe, gefolgt von Gewittern mit möglichen unwetterartigen Ausprägungen.

Details dazu folgen demnächst.

Nachfolgend erwarte ich  bei flacher Druckverteilung einen schauer- und gewitteranfälliges Wochenende bei schwülwarmen sommerlichen Temperaturen.

 

Begründung meiner Trendaussage:

Der Blick auf die großskalige Druck- und Geopotentialverteilung zum kommenden Wochenende plausibilisiert  den von mir eingangs erwähnten Trend: das Subtropenhoch dehnt sich ausgehend von den Azoren sukkzessive nach Norden aus. Ein Ableger erstreckt sich bis zur Nordsee. Als Folge verläuft die nördliche Frontalzone weit nördlich von Neufundland über Schottland nach Skandinavien. Atlantische Störungen werden von ME ferngehalten:

17.07.2016.gfs-0-180

 

Ich bin gespannt, ob sich diese Entwicklung, die ich aus den Modellrechnungen der letzten beiden Tage harauslese, festigt.

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